Ich muss funktionieren, war mein Ziel.

„Frau (Herzchaosmama) hat  die letzten Monate viel besser weggesteckt als ich dachte“ ,  über diese Worte denke ich nach.   Denke nach und frage mich was hat diese Person sich denn vorgestellt?  Es ist ein Satz der etwas aussagt und doch Unwissenheit hinterlässt. Unwissenheit darüber ob es wirklich besser war oder ob irgendetwas einfach nicht wahrgenommen wurde (was ich ganz ohne Wertung meine).

Ich selbst fand die Umstellungen der letzten Monate sehr belastend, war oft am Limit, kämpfte mit Abstürzen, vielen Overloads, Meltdowns und ja manches mal auch mit dem Gedanken das alles doch einfach nur ein Ende haben soll.
Ich kämpfte mich durch. Wortlos, immer schwächer werdend  und doch weiter gehend.

Ich nahm Termine wahr um mich an irgendetwas festhalten zu können.  Termine, die lange schon im Wochenplan integriert sind. Termine die – wegen der gegebenen Struktur – Erleichterung und – wegen der enormen Konzentration und Kraft, die sie brauchten – Belastung bedeuteten.   Ein Zwiespalt der dazu beitrug funktionieren zu müssen und ebenso auch funktionieren zu wollen.  Es mussten ja auch wieder „Gerüste“ aufgebaut und Vertrauen geschaffen werden.

Das Gefühl dabei war oft am Limit der eigenen Kraft zu sein. Pausen die zwischen den Terminen stattfanden wurden gebraucht um den „Reserveakku“ wieder aufzuladen. Nie reichte es um richtig Kraft zu tanken.  Um wieder mit Freude und Vertrauen in mich eine Sache anzugehen. Was früher Freizeit oder Auszeit bedeutete wurde nun zur Pflicht. Ich muss funktionieren, war mein Ziel.