Peng

Plötzlich war der Bildschirm schwarz. Genauer gesagt schwarz weiss. Damit verabschiedeten sich dann unerwartet sämtliche Ebooks, die Musik, welche mich vor allem draussen begleitete und noch einige Apps die mir Kurzweile,  Ablenkung oder auch Hilfe brachten.

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Heruntergefallen ist mir das Tablet im Januar in der Reha, doch es war noch nutzbar. Glücklicherweise, denn dort  benötigte ich es auch in den Therapiestunden als Unterstützung.  Gestern abend war es dann plötzlich nur noch schwarz/weiss. Der Sturz hat  innerlich wohl doch mehr Schaden angerichtet als vermutet.

Danke Tablet, dass Du mich nicht schon in der Reha im Stich gelassen hast.  Nun müssen wir uns  trennen. Ich trauer dir, deiner Unterstützung, Begleitung und deinen Daten hinterher. Du bleibst unvergessen (und unersetzbar).

neue Türen

Morgen öffnet sich für mich eine neue Tür. Was sie bringt ist noch Ungewiss. Diese Ungewissheit verursacht in mir ein ganz schönes Durcheinander. Ein Durcheinander vor dem ich so gerne davon laufen würde.  Wieder etwas neues, wieder kämpfen, wieder aushalten müssen. Ich weiss aber auch, dass ganz viele liebe Menschen gedanklich bei mir sind und mich durch diese Tür begleiten. Sie haben mich ja auch ein wenig oder ein wenig mehr zu dieser Tür gebracht und ich weiss, den Weg der dahinter lauert muss ich nicht allein gehen.

Eine große Glastür wird sich drehen, wird mich ins innere des Gebäudes führen. Eine Aufzugtür wird sich öffnen und mich in die richtige Etage bringen. Eine Zimmertür wird sich öffnen und dahinter werde ich mein Bett beziehen, meine Wäsche in den Schrank legen, meine Decke, mein Eulenkissen, meinen MP3Player und viele andere Haltgeber deponieren.

Ja, ich gehe in die Klinik. Die Herzchaostochter wird hier zu Hause weiter betreut. Für uns beide wird es nicht leicht sein, doch am Ende wird man vielleicht wieder sehen können, wofür man diesen Weg gegangen ist.

Ich kann es nicht verstehen

Warum werden Menschen die leben wollten so plötzlich aus ihrem Leben gerissen?
Warum dürfen sie nicht weiterhin die Schönheit des Lebens genießen?

.
Mitten im Leben,
das Leben gerade erst begonnen,
oder auch nur einen Bruchteil der Welt kennengelernt.

Plötzlich sind sie fort.
Hinterlassen Lücken und Fragen.
Aber auch Spuren,
Spuren im Herzen.

Sie gehen einfach fort.
Ohne ein Wort.
Ohne vorherige Andeutung.
Ohne das man es ahnen konnte.

Der Tod ist manches mal so unvorhersehbar wie das Leben.
Kann nicht geplant oder vorbereitet werden.

In stillem Gedenken, an Herzen die so plötzlich nicht mehr schlagen.

Urlaub ade?

Nun ist das eingetreten, wovor ich Angst hatte. Die Unsicherheit die sowieso in mir herrschte, weil meine Planung für den Urlaub auch von anderen abhängig ist, ist auf dem Höhepunkt. Ich muss rechtzeitig planen, Sicherheit haben und all das war bisher nicht möglich.

Nach der telefonischen Zusage, daß wir im familiären Kreis unterkommen können, konnte ich die Fahrt planen, Verbindungen raussuchen, Fahrzeiten und Umsteigezeiten berechnen, Sicherheit für die Fahrt bekommen, habe mich darauf eingestellt. Zumal ich auf der Hinfahrt nicht alleine fahre, waren Absprachen nötig. Diese Fahrt, mit das einzige was bisher gesichert war, komplett geplant war. Auch wie ich die Tage gestalte, was ich unbedingt sehen möchte, wann wir wohin gehen/fahren konnte ich in mir festigen.

Gestern schaute ich noch einmal nach einer Verbindung für die Rückfahrt und da die mögliche Aufenthaltsdauer im familiären Kreis noch nicht ganz sicher war, schrieb ich am Abend (mit viel Überwindung) eine SMS. Etwas später erhielt ich eine Rückmeldung, wir könnten doch nicht aufgenommen werden.

Alles ist geplatzt. Es ist nicht mehr viel Zeit, zahlbare Unterkünfte sind nicht mehr buchbar, das war schon vor einigen Wochen ein Problem.

Heute morgen musste ich es der Chaostochter sagen. Natürlich weinte sie, hat sie sich doch so sehr gefreut.

Die Absage war gestern ein weiterer Tropfen auf einem heißen Stein. Vieles ist im Moment zu unklar für mich und ich habe gehofft wenigstens in diese Planung langsam Sicherheit zu bekommen. Ich weiss im Moment nicht wohin mit meinem Gefühl, kann es nicht einsortieren. Es ist so leer.

Es lag mir viel daran in diesen Ort zu fahren und nun scheinen diese kommenden Wochen im Nichts unterzugehen.

Es bleiben zwei kleine Funken Hoffnung, doch damit sind wieder Telefonate verbunden. Telefonate mit mir mittlerweile fremden Personen und viel Unsicherheit. Eine neue Umgebung auf die ich mich einstellen müsste, neue Menschen auf die ich mich einstellen müsste und es bleibt nicht mehr viel Zeit.