Kleintiere an der Leine

Auf der Suche nach einem neuen Geschirr für die Chaoszwerge stieß ich auf viele empörte Kommentare. „Für Kleintiere sollte es keine Leinen geben. Das ist doch Tierquälerei.  Mit Kleintieren geht man nicht spazieren. Man soll lieber  ein geeignetes Gebiet sichern und sie frei laufen lassen, wenn sie schon unbedingt raus gehen sollen.“

Ehrlich gesagt habe ich mich früher auch gefragt warum es diese Vorrichtungen für Meerschweinchen, Hasen und Co gibt.  Heute nutze ich sie selbst. Natürlich geht man mit Kleintieren nicht spazieren wie mit einem Hund. Und ja sicher sind Freilaufgehege besser, wenn sie groß genug sind. Aber wir wohnen in einer Mietwohnung. Ich habe keine Möglichkeit draussen ein geeignetes Freilaufgehege einzurichten, aber es gibt eine große Wiese vor dem Haus. Die Chaoszwerge sind reichlich Auslauf gewöhnt, da sie tagsüber frei in der Wohnung laufen dürfen und nur nachts ein Gehege von 3 x1,50 m bewohnen. Wenn ich ihnen auf der Wiese nun mit den gängigen Freilaufgehegen ein Gebiet abstecken würde, dann hätten sie darin weniger Platz als sie es hier in der Wohnung gewohnt sind.

Die Zwerge sollen auch nicht nur raus um ein wenig Gras zu nagen, sie mögen es draussen zu springen, zu toben, die vielen Gerüche aufzunehmen, zu markieren, zu buddeln und anschließend ein Sonnen- oder Schattenbad zu nehmen. Wirklich toben und spielen könnten sie in diesen Freilaufgehegen nicht. Sie haben keine Möglichkeit Anlauf zu nehmen um dann einen Haken zu schlagen und wieder in die andere Richtung zu flitzen.  Das können sie aber an der Leine. Nicht an der zum Geschirr mitgelieferten kurzen, die hier auch gleich verbannt wurde, aber an einer mindestens 5 Meter langen Leine. Sie können damit insgesamt über  einen Weg von bis zu 10m  flitzen, welches Freilaufgehege würde ihnen das bieten? Ja, ich nutze für die Chaoszwerge ein Geschirr, weil ich glaube es gibt ihnen mehr Freiheit als ein abgestecktes Gehege.

Wir setzen uns immer so, dass sie in ihrem Umkreis Boden zum buddeln, Baumstämme zum beschnuppern und springen, Wiese, Gebüsch Sonne und Schatten haben. Ich würde nicht sagen, dass wir die Zwerge mit dem Geschirr und der Leine quälen. Am Anfang des Jahres, bei den ersten 2-3 Ausgängen wehren sie sich noch etwas gegen das Geschirr. Dann wissen sie meistens sobald wir es anlegen geht es raus und sie springen  gleich freiwillig in den Transportkorb.  Eher das wieder reingehen wird schwierig, denn wenn sie merken dass sie nun wieder in den Transportkäfig sollen gibt es schonmal Protest. Aber draussen lassen können wir sie hier nicht.

Sollen unsere Chaoszwerge nun nicht mehr in den Genuss der Natur kommen, weil ich ihnen kein so großes Gehege abstecken kann? Soll ich sie abgeben weil ich ihnen  Natur ohne Geschirr und Leine nicht bieten kann? Ich bin froh, dass es Kleintiergeschirr gibt und ich nutze es.  Ob ich nun ein Tierquäler bin?

Kleintiere, Leine, Haustier, Kaninchen, Hasen, Ausgang, Freigehege

Herzmomente und Dankbarkeit

Vor einiger Zeit genau am 9. Oktober um 21.51Uhr twitterte ich folgendes:

Ob es ihn tatsächlich gibt habe ich noch nicht herausgefunden aber was ich erfahren habe ist, das es Elfen gibt.  Kleine und große Elfen hier auf der Erde, die helfen Menschen Herzmomente zu verschaffen. Herzmomente die sprachlos machen vor Freude. Da braucht es kein Weihnachten zu, sondern da kommt plötzlich einfach so Post ins Haus. Post vom Wunschzettel oder auch Post mit Herzensdingen. Manchmal ist es auch nur eine Mail oder eine virtuelle Geste. Manchmal ein kurzer privater DM-Austausch, der soviel Wert ist, weil er innen berührt, nachspüren lässt und manchmal erinnert auf mich selbst zu hören.

Ich möchte hiermit Danke sagen. An alle die immer wieder mit mir in Kontakt treten. Mich lächeln und manchmal auch meine Tränen fließen lassen. Menschen die nicht vor fremden Dingen/Worten zurückschrecken, sondern hinsehen und verstehen wollen. Die teilnehmen und nachfragen. Es ist schön, dass es euch gibt. –  Und jeder der dies liest, darf sich angesprochen fühlen. Auch Du.

Heute dieser Artikel, der mir lange schon im Kopf schwebt, weil auch heute wieder Post kam. für mich ( indirekt auch für die Herzenstochter) und  etwas für die Zwerge.  Von meinem Wunschzettel und vom Wunschzettel der Zwerge.  *hach*  Der mir nicht bekannten Elfe sei herzlich gedankt. (mangels funktionierender Kamera leider nur die Verlinkung)

Vorenthalten mag ich auch nicht die Sonnensendung von Hesting.  Zwei selbstgemachte Kissenbezüge zum Licht ins Dunkeln Wohnzimmer bringen.

Ihr seid wunderbar. Alle.

die Woche reflektiert

  • gelesen: wenig in dieser Woche
  • geschrieben: längst versprochene Mails
    .
  • angerufen: und dem AB meinen Text gesagt
  • gewartet: wird noch heute auf den Rückruf
    .
  • gereinigt: das Zwergen Gehege
  • neu gefüllt: die Sandwanne zum buddeln und wälzen
    .
  • gebracht: die Herzchaostochter zum Kindergeburtstag
  • geholt: neuen Sand für die Zwerge
    .
  • geradelt: einige Stunden
  • gelaufen: in dieser Woche recht wenig
    .
  • genascht: Früchte von Sträuchern im Gartenmarkt
  • gekichert: hat dabei die Herzchaostochter
    .
  • getrunken: Erfrischungen von Brandnooz
  • gesportelt: mit Shaun das Schaf (und viel Freude dabei gehabt)
    .
  • geantwortet: auf Fragen von Ulf
  • geschwiegen: bei einigen Aussagen anderer Mütter
  • gestartet wurde diese Aktion von Bonafilia
  • gern gesehen sind sicher weitere „Mitmacher“
  • angepasst an Eure Woche, dürft/ sollt Ihr die Stichworte mit ge- frei wählen
    .
  • ich freue mich das ihr auch heute wieder hier gewesen seid
  • und nun genießt Euren Sonntag ! 🙂

Was machen eigentlich die Zwerge?

Lange nichts berichtet, aber ihnen geht es gut. 😉

 

Was machen die Zwerge?

Knabbern, schmusen, Haken schlagen
sich mal streiten und vertragen.
Manchesmal `nen Streich aushecken,
sich dann schnell im Schrank verstecken.

Täglich durch die Wohnung flitzen
aus der Küche was stibitzen.
Gerne am Gemüse nagen,
denn das füllt im Nu den Magen.

Basilikum lieben sie gar sehr
da ist der Kräutertopf schnell  leer.
Später wird dann ausgeruht,
weil man auch das als Hase tut.

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der Heuapfel

Chaostochter hat den kleinen Zwergen eine Freude gemacht und etwas  gebastelt. Den Heuapfel! Er ist eine tolle Beschäftigungsmöglichkeit für die Kaninchen.

das wird benötigt:

1 kleiner Apfel
etwas frisches Heu (wahlweise auch Petersilie, Basilikum o.ä.)
1 Apfelausstecher
1 Unterlage
2 Hände
eventuell eine Schere

***
und so gehts:

Der Apfel wird gewaschen und anschließend mit dem Ausstecher vom Kerngehäuse befreit. War dies erfolgreich, werden  mit dem Ausstecher weitere Löcher in den Apfel gestochen.  Naschen der „Reste“ ist erlaubt!  Hat der Apfel genug Öffnungen ist die Arbeit für den Ausstecher auch schon erledigt. Nun kommen beide Hände zum Einsatz um die Löcher wieder zu stopfen. Als Füllmaterial eignet sich Heu, aber es können auch Kräuter wie Basilikum und Petersilie oder geringe Mengen Lekerlis (bspw. Bananenschlitze) verwendet werden. Wer den Heuapfel schön rund haben möchte, darf herausstehendes Füllmaterial mit einer Schere abschneiden.
Nun alle nicht mehr benötigten Materialien aufräumen. Ist der Arbeitsplatz wieder sauber, wird den Zwergen der Heuapfel angeboten. Nun geht an die tolle Beobachung, welche Taktik die Zwerge entwickeln um an den Inhalt des Apfels heranzukommen.
Wird der Apfel zuerst geknabbert? Versucht das kleine Schnäuzchen in die Löcher zu kommen um nur den Inhalt heraus zu holen? Wird der Heuapfel erst durch die Gegend gerollt? Was geschieht?
Wir haben die Beobachtung gemacht, es kommt ganz auf den Inhalt an. Sind kleine Lekerlis wie getrocknete Früchte in den Löchern, wird der Apfel erst gerollt, damit die Stücke heraus fallen. Heu und Petersilie wird gezupft und riecht es im Apfel lecker nach Banane, versucht das Schnäuzchen durch die Löcher an den Inhalt zu kommen, was nicht immer funktioniert.

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das Ganze nochmal in Bildern:

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Lotti liebt Ordnung

Lotti ist eines unserer Zwergkaninchen. Unsere Zwerge leben seit dem 21. August 2010 bei uns, sie haben ein 2,50 x 1,50 m großes Gehege in ihrem fast eigenen Zimmer.  Tagsüber dürfen sie sich, in der Zeit in der wir zu Hause sind, frei in der Wohnung bewegen, nur Küche und  Bad bleiben Hasen-frei. Lotti ist etwas neugieriger als Pünktchen (Nr.2 der Zwerge)  und hat viele Flausen im Kopf.  Sie war die erste die nicht nur den Boden zum herumtoben nutzte sondern auch auf Hocker, Sessel, Sofa, Bank , in leere Schranköffnungen und aufs Sideboard sprang. Vermutlich hat sie sich alles ziemlich schnell eingeprägt und achtet nun auf Ordnung.
Liegt ein kleines Stofftier auf dem Sessel oder der Sofalehne  es wird sofort hinunter geworfen.
Ein falscher Kugelschreiber oder kleine lose Zettel liegen auf der unteren Tischplatte?  Was dort nicht hingehört  wird hinunter geworfen.
Auf dem Sideboard haben wir vor 3 Tagen eine dünne rutschfeste Matte ausgelegt, auch um das Holz zu schonen und… genau  – sie wird   hinunter geworfen.
Es gibt aber auch Dinge die zu schwer zum herunterwerfen sind also wird versucht es beiseite zu schieben, sollte  dies nicht gelingen fängt Lotti  an zu buddeln. Dann stehe ich natürlich auf und nehme sie runter oder gebe ihr Recht und lege den Gegenstand an den richtigen Platz. Unsere gesammelten Herbstblätter die wir dekorativ mit anderen Utensilien in einer Schale auf dem Sideboard platziert haben hat sie mittlerweile gemeinsam mit Pünktchen (Nr.2 der Zwerge) fast aufgegessen und die Utensilien etwas umdekoriert. Doch man kann ihnen einfach nicht böse sein. Herbstblätter gibt es draussen genug und eins ist immer schöner als das andere, so  haben doch alle die Chance für einen Augenblick   dekorativ in unserem Hause Platz zu nehmen.  Alle Gegenstände die von unseren Chaoskaninchen nicht „zerstört“ werden dürfen sind ausser Reichweite der beiden und so können sie weiter durch die Wohnung toben und gerne ihre Umgebung erkunden. Wenn sie sich dann anschließend genüsslich in meinen Nacken legen, auf den Schoss krabbeln oder durch anstupsen der Hand sagen das sie gerne bei uns sind ist es einfach ein schönes Gefühl.

Mal schauen was Lotti zu meiner Weihnachtsdeko sagt !