7. Dezember – Herzenstochter schreibt

heute -auf eigenen Wunsch – ein Beitrag der Herzenstochter
(auch wenn einige wenige den Text schon kennen 😉 )

Prolog

Wind strich über das kahle Moorland und trug Nieselregen mit sich. Das raue Gras war durchweicht und am Bach war das Wasser über die Ufer getreten, wo es sich zu einem großen Teich sammelte auf dem die Regentropfen platschend aufschlugen.
Am Rand des Teiches saß ein riesiges Pferd, das den eisigen Wind mit dem Regen gar nicht wahrzunehmen schien. Lange Zeit starrte es ins Wasser, als ob es dort etwas erkennen könnte, durch das gebrochene Spiegelbild der grauen Wolken hindurch. Dann hob es den Kopf, stand auf und blickte sich um.

“Ich bin hier”, verkündete es.

Ein schwarzer Hengst tauchte hinter einem Haufen aus Felsbrocken auf. Er war kaum mehr als ein Schatten und Sternenlicht funkelte an seinen Hufen. Ihm folgte eine silbergraue Stute, die sich mit weit aufgerissenen Augen dem riesigen Pferd näherte. Die Hülle aus Sternenlicht, die sein Fell umgab, ließ ihn erscheinen als wäre er aus Regen gemacht.

“Warum sollten wir kommen?” Die Stimme der silbrigen Stute klang beruhigend. “An einem Tag wie diesem sollten wir eigentlich in einer warmen Höhle liegen.”

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