aktuelles Portfoliointerview

Etwa alle halbe Jahr erweitern wir das Portfolio der Herzchaostochter mit Hilfe eines “Interviews”. Es ist faszinierend, wie sich ihre Ansichten im Laufe der Zeit entwickeln. Schön ist es auch zu sehen, wie sehr sie selbst schon reflektiert, wenn sie sich ihr Portfolio ansieht. Es hält viele Entwicklungsschritte fest und ist sehr hilfreich beim Aufbau des Selbstbewusstseins, da Stärken und Fortschritte auch fürs Kind erkennbar sind.

Ein Ausschnitt unseres letzten “Interviews” vom 28.10.2012.  (Vielleicht auch hilfreich für den Wichtel aus Liamies Kinderwichteln.)

Herzchaostochter beendet Satzanfänge !

Mein Berufswunsch ist ….
” … leider im Moment ungenau. Ich lasse es erstmal auf mich zukommen.”

Ganz besonders gut kann ich…
” … lesen, klettern, Gedichte schreiben.

Ich stelle mir vor, wenn ich gross bin …
„… werde ich bei „Wer wird Millionär“ mitmachen. Dann werde ich ein Haus nach meinen Vorstellungen bauen und meine Mama oft zum Kaffeekränzchen besuchen.“

Am liebsten bin ich…
 ”…bei meiner Mama auf dem Schoß, in einem Whirlpool, im Bett oder auf dem Baum.“

Manchmal finde ich es traurig, dass
” …ich es nicht schaffe mein Zimmer immer ordentlich zu halten.“
“ … ich eine strenge Mathelehrerin habe, obwohl es einen coolen Mathelehrer auf unserer Schule gibt, der auch schon mit seinem Unterricht bei arte war.“

“ … meine Mama überlegt die Hasen wegzugeben.“

Ich freue mich, wenn
” … ich von der Schule nach Hause komme.“
” … ich bei meiner Mama schlafen kann.”
” … ich mit meiner Mama kuscheln darf.”
“ …  mein Papa kommt.“
“ … wir einen tollen Urlaub machen z.B. am Strand oder in den Bergen.“
“ … ich Geschenke bekomme.“

Wenn ich zaubern könnte, gäbe es…
” … Pillen mit denen man sich selber in das verwandeln kann was man möchte und mit denen man die Umgebung verändern kann.
“ … ein Tier, dass ich selbst zusammengestellt habe. Also das ich es zum Beispiel gemalt habe und es dann ganz zahm aus dem Blatt gekrochen kommt.“

Ich finde gut, dass…
” … meine Mama immer soviel mit mir unternehmen kann.”
“ … ich eine nette Lehrerin habe.“
“ … es Wichtelaktionen gibt.“
“ … ich mit meiner Mama ein richtig tolles Leben führe.“

“ … meine Mama  mir immer so toll bestückte Butterbrotdosen mit in die Schule gibt.“

Mich ärgert es, wenn…
” … meine Mama gestresst ist.”
” … mich Jungs in der Schule ärgern.”

Mein Lieblingsspielzeug ist …
” … meine Kuscheltiertiger.“
“ … das 3DS.“

Ganz besonders mag ich…
” … meine Mama.”
” … mein Käthe-Kruse-Schäfchen, dass ich seit der Geburt habe.”
” … meine Freunde.”
“ … Tiere. Vor allem Raubtiere.“
” … Überraschungen.”
“ … Donald Duck Comics, Mangas und Kingdom Hearts Comics.“
” … selbstgemachte und genähte Sachen.”

” … Toffifee, Lasagne, Jelly Beans, Lebkuchenherzen, Überraschungseier und Khaki.”
” … experimentieren, fotografieren und erforschen.”

Ich mag keine ….
” … nervenden Jungs.“
“ … kratzige Pullover.“

” … Übelkeit.
“ … Puppen, Prinzessinnen oder Barbies.”
” … Gemüsepfanne gekochtes Gemüse, Zartbitterschokolade und Lakritz.”

Ich wünsche mir…
” … dass meine Mama ein gutes Leben hat trotz ihres Asperger.”
” … dass ich gut unterstützt werde durch mein Leben zu kommen.”
” … dass meine Familie immer gesund bleibt.”
” … Überraschungseier mit weißer Schokolade.”
“ … und noch vieles was auf meinem Wunschzettel steht.“

Ich habe in meinem Zimmer…
” … ein Hochbett.”
“ … genug Kuscheltiere.“
“ … zur Zeit einen Staubsauger.“
“ … einen Schreibtisch.“
“ … farbenfrohe Wände.“
“ … jede Menge Bücher.“

Meine Lieblingssachen sind ….
” … mein Trompetenärmelkleid. (das mir jetzt nicht mehr passt )”
” … das selbstgenähte Shirt von Nebelmädchen.”
“ … ein T-Shirt das fast ein Kleid ist mit tollem Muster.“
” …Sachen auf denen Raubtiere sind, zum Beispiel Löwen oder ein Leopardenfellmuster.“
” … Stiefel.”
( momentane Größe 158, Schuhgröße 39/40)

Meine Lieblingsfarben sind …
” … schwarz, blutrot, leuchtendes türkis, marineblau, lila .”

Über mich möchte ich noch sagen…
“… Ich bin ein schlaues Mädchen, meistens hilfsbereit,  ein totaler Tierfreund und ein Kuscheltierfan. “

 

vorherige festgehaltene Portfoliointerviews hier, hier und hier

Fragen an mich

Auch ich habe ein Interview gegeben und Fragen beantwortet, denn Ulf führt derzeit Blogger-Interviews durch.  Ich war freudig überrascht, dass auch ich ausgewählt wurde und daran teilhaben durfte.  Welche Fragen er mir stellte und welche Antworten ich gab, erfahrt ihr auf seinem Blog. Einfach hier klicken.

Gerne dürft Ihr (gerade auch zur letzten Frage) hier einen Kommentar bzw. ein Feedback hinterlassen!

Dokumentation einer Entwicklung²

Wieder ist ein halbes Jahr vorbei und so haben wir mal wieder ein kleines „Interview“ fürs Portfolio  geführt. Es ist kein Interview wie man es sonst kennt, also ein gegenübersitzen und Fragen beantworten. Sondern eine kurze gemeinsame Zeit, die wir dazu nutzen zu reflektieren. Es macht der Herzchaostochter Freude den Zettel für „ihr Buch“ auszufüllen. Sie erinnerte mich daran, nachdem wir für jemanden 😉 ein kleines Video gedreht haben. „Mama, können wir nicht wieder ein Interview machen?“

Da ich schon das letzte hier dokumentiert habe dürft ihr auch dieses Mal die Antworten erfahren (natürlich mit Chaostochters Erlaubnis).

Ich finde es immer wieder erstaunlich wie sich die Sicht der Kindern  von mal zu mal entwickelt. In ihrem Berufswunsch ist sie sich im Moment sehr sicher und auch erkennt man wie wichtig ihr der soziale Aspekt ist, das miteinander und der Umgang untereinander. Die Interessen haben sich zum letzten Mal kaum geändert,  aber  was mir auffiel: beim beantworten des „Interviews“ war sie gar nicht mehr so kindlich wie noch vor einem halben Jahr. Meine kleine Maus wird groß, jeden Tag mehr und ich bin stolz auf sie.

.

Nun geht`s aber los:

Herzchaostochter beendet Satzanfänge !

Mein Berufswunsch ist ….
„… Tierpflegerin im Zoo als richtigen Beruf und Künstlerin (malen) am Nachmittag.“

Ganz besonders gut kann ich…
„… lesen und klettern.“

Ich stelle mir vor, wenn ich gross bin …
„…  das ich viele Freunde finde.“

Am liebsten bin ich…
„… bei meiner Mama und wir kuscheln gemeinsam. “

Manchmal finde ich es traurig, dass
„ … die Jungs aus meiner Schule mich nerven.“

Ich freue mich, wenn…
„… meine Mama mir sagt: Ich hab dich lieb. “

Wenn ich zaubern könnte, gäbe es…
„… Petrie den Flugsaurier aus -in einem Land vor unserer Zeit- in echt . Den finde ich so niedlich.“

Ich finde gut, dass…
„… meine Mama immer nett zu mir ist. “

Mich ärgert es, wenn…
„… meine Mama und ich mal nicht einer Meinung sind. “

Mein Lieblingsspielzeug ist …
„… ein Buch. “

Ganz besonders mag ich…

  • „…lustige Taschenbücher von Donald Duck,
  • Winx,
  • W.i.t.c.h -Comics,
  • Fillys,
  • Toffifee,
  •  malen,
  • basteln,
  • Bücher,
  • meine Mama,
  • Erdbeeren…mjam lecker  “

Ich mag keine ….
„….Streiterei.“

Ich wünsche mir…
„… ein schönes/gutes Leben.“

Ich habe in meinem Zimmer…
„…bestimmt 100 Bücher.“

Meine Lieblingssachen sind ….
„… enge Jeans, das weiße Shirt und dazu die Weste. (Foto eingeklebt) Oder Longhirts, die sind auch toll und Oberteile mit Trompetenärmel.“

Über mich möchte ich noch sagen…
„… dass ich ein schlaues, hilfbereites Mädchen bin.“

wenn Worte keine Bilder erzeugen

Nur wenige Sätze hat sie gesprochen und ich kann ihr nicht mehr zuhören. Sie bringt meine Bilder durcheinander, weil sie die Bilder anders benennt und viel zu schnell ist. So schnell kann ich nicht verstehen,  die Bilder aufrufen und sortieren, so schnell geht das nicht.
Der Dialekt macht mir zu schaffen, bringt Unruhe, Überforderung. Es muss soviel sortiert werden innen und sie spricht dafür zu schnell. Es ist als würde ich eine Fremdsprache hören obwohl ich weiss das sie deutsch spricht. Genau das ist es was nicht zusammenpasst. Würde sie eine andere Sprache sprechen, dann wäre es für mich nicht verstehbar aber verständlicher. Doch sie spricht deutsch, „falsches deutsch“ und das ist unverständlich für mich.

Das Wort passt nicht, weil ich es nicht kenne und weil das Bild so nicht entstehen kann. Es tut weh in den Ohren und ich mag nicht mehr zuhören, möchte sagen das sie aufhören soll. Es strengt mich so sehr an, Worte  hören, „übersetzen“, Bilder entstehen lassen, all das in so kurzer Zeit, weil sie so schnell spricht, ist unmöglich.

Aufhören!
Aufhören!
Ich verstehe nicht was du sagt!
Es überfordert mich!
Es wollen Bilder entstehen, weil ich etwas höre, aber es sind keine Bilder da.
Du sagst es „falsch“!
So heisst es nicht!
Überforderung!

.

***

Ich möchte anhand eines kurzen Beispiels erklären was in mir geschieht:

Ein Kind sagt: „Boll“ und zeigt auf den Ball
Ich weiss was es meint und berichtige das Kind („Ja, das ist ein Ball.“)

Hier geschehen 3 Dinge: „Boll“ wird erst einmal nicht verstanden, ich muss einen Moment nachdenken doch im Kopf entsteht kein Bild ,es ist einfach unverständlich. Nun muss ich auf die Gestik des Kindes achten, einen neuen Fokus setzen. Das zeigen des Kindes lässt mich das Bild entstehen, zu dem Bild habe ich ein Wort/Satz. Also berichtige ich das Kind und nenne ihm meine Bedeutung zu dem Bild.
Hätte das Kind nur das Wort gesagt ohne den Gegenstand zu zeigen, hätte ich sämtliche Bilder im Kopf aufrufen müssen um herauszufinden, was das Kind meinen könnte. Erst muss ich innerlich eine Kategorie suchen (wir sind draussen, wir sind auf dem Spielplatz ….), dazu bereits bekannte Bilder aufrufen und reflektieren ob es passen könnte. Eventuell mit nachfragen beim Kind. Nun ist es so, das ein Kind meist wartet bis es verstanden wurde und ich auch eine Rückmeldung geben kann wie es „richtig“ heisst.
Wäre es ein Kind mit Migrationshintergrund, könnte es sein das es den Gegenstand tatsächlich so benennen kann, dennoch würde ich ihm „mein Wort“ mitteilen. Gehört das gesagte Wort nicht in die momentane Umgebung ist ein Verstehen nicht möglich, da ich die passende Kategorie nicht finde.

In oben genanntem Gespräch war ein zeigen der Dinge nicht möglich, somit konnten keine Bilder entstehen. Auch konnte ich nicht  in „Kategorien“ einteilen. Habe ich ein Wort ansatzweise verstanden konnte ich es nicht „korrigieren“ da die  Person  erstens viel zu schnell sprach und zweitens ist es für mich unmöglich eine erwachsene Person zu korrigieren (hätte ich es verstanden), da ich weiss, das diese Person  in ihrem Akzent „richtig“ spricht.

Das zwischendurch mal ein Wort verstehen und dann doch wieder nicht ist einfach nur anstrengend, weil die Bilder nicht sortiert werden können. Nicht mit einander in Verbindung gebracht werden können.

schön

war`s gestern
es war die richtige Entscheidung
das wir uns im schwedischen Möbelhaus getroffen haben
da kenne ich mich aus
und muss mich zumindest umgebungstechnisch nicht auf Neues einstellen
die Kommunikation klappte  super
was beim laufen und neuer Umgebung deutlich schwieriger war 😉

ich glaube wenn ich nen Ansatzpunkt hatte flossen die Worte nur so aus meinem Mund
gezielte Frage -> darauf antworten funktionierte also
es gab ja genug wichtige Themen so das kein Small-Talk Thema aufkam
das wäre schwer geworden

ich hatte nicht ständig Gedanken im Hinterkopf mich „normal“ verhalten zu müssen
und somit war ich recht unverkrampft
ab und an die Erinnerung in mir
schau in Richtung Augen
was ich dann glaub ich auch so ungefähr hinbekam – einige Male sogar

da es ein Zweiergespräch war
konnte ich mir auch immer sicher sein das ich gemeint bin
was bei einem Treffen zu dritt deutlich schwieriger ist
es gab glaube ich keine Rückzugsmomente

auf jeden Fall darf es aus meiner Sicht gerne wiederholt werden !

kurz @svea ;-): die Aussage im letzten Post/Kommentar Ehrlich gesagt kam es mir recht schnell so vor als wäre es völlig normal kenne ich, es waren ja auch „nur“ 2 Stunden in gewohnter Umgebung  und das ich manchmal etwas „anders“ bin wirst Du sicher noch in der ein oder anderen Situation bemerken, aber darauf bist Du  ja vorbereitet *g*

***

Auf der Rückfahrt habe ich dann meine Kopfhörer wieder ins Ohr gesteckt (ohne Musik, einfach nur zur Geräuschverminderung) und kurz nachgeschaut wie es Caia geht. Leider nicht sehr gut. 😦
Anschließend kurz über einen Ironiesatz nachgedacht, der aber aufgeklärt wurde, mich selbst gewundert über meinen Redebedarf und die restliche Fahrtzeit konnte ich etwas abschalten und hätte fast meine Haltestelle verpasst.

In strahlendem Sonnenschein ging es dann zur Betreuung die Chaostochter abholen, anschließend wie versprochen mit ihr und den Zwergen nach draussen. Die Zwerge durften  zum ersten Mal 30 Minuten auf der Wiese hoppeln was sie anfangs noch sehr irritierte und somit immer wieder Schutz bei uns gesucht wurde.

Wieder im Haus fuhr ich den Laptop hoch, las 2 Beiträge und schlief ein. Ein schöner Tag, der aber auch anstrengend war wenn ich so plötzlich so schnell einschlafe.
dennoch: Wiederholung erwünscht!

soziale Kontakte

Mich beschäftigt gerade ein Gespräch. Es lässt mich nicht so ganz los.

Ausschnitte dieses vor kurzem geführten Gesprächs:
(Gedankenprotokoll)

….

„Wann hatten Sie zuletzt soziale Kontakte?“

„Wenn ich Chaostochter morgens zur Schule bringe begrüße ich die Mütter.“

„Unterhalten Sie sich mit ihnen?“

„Wenn ich etwas gefragt werde, versuche ich eine Antwort zu geben, sofern mir dies möglich ist.“

„Führen sie ein richtiges  Gespräch?“

„Nein.“
„Selten.“

„Gibt es andere soziale Kontakte?“

„Ausser Begrüßungen und Verabschiedungen?“

„Ja!“
Weiterlesen

Brief, Telefon, SMS, E-Mail, MSN – Kommunikation kennt viele Wege

Es gibt heutzutage viele Möglichkeiten zu kommunizieren, wenn die Entfernung ein persönliches Gespräch nicht zulässt.  Gerade aus diesem Grund frage ich mich, warum es mir immer wieder passiert, dass Kontakte abbrechen.

Nun, ein gewisser Punkt ist vielleicht, dass ich manchmal etwas länger brauche um gewisse Aussagen zu erfassen und eine adäquate Antwort zu geben. Das liegt daran, dass ein Gespräch bei mir innerlich folgendermaßen abläuft: Die gehörten Worte werden in Bilder „umgewandelt“, alle Bilder müssen anschließend zusammengefügt werden, so dass innerlich ein Film entsteht, den ich mir immer und immer wieder ansehen kann. Darauf muss ich mich konzentrieren, es aufnehmen. Ein direktes Antworten fällt schwer, weil „der Film“ erst  angeschaut und gespeichert werden muss um auf das Gesehene reagieren zu können.  Eine „Filmproduktion“  strengt an und braucht viel Konzentration, die erstmal da sein muss. Manchmal geht es schneller, manchmal braucht es etwas länger. Es gibt auch Tage da ist es gar nicht möglich. (Im persönlichen Gespräch ist dies übrigens genauso, daher ist  kaum Augenkontakt möglich, ich suche einen Fixpunkt und die Konzentration fällt auf die inneren Bilder.) Bei Telefonaten kann mein Gesprächsparter nicht erkennen, das ich mich mit dem Gesagten befasse und hat vielleicht das Gefühl ich würde ihm nicht zuhören, da ich nicht direkt antworte.

Weiterlesen

Sicherheit geben

„Mamaaaaaaaa….?“
Fragend schaust du mich an. Das langgezogene a und die Tonlage verraten mir, dass dir die Antwort jetzt sehr wichtig ist, dass wir uns setzen uns ganz nah sein sollten. Du wirst mir jetzt eine Frage stellen, die dich sehr beschäftigt, vielleicht schon seit längerer Zeit. Vielleicht hast du dir selbst schon Antworten überlegt, aber noch keine gefunden, die dir eine Erklärung gibt. Du wirst jetzt nicht fragen  „Was gibt es zum essen?“ oder „Darf  ich raus gehen.“ Nein, dein Tonfall verrät mir, dass dir die kommende Frage am Herzen liegt, dass du jetzt eine Antwort erhoffst die dich beruhigt, die dir Sicherheit gibt. Ich nehme dich sanft in den Arm, setze mich auf den Stuhl so dass wir uns auf Augenhöhe unterhalten können. Sanft schmiegst du deinen Kopf an meine Schulter, ich sage kein Wort, warte auf deine Frage. Du spürst wie wichtig du mir bist, wie wichtig es auch mir ist dir jetzt eine Antwort geben zu können.

Weiterlesen

Innenwörter

Viele Worte sind in mir,  ich spreche innerlich  und es wird nicht ausgesprochen. In meinem Kopf entstehen Bilder und dazu gehören Sätze, Erklärungen und ganze zusammenhängende Texte, doch aussen kommen nur wenige bis keine Worte an. So bleibt oft mehr  als die Hälfte  in mir und oft können die Anderen dann mit dem Teil der es nach aussen geschafft hat nicht viel anfangen. Die Kommunikation bricht ab. In mir habe ich alles richtig aufgefasst und ein vollständiges Statement, doch ich weiss nicht wieviel wirklich bei meinem Gegenüber angekommen ist. Das verwirrt mich! Mein Inneres Bild mit meiner Meinung und Einstellung ist vollständig, doch niemand kann in meinen Kopf hineinsehen, somit sieht niemand meine Innenwörter/ mein Bild. Nicht selten passiert, es das ich nur das Ergebnis meiner Gedanken mitteile.  Dies kann ein einfaches „Ja“ sein oder auch nur ein „hm“, manchmal jedoch auch ein etwas längerer Satz. Es fehlt meinem Gegenüber aber die Erklärung, die ich dazu nie sage, da meine Innenwörter keinen Weg nach Aussen finden.  Manchmal braucht es etwas länger bis meine Innenworte sortiert sind und dann ist es mir unangenehm der Person meinen Standpunkt mitzuteilen, denn NT´s sind während dieser Zeit oftmals bereits wieder bei einem neuen Thema, haben sich abgewandt und unterhalten sich nun mit anderen NT´s denen Small-Talk wesentlich leichter fällt und die nicht erst Innenwörter sortieren müssen und somit schneller antworten als ich.  Nur langsam baut sich in mir ein Gerüst auf mit all den Informationen die ich soeben bekam, ein Bild entsteht und ich gebe mein Feedback über dieses Bild.  Häufig nenne ich einfach nur Fakten.
 NT´s hingegen hinterfragen die ausgesprochenen Dinge sofort, verknüpfen sie mit anderen selbst erlebten Dingen und berichten  darüber.  Dies ist dann wohl Small-Talk! Bei mir dauern diese Verknüpfungen etwas länger, ich brauche Zeit. Die Verknüpfungen sind nur Innenbilder und dazugehörige Innenworte, aber meine Innenworte finden nicht nach aussen und leider kann niemand Gedanken lesen.