Ich muss funktionieren, war mein Ziel.

„Frau (Herzchaosmama) hat  die letzten Monate viel besser weggesteckt als ich dachte“ ,  über diese Worte denke ich nach.   Denke nach und frage mich was hat diese Person sich denn vorgestellt?  Es ist ein Satz der etwas aussagt und doch Unwissenheit hinterlässt. Unwissenheit darüber ob es wirklich besser war oder ob irgendetwas einfach nicht wahrgenommen wurde (was ich ganz ohne Wertung meine).

Ich selbst fand die Umstellungen der letzten Monate sehr belastend, war oft am Limit, kämpfte mit Abstürzen, vielen Overloads, Meltdowns und ja manches mal auch mit dem Gedanken das alles doch einfach nur ein Ende haben soll.
Ich kämpfte mich durch. Wortlos, immer schwächer werdend  und doch weiter gehend.

Ich nahm Termine wahr um mich an irgendetwas festhalten zu können.  Termine, die lange schon im Wochenplan integriert sind. Termine die – wegen der gegebenen Struktur – Erleichterung und – wegen der enormen Konzentration und Kraft, die sie brauchten – Belastung bedeuteten.   Ein Zwiespalt der dazu beitrug funktionieren zu müssen und ebenso auch funktionieren zu wollen.  Es mussten ja auch wieder „Gerüste“ aufgebaut und Vertrauen geschaffen werden.

Das Gefühl dabei war oft am Limit der eigenen Kraft zu sein. Pausen die zwischen den Terminen stattfanden wurden gebraucht um den „Reserveakku“ wieder aufzuladen. Nie reichte es um richtig Kraft zu tanken.  Um wieder mit Freude und Vertrauen in mich eine Sache anzugehen. Was früher Freizeit oder Auszeit bedeutete wurde nun zur Pflicht. Ich muss funktionieren, war mein Ziel.

11. Dezember – warum es bei uns noch keine Plätzchen gibt

“ Mama wir haben noch gar keine Plätzchen gebacken.“ Das erwähnte das Herzkind in den letzten Tagen und was mich sowieso schon beschäftigt ist auch bei ihr angekommen. Dieser Advent ist anders. Es fehlen Rituale, die sonst bei uns durchgeführt wurden. Dazu gehörte auch das Plätzchenbacken am ersten Adventssonntag.
Aber warum haben wir es noch nicht geschafft? Es lag nicht an fehlender Motivation, an Antriebslosigkeit, oder am vergessen. Nein ich habe daran gedacht. Es hat mich sogar sehr beschäftigt. Ein Ritual konnte nicht ausgeführt werden, das ging innerlich nicht spurlos an mir vorbei.  Doch zum Plätzchen backen benötigt man Zutaten. Zutaten die wir nicht immer im Haus haben.

„Dann gehe sie doch  einkaufen.“ Ja, dass sagte auch das Herzkind, aber so leicht wie sich das für manch einen anhört ist es nicht. Es beginnt schon mit der Einkaufsliste. Es müsste eine neue erstellt werden. Ach da fällt mir ein, es fängt noch viel eher an. Bei der Frage wo gehe ich einkaufen?

Als wir noch in der anderen Wohnung wohnten hatte ich zwei Lebensmittelgeschäfte zu denen ich einkaufen ging. Ich nenne sie jetzt mal Flis und Zis.  Im Flis kaufte ich am Anfang der Woche ein, dort lief der Einkauf völlig strukturiert ab. Immer nur die gleichen Artikel.

Auch Zis hatte seine „Stammartikel“, doch dort wurden auch die nichtallwöchentlichen Dinge gekauft wie beispielsweise das Mittagessen für die Wochenenden.  Es brauchte viel Zeit -Jahre- bis mir Zis so vertraut war, dass ich dort die nichtallwöchentlichen Dinge kaufen konnte. Bis ich das Geschäft quasi komplett gescannt hatte und wusste wo alle Artikel zu finden waren und wie sie aussahen. Dieses Wissen, diese Vertrautheit zu diesem Geschäft und zu seinem Warenangebot gab mir die Möglichkeit einer geplanten Spontanität beim Einkauf. Eben wenn mal zum backen oder kochen etwas neues benötigt wurde.

Wie das Schicksal aber manchmal so will, zog Zis kurz nach unserem Umzug ebenfalls um. Ich war seitdem einmal dort. Es sollte ein kennenlernen der neuen Umgebung werden, ohne Einkauf, einfach nur schauen wie das Geschäft nun aufgebaut ist. Ich war nach etwa 3 Minuten wieder draussen. Noch nicht bereit dazu mich auf weiteres neues einzulassen. Zis wurde erstmal aus dem Wochenplan gestrichen.

Ich gehe nun also Anfang der Woche und auch zum Wochenende zu Flis. Dort gibt es jedoch nicht die Artikel aus Zis, was bedeutet, dass seitdem auch unser Vorratsbestand erheblich geschrumpft ist. Bestimmte Lebensmittel gibt es bei uns einfach nicht mehr.  Und dann sind da diese  Dinge wie Mehl, Zucker, Salz, Eier.  Früher alles Produkte aus Zis, da ich sie nicht wöchentlich kaufte. Nun baue ich sie ganz langsam in den FlisEinkaufszettel ein.  Aber das benötigt eben Zeit. Auch wenn es bedeutet, dass wir seit 3 Monaten keine Eier mehr im Haus hatten und das für Knirps Sand die letzten drei Tassen Mehl herhalten mussten.

Lange,wirre Rede – kurze Erkenntnis : Ohne Zutaten – keine Plätzchen.

WordPress ärgert mich

Seit neuestem gibt es die Option „Infinity scroll“, das heisst ALLE Artikel werden auf der Startseite angezeigt. Es wird  automatisch immer weiter gescrollt. Den Button „ältere Artikel“ gibt es nicht mehr. Ich finde das ehrlich gesagt sehr doof.

Diese Sache zu umgehen ist momentan nur möglich wenn man ein foot-widget einsetzt (selbst wenn es ein leeres Textfeld ist).  Nur dann kann man unter „Dashboard“ -> „Einstellungen“ -> „lesen“ infinity-scroll ausschalten und angeben wieviele Artikel auf der Startseite erscheinen sollen. Diese Möglichkeit hat  mein Theme aber leider nicht.

Ein Theme-Wechsel ist für mich im Moment nicht möglich. Ich habe es versucht, aber es bringt mir zuviel innere Unruhe. Ich fühle mich nicht mehr wohl. Schon die Hintergrundveränderung machte mir Probleme und wurde schnell wieder abgeschafft. Das jetzige Theme ist mein Theme. Genau das sind meine Farben. Genau das ist meine Formatierung.

Momentan sieht es laut wordpress-Forum nicht so aus, als würde das nochmal geändert werden. Viele andere Themes sollen ebenfalls umgestellt werden. Und wenn foot-widgets nicht möglich sind, dann muss man sich mit infinity-scroll zufrieden geben. Ärgerlich!

Wie findet ihr das?