Update – Herzkindwunscherfüllung

Woran ich ja nicht mehr geglaubt habe, sie hat es tatsächlich geschafft.  Täglich gehofft, gelauert, recherchiert und Erfolg gehabt. Das Herzenskind konnte zwei von Herzen gewünschte Karten für die Gangtour kaufen. Nun zählt sie den Tagescountdown und möchte sich nochmal herzlich bei den Abnehmern der vorherigen Karten bedanken.
Dank euch war es ihr finanziell möglich ihren Wunsch in Erfüllung gehen zu lassen.

 
Ich bin nun für Übernachtung und Fahrt zuständig.

*Und dafür nicht komplett im Overload zu versinken.
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nie wieder einstellig

Mein liebes Herzenskind,

ab heute also musst Du eine zweistellige Zahl angeben, wenn man Dich nach Deinem Alter fragt. Du hast schon lange auf diesen Tag gewartet, schätzt man Dich doch auch oft viel älter ein.

Immer wieder gibt es erstaunte Gesichter, wenn Du Dein wahres Alter preisgibst. Das war schon immer so, im Baby-, Kleinkind-, Kindergarten- und auch Schulalter. Du bist immer stolz darauf, dass man Dich älter einschätzt. Glaube mir irgendwann wird sich das ändern.

Ja mein Herzenskind, wenn Du in der Krabbelgruppe an den gleichaltrigen, gerade krabbeln lernenden Babys vorbei gelaufen bist, konnte man nicht glauben, dass Du erst 8 Monate alt warst. Noch heute erinnerst Du Dich gerne daran, dass Du im Kindergarten Deinen Freunden Dein Lieblingsbuch vorlesen durftest. Wie stolz Du warst. Lange Zeit hast Du gerne erzählt, dass Du vorzeitig eingeschult wurdest und trotzdem die Klassenbeste warst. Du weisst welche Fähigkeiten du hast, genauso wie Du weisst wo einige Schwachstellen liegen. Dir ist bewusst, dass niemand perfekt ist, jede seine Schwächen hat und in diesen unterstützt und nicht gehänselt werden möchte. Ja, Du bist ein sehr soziale Mensch, setzt Dich für andere ein. Nichts wird als generell schlecht bezeichnet.  Wenn Dir etwas nicht gefällt sagst Du es, gibst aber dennoch klar zu verstehen, dass dies Deine Meinung ist und Du andere Meinungen akzeptierst.

Das vergangene Jahr war sehr turbulent. Du hast erfahren dass Du zwei Halbbrüder hast, konntest sie kennenlernen. Der Schulwechsel stand an und damit die Trennung von liebgewonnenen Mitschülern, Lehrern und Erziehern. Eine neue so viel größere Schule erwartete Dich. Neue Lehrer, neue Mitschüler, neue Räume, die es kennenzulernen gab.  Du hast Dich gut eingelebt, Dich ans neue Lernkonzept heranführen lassen, neue Freundinnen und Deine Position in der Klasse gefunden. Die Klassenfahrt im letzten Monat machte Dir anfangs etwas Sorge, weil 10 Mädels ein Haus bewohnen sollten und Du befürchtetest es würde zu laut werden. Doch  dann kamst Du völlig begeistert zurück und hast mich mit einem großen Lachen wieder in die Arme geschlossen.

Das letzte Jahr bist Du sage und schreibe sechs Zentimeter gewachsen, die Winterschuhe des letzten Jahres kauften wir zwei Nummern kleiner und doch bist du mein kleiner Engel. Wirst es immer bleiben. Und ich genieße die Momente, wenn Du in meinem Arm liegst, wir auf dem Sofa kuscheln, Du Dich nach jedem Essen auf meinen Schoss setzt und deinen Kopf auf meine Schulter legst. Wie ich mit Dir herumalbern und auch mal toben kann. Irgendwann wird eine Zeit kommen, da findest Du es peinlich, da ist Dir mein inneres Kind zu kindisch, da ist kuscheln Babykram. Und darum halte ich jeden dieser Moment in mir fest, genieße sie und gebe Dir meine Herzenswärme mit. Meine Herzenswärme, die Du immer spüren sollst, egal was um uns herum geschieht, egal wie nah oder fern wir uns sind.

Mein Herzenskind ich liebe Dich, wie man niemand anderes lieben kann. Ich wünsche Dir einen wundervollen Geburtstag und einen tollen Start ins „zweistellig sein“.

deine Mama

unser heutiger Tag

Begonnen hat er wie immer. Samstags weckt uns kein Wecker, sondern die Herzchaostochter kuschelt sich irgendwann in mein Bett. Meistens wenn ich auch gerade in der „Wachwerdephase“ bin. Sie hat da schon eine sehr gute Intuition.
Heute kuschelten wir also wie jeden Samstag noch ein wenig unter meiner Decke, unterhielten uns wachwerdend und dann wollte sie das Frühstück machen. Ich wurde nach meinem Essenswunsch befragt und gebeten liegen zu bleiben.
Das gemeinsame Frühstück ließen wir uns in der Küche munden ohne Stress oder Zeitdruck. Ein ganz normaler Samstag.

Anschließend der übliche Ablauf: sich frisch machen, die Spuren der Nacht beseitigen (Betten machen), ein wenig aufräumen.  10.45 Uhr gingen wir dann gemütlich in die Stadt. Wie jeden Samstag. Glücklicherweise war sie recht leer, es war angenehm und ruhig. Nichts deutete daraufhin, dass der heutige Tag ein besonderer ist. Tatsächlich waren wir in recht vielen Geschäften und liefen und liefen. Ich gönnte mir dann den ersten und letzten Glühwein des Jahres 2011 in einem der Buden, die noch in der Einkaufsstrasse stehen. Die Herzchaostochter kaufte sich einen Bubble Tea.

13.56 Uhr waren wir wieder daheim. Ich bekam meine Pause, die Herzchaostochter ihre. Eine Stunde später zum Nachmittagssnack saßen wir auf der neuen Heizdecke unter meiner Kuscheldecke tranken Kakao und Kaffee und ließen uns, während Otto im TV lief, 2 frische Berliner schmecken. (Das Gebäck natürlich nicht die Einwohner.)

Wir verbrachten eine gemütliche Stunde. Der Tag ist bis hierher wie jeder Samstag und so gefällt es mir.

Langsam fängt draussen die Knallerei an, was mich sehr unruhig macht. Glücklicherweise wohnen wir recht ruhig und nicht mitten im Stadtgebiet, so kann ich mich immer noch ein wenig mit dem Gedanken an ein Gewitter ablenken wenn aus der Ferne etwas ertönt.  Vereinzelt gehen aber Menschen die Allee hinter unserem Haus entlang und die Knallerei von dort ist schon lauter.

Jetzt werde ich in die Wanne gehen und ein wenig entspannen. Wie jeden Samstag. Zumindest versuche ich es und hoffe das in dieser Zeit niemand draussen einen Böller entzündet. Das ist in der Wanne für mich ein wahnsinniger Graus, keine Fluchtmöglichkeit, kein Schutz.  Mir wird zudem  Struktur genommen. In der Wanne sein ist dann nicht mehr möglich.

Nach mir wird die Herzchaostochter baden während ich die Pizza für das Abendessen bereite. Samstags essen wir immer abends warm, da wir unter Mittag unterwegs sind. Bis nach dem Abendessen ist es dementsprechend ein ganz gewöhnlicher Samstag.

Heute jedoch kann ich nicht die Herzchaostochter um 20.00 Uhr ins Bett schicken. Sie möchte wach bleiben, obwohl sie diese Knallerei genauso hasst wie ich. Wir werden unsere Pizza im Wohnzimmer essen, anschließend Gesellschaftsspiele spielen, vielleicht zwischendurch Blei gießen und (wenn ich Pause brauche) DVD`s schauen. Ganz ruhig also.

Einmal werden wir nach draussen gehen. Ich habe einige Fontänen und 6 Raketen gekauft. Die Lichter mögen wir sehr gerne.  Meistens ist dies gegen 22.30 Uhr, da ist es erfahrungsgemäß ruhig. An die Raketen hängen wir, wie in jedem Jahr, Wünsche. Jeder 2. Eine Rakete bekommt einen Gruß für Dad den die Herzenstochter schreiben darf, eine Rakete trägt einen Gruß für mein Sternenkind.

00.00 Uhr werden wir uns vom Wohnzimmer aus,  im Arm liegend (ich der Herzenstochter Halt gebend), die Lichter am Himmel betrachten und hoffentlich wenig gestresst sein.  Die Herzchaostochter geht dann schlafen und ich werde allein sein. Mit mir und den Eindrücken des Tages.  (Dann ist der Wunsch nach jemandem da, der mich in den Arm nimmt und mir einfach nur Halt gibt.)

So der Plan. Der sachliche Plan.

Was die Emotionalität betrifft:  (ich kämpfe)

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Ich wünsche Euch

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ein gutes ankommen im Jahr 2012.

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Dass Eure Rückblicke Euch zeigen was ihr geschafft habt,

dass sie Euch Kraft geben fürs weiter gehen.

So hart einige oder viele der letzten 365 Tage vielleicht auch waren,

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ich wünsche mir für Euch,

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dass ihr mit Zuversicht weiter geht.

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Jeden Tag.