Peng

Plötzlich war der Bildschirm schwarz. Genauer gesagt schwarz weiss. Damit verabschiedeten sich dann unerwartet sämtliche Ebooks, die Musik, welche mich vor allem draussen begleitete und noch einige Apps die mir Kurzweile,  Ablenkung oder auch Hilfe brachten.

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Heruntergefallen ist mir das Tablet im Januar in der Reha, doch es war noch nutzbar. Glücklicherweise, denn dort  benötigte ich es auch in den Therapiestunden als Unterstützung.  Gestern abend war es dann plötzlich nur noch schwarz/weiss. Der Sturz hat  innerlich wohl doch mehr Schaden angerichtet als vermutet.

Danke Tablet, dass Du mich nicht schon in der Reha im Stich gelassen hast.  Nun müssen wir uns  trennen. Ich trauer dir, deiner Unterstützung, Begleitung und deinen Daten hinterher. Du bleibst unvergessen (und unersetzbar).

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neuer Stand bezüglich Reha

Meine Assistentin telefonierte mit der Klinik, die im letzten Bescheid von der Rentenversicherung vorgeschlagen wurde. Meine Unterlagen werden nun erstmal dem Oberarzt vorgelegt, er wird prüfen ob diese Klinik überhaupt sinnvoll ist. Sollte er zu dem Entschluss kommen, dass sie mich nicht therapieren können, wird er die Aufnahme ablehnen und dies der Rentenversicherung mitteilen.
Da wir nicht wissen, was in den Unterlagen alles steht, soll meine Assistentin morgen auch noch einmal persönlich mit dem Arzt sprechen. Warten wir`s also weiterhin ab.

Wunsch erfüllt

… hieß es gestern zum 11. Mal für uns bei Dshini.  Die Herzchaostochter fragte zwischendurch immer wieder wie lange es denn noch dauern würde bis sie ihre Wunsch-CD „Adya Classic“ bekommt.  Auch heute morgen, als sie nach dem Frühstück auf meinem Schoß saß fragte sie: „Mama, wie viele Dshins brauchst du denn noch für die CD?“  Und ich konnte antworten: „Keine mehr.“ „Heisst das der Wunsch ist erfüllt?“ „Ja mein Schatz das heisst es.“ Und hopp sprang sie von meinem Schoß und machte ein Freudentänzchen.

Ich möchte mich auch bei den fleißigen Klickern hier und in der Timeline bedanken. Mit eurer Hilfe sind diese Wunscherfüllungen möglich. Danke!

Nachtrag zu „fremde Welt“

Biki antwortete mir unter dem Artikel   `fremde Welt` sehr ausführlich. Ihre Worte regten mich noch einmal zum Nachdenken an und ich möchte ihr hier gerne mein Feedback zu ihren Worten geben.

Zitat: „Ein halbwegs sensibler Mensch wird sicher auch schon ein einstudiertes Programm erkennen. Und ob wirklich alle -oft oberflächlich- Small-talkenden den Abbruch überhaupt bemerken würden?“

Deine Worte sind für mich sehr gut nachvollziehbar. Mir macht genau das Sorge, was du in diesem ersten Teil beschreibst. Ein sensibler Mensch bemerkt es vielleicht sehr schnell, auch Menschen mit denen ich des öfteren in Small-Talk Situationen komme, würden vermutlich schnell darauf aufmerksam werden. Inwieweit andere einen Abbruch bemerken kann ich nicht einschätzen, denn es gab des öfteren Situationen in denen ein Gespräch abrupt endete und wir zu zweit nur noch nebeneinander standen oder hergingen. Dies sind für mich (mittlerweile) immer sehr unangenehme Momente, da ich nicht weiss, wie mein Gegenüber das Ende des Gesprächs empfunden hat. Früher hatte ich keine Probleme damit, da ich mir keine Gedanken darüber machte. Jetzt wo vieles in der Therapie angesprochen wird, achte ich sehr auf die Situationen und bemerke die Unterschiede. Denke auch über mein Gegenüber nach, was ich früher kaum tat.

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vom Gefühl hilflos zu sein

Die letzte Nacht war sehr kurz.  Meiner Freundin geht es schon sehr lange sehr schlecht. Wir kennen uns seit 12 Jahren, sind durch viele Höhen und Tiefen gegangen, sie ist mehr als nur eine gute Freundin. Der einzigste Mensch, der mich von Anfang an so akzeptiert hat wie ich bin.

Einige Male schon, glaubte sie , sie sei an der Grenze ihres Lebens angekommen.  Sie hatte keinen Mut mehr, keine Kraft. Gemeinsam gelang es uns, wieder ein Ziel zu sehen.  Zu erkennen wozu das Leben noch lebenswert ist.

Doch heute Nacht schaffte ich es nicht sie soweit zu beruhigen, dass ich guten Gewissens hätte ins Bett gehen können, ich musste die Polizei anrufen.
Sie wohnt 500km von mir entfernt und ich sah keinen anderen Ausweg.  Sie ist mir einfach zu wichtig, als dass ich sie verlieren möchte.

Was dann geschah weiss ich nicht. Gegen 0.25 Uhr rief ich die Polizei, etwa 0.40 Uhr bekam ich meine Freundin nach vielen Versuchen noch einmal ans Telefon. Ich sagte ihr nicht das die Polizei auf dem Weg zu ihr ist. Um 0.48 Uhr brach das Gespräch plötzlich ab. Ich recherchierte noch nach der Telefonnummer  ihrer ambulanten Therapeutin und sprach dieser noch aufs Band.  Bis 3.00 Uhr nachts lag ich wach und der anschließende Schlaf war sehr unruhig.  Heute morgen versuchte ich meine Freundin zu erreichen, doch niemand ging ans Telefon.

So bat ich Steel um Rat, ob ich die Polizei noch einmal anrufen könne, um zu erfahren wie der Fall ausgegangen ist, oder ob ein weiterer Anruf Mißbrauch der Notrufnummer wäre.  Steel antwortete mir sehr schnell und gab mir den Rat die örtliche Leitstelle anzurufen, nicht die 110.   Ich bekam die Nachricht, dass meine Freundin im Krankenhaus ist.  Ich hoffe sehr, dass sie bald die Möglichkeit hat sich bei mir zu melden und sie nicht böse auf mich ist.  Ich wollte nur das Beste für sie, als ich die Polizei rief.  Meine Gedanken sind bei ihr.

Danke noch einmal an Steel für die schnelle Antwort !