wie ich eine Ampel sehe

Nach meinem letzten Eintrag  kam die Frage auf warum ich (im Overload) die Ampel nicht
als Ampel erkenne. Nun, das ganze ist etwas komplizierter.  Ich weiss nicht wie ein neurotypischer Mensch (Person ohne Autismus) auf eine Ampel zugeht. Was sieht er, wenn er dem Strassenrand näher kommt? Ich sehe die kleinen Details. Für mich ist die Ampel nicht einfach nur eine Ampel. Sie ist zusammengesetzt aus mehreren Teilen. Und jedes dieser Einzelstück hinterlässt eigenständige Eindrücke und Wahrnehmungen.

Beginnen wir mit dem Anforderungstaster. Hier gibt es sehr unterschiedliche Ausführungen. Am „schlimmsten“ finde ich die rechteckigen aus Metall. Sie lösen einen sehr unangenehmen taktilen Reiz bei Berührung aus. Dann gibt es welche mit rundem Druckknopf und die in unserer Stadt am häufigsten vorkommenden abgerundeten Taster. Auf diese versuche ich nun spezieller einzugehen.
Sie sind nochmals unterteilt in den vorderen und hinteren Teil. Der vordere Teil wiederum ist oftmals unterteilt in oben und unten. Manchmal ist der  obere Abschnitt gelb, manchmal rot. Wenn er rot ist blinkt eine Schrift auf nachdem der Taster betätigt wurde. Nicht immer, manchmal ist es auch defekt. Auf dem Betätigungsfeld ist entweder der Aufdruck „bitte berühren“mit oder ohne einem Handsymbol, das Sehbehindertenzeichen oder auch eine Prägung in Blindenschrift. Die Prägung fühlt sich wieder anders an, als das glatte Plastik. Dann gibt es beschädigte Drücker. Auf denen sind Brandlöcher oder Aufkleber. Vielleicht auch Kratzer, die durch einen spitzen Gegenstand verursacht wurden. Diese Beschädigungen ergeben neue Muster. Manchmal interessante Muster, die meine Aufmerksamkeit wecken. Ihr erkennt also solch ein Detail einer Ampelanlage ist schon ein Faktor mit sehr vielen Wahrnehmungseindrücken, die verarbeitet werden müssen.

Dann gibt es unterschiedliche Ampelmasten, die Ampelfelder für Fußgänger und Autofahrer sind in den meisten Fällen auf gleicher Höhe, selten in verschiedenen Höhen angebracht. Entweder direkt am Mast oder mit einem Verbinsungsrohr.  Es gibt hellere und dunklere Masten, mit Maserung und ohne. Ihr ahnt es vielleicht an diesen Masten können ebenfalls Aufkleber, Schilder, Beschädigungen oder andere Dinge sein.
Ein weiterer Aufmerksamkeitspunkt ist das erkennen ob alle Ampelfelder Hütchen haben oder ob eines fehlt? Sind  Lautsprecher am Ampelmast, der das Signal für Sehbeinträchtige wiedergibt? Wenn ja, wie laut wird das Signal wohl sein und ist es ein ticken im Sekundentakt, ein klopfen oder dieses schreckliche schnelle piepen. Verändert sich der Ton je näher die rote Ampelphase rückt? Wird das Signal auch gesendet, wenn kein Lautsprecher sichtbar ist? Gibt es zwei Ampelfelder oder drei? Ist es eine einfache Farbampel oder eine mit Symbolbildern? Blinkt vielleicht noch irgendetwas? Es gibt so vieles zu entdecken. Ich kann auf Grund der vielen unterschiedlichen Ausführungen einer Ampelanlage gar nicht alles aufzählen. Ich  kann nur einen kleinen Einblick geben in das, was ich wahrnehme, sehe. All dies im einzelnen und nicht als großes Ganzes.  Im Overload ist es mir nicht mehr möglich all diese vielen Wahrnehmungen zu verarbeiten, konzentriert zu filtern was nun wichtig ist. Die vielen Sequenzen lassen sich nicht zusammensetzen, ergeben kein klares Bild sondern den im letzten Artikel genannten „Brei“ oder Wirbelsturm. Da ist dann einfach nicht mehr klar ob das wahrgenommene Rot nun das Lichtsignal im Ampelfeld, die Schrift am Drücker oder ein Aufkleber am Mast war. Vor allem aber sind die vielen Eindrücke einfach weitere  Tropfen im schon überlaufendem Fass (Redewendung). Was davon im überlaufen verschwindet und was im Fass („sicht- und erkennbar“) bleibt kann ich selbst nicht steuern, dementsprechend ist nicht klar auf welches Detail ich reagieren könnte und auf welches nicht.

Ach eine kleine Anekdote möchte ich noch schreiben. Hier in der Region wird gerne gesagt
„Wir gehen über die Ampel.“ Bevor ich also überhaupt an die Überquerung der Strasse komme entstehen schon sehr lustige aber nicht unmögliche  Bilder in meinem Kopf, die ich dann erstmal wieder beiseite schieben muss. Gemeint ist natürlich an der Ampel über die Strasse gehen. 😉

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Smalltalk

Auf dem Weg zum Arzt und zum Versorgungsamt.

B: „Kalt ist es geworden.“
„Ja.“

und schon startet des Gedankenkarussell:
Von der Jahreszeit her ist es ja okay, das es so kalt ist. Es ist eben Winter. Nur ungewohnt  da die letzten Tage und Wochen doch sehr mild waren. Gestern hat es ziemlich geregnet. Wären es heute Schneeflocken? Brrr, ja es ist ziemlich kalt geworden.  Ich hätte auch meine Mütze aufsetzen sollen. Aber daran habe ich wieder mal nicht gedacht. Das wäre ja etwas neues im Ablauf des anziehens gewesen. Wie schaffen es andere da einfach mal so dran zu denken?
B. hat eine Mütze auf. Das habe ich schon von weitem gesehen, als sie bereits an unserem Treffpunkt auf mich wartete. Da dachte ich schon. „Stimmt eine Mütze hätte ich auch anziehen können.“ Warum kann ich nicht so spontan handeln?
Wo ist meine Mütze eigentlich? Zuletzt hatte ich sie mit an der Nordsee. Eine Mütze mit ans Meer zu nehmen ist Routine. Also das einpacken. Getragen habe ich sie dort aber auch nicht. Es gab zwar einen Tag wo es sehr frisch war, aber auch da war es ja nicht im Ablauf des anziehens integriert, dementsprechend hatte ich sie nicht auf. Das ganze braucht wieder eine genaue Planung, ein daran denken bis es zur Gewohnheit wird.  Aber wo ist die Mütze jetzt? Liegt sie im Flur? Nein. Vielleicht noch im Rucksack oder im Schrank. Es gibt ja auch noch die rote Mütze von F. Sie liegt im Schrank, das weiß ich genau. (ich gehe die Bilder im Kopf nochmal durch wo die Mütze liegt, gehe den gestrigen Regentag nochmal durch, fühle was es für mich bedeuten würde im Regen draussen zu sein)
Zum Glück regnet es nicht. Gut das wir heute unterwegs sind und nicht gestern. Oh, das ist etwas das uns beide angeht. Schließlich profitieren wir beide davon.
„Zum Glück regnet es nicht.“ möchte ich sagen. Doch stopp. Soll ich das jetzt noch sagen? Es ist einige Minuten her, seit der Dialog begann. Warum fällt mir dieser Satz erst jetzt ein? Das wäre eine mächtige Verzögerung des antwortens.
Ach Smalltalk du leidiges Ding.

#XXLTuberDay vs. #Gangtour

****Update***

Wir haben dank des Blogeintrags die vorhandenene  Karten bereits verkaufen*
können. Es ist somit wieder Geld für die gewünschten Gang-Tour Karten vorhanden.
Wir sind sehr dankbar für diesen edlen Spender.
*Er schenkte uns nach dem Kauf die Karten für den XXL-Tuber-Day zurück so dass die
Herzenstochter ihre Sommerferien mit einem Besuch im Freizeitpark beginnen kann. 

Leider haben wir bisher noch keine Gangtour Karten kaufen können. Wir schauen
jeden Tag nach Angeboten, haben selbst eine Kleinanzeige aufgegeben und unser
Gesuch in zwei Facebookgruppen eingestellt. Alternativ würden wir statt der Karten
für Köln auch Karten für den 16.05. in Frankfurt nehmen.
Die Hoffnung auf die Erfüllung der Herzkind-Wunsches geben wir noch nicht auf.

*****

Hallo liebe Mitleser. Heute schreibe ich mal einen ganz anderen Artikel als üblich. Der Grund ist, dass ich dem Herzkind versprochen habe alles in meiner Macht stehende zu tun um ihren Wunsch wahr werden zu lassen. Ein Artikel schreiben und damit vielleicht einen Helfer finden ist eine Möglichkeit, die ich hiermit in Anspruch nehme. Nun aber mal zum eigentlichen Anliegen. Das Herzkind hat ein großes YouTube-Idol. Sie hat ihr Geld gespart um ihn einmal live sehen zu können. Manch einer meiner Leser weiß wie schwierig es bei uns manchmal ist mit dem Geld. Sie hatte endlich soviel zusammen, dass sie sich zwei Karten (für sich und eine Begleitperson) für den XXL-Tuber-Day im Movie-Park am 27.06.2015  kaufen konnte. Die Freude war riesig als sie die ausgedruckten Karten endlich in der Hand hielt. Freudentränen floßen, Glück lag in der Luft, ein Tänzchen wurde aufgeführt und das Lächeln wich tagelang nicht aus ihrem Gesicht. Nun erst hat ihr Idol Julien bekannt gegeben, dass er am XXL-Tuber-Day doch nicht anwesend sein wird. Wieder flossen Tränen. Viele, viele Tränen.  Nur dieses Mal nicht aus Freude. Die Möglichkeit Julien live zu sehen entschwand  in weite Ferne. Das ersparte war aufgebraucht. Ich bot ihr an an diesem Tag dennoch mit ihr in den Movie-Park zu fahren. Sie könnte andere Tube-Stars treffen (sie hat ja mehr Favoriten – dagibee, i-blali, apecrime, m00sician … und wie sie alle heißen), die Fahrattraktionen nutzen und einen schönen Tag im Freizeitpark haben. Nein, das war kein Trost für sie. Sie würde die Karten gerne wieder verkaufen. Oder viel viel lieber tauschen. Tauschen gegen zwei Karten für die Gangtour am 04.06.2015 im E-Werk in Köln. (Es gibt dafür momentan noch Karten in der Ticketbörse, doch wie oben schon beschrieben ist das ersparte für die, nun fürs Herzkind nicht mehr mit Freude verbundenen Karten, ausgegeben worden. Zudem müssten wir uns auch noch um eine Übernachtung [vermutlich Jugendherberge] kümmern. Diese Kosten würde ich dann vom ersparten Geld für die Sommerferien übernehmen. Hierfür versuchen wir ja monatlich 10 – 15 Euro zurückzulegen.) Ich glaube ich schweife hier aber gerade wieder zu sehr aus. Also unsere Anliegen nochmal kurz und knapp: Gibt es jemanden der 2 Eintrittskarten für den XXL-Tuber-Day am 27.06.2015 benötigt? Es handelt sich um zwei Tageskarten für Erwachsene, die gleichzeitig zum Eintritt in den Movie-Park am 27.06.2015 berechtigen. Verkaufen würde sie das Herzkind für 20,50 Euro pro Karte. (Das ist sogar günstiger als eine normale Eintrittskarte in den Park) Noch besser wäre natürlich ein Tausch gegen zwei Gangtour-Karten für den 04.06.2015 in Köln, damit das Herzkind Julien tatsächlich einmal live erleben kann. Danke für eure Aufmerksamkeit. Das Anliegen darf gerne geteilt und rumgesprochen werden. Je mehr Leser es gibt, je höher ist die Chance einen Traum des Herzkindes zu ermöglichen.

2014 – wie es war

1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
sehr wechselhaft

2. Zugenommen oder abgenommen?
29 kg abgenommen

3. Haare länger oder kürzer?
länger (mein Friseurgutschein von 2011 ist noch immer nicht eingelöst)

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
 nicht beurteilbar

5. Mehr Kohle oder weniger?
im Vergleich zum Jahr 2013 gleichbleibend

6. Besseren Job oder schlechteren?
gleichbleibend  (Mutter, Tante, Überlebenskünstlerin, Schnäppchenjägerin, Supervisorin, Handwerkerin, Pädagogin, Hauswirtschaftlerin, Köchin …)

7. Mehr ausgegeben oder weniger?
 weniger

8. Dieses Jahr etwas materielles gewonnen und wenn, was?
1 Paddingtonpaket, 3 Bücher, 2 Eintrittskarten für den Zirkus, 2 Eintrittskarten für einen Indoorspielplatz, Kaffee, Kekse, Seebergerpaket, Mini-Bilibos für den Knirps

9. Mehr bewegt oder weniger?
im Schnitt denke ich gleichbleibend wenig

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
körperlich waren es immer wieder Erschöpfungssymptome, die vor allem Kopf, Kreislauf und Bauch betrafen – wie oft habe ich nicht gezählt – gefühlt war es zu oft

11. Davon war für Dich die Schlimmste?
Migräne, Burn-Out

12. Der hirnrissigste Plan?
alles schaffen wollen

13. Die gefährlichste Unternehmung?

14. Die teuerste Anschaffung?
ein neues Handy für 99,- Euro (noch immer nicht abbezahlt und nach 3 Wochen war das Display defekt )

15. Das leckerste Essen?
am 06.12. im asiatisch-mongolischen Restaurant

16. Das beeindruckendste Buch?
Schattenspringer

17. Der ergreifendste Film?

18. Die beste CD?

19. Das schönste Konzert?

20. Die meiste Zeit verbracht mit?
dem Herzkind
mir
dem Knirps

21. Die schönste Zeit verbracht mit?
dem Herzkind
mit Mel

22. Zum ersten Mal getan?
Fernbus gefahren und Mel besucht
ambulante Ergotherapie begonnen
Interview- und Drehtermine wahrgenommen
Expose geschrieben und Manuskript eingereicht
(Dank Kautionsrückgabe) fünf Tage Urlaub an der Nordsee gemacht
dem Herzkind alleinige Reiterferien ermöglicht

23. Nach langer Zeit wieder getan?
essen gegangen
den Hausarzt gewechselt
mir die Haare von der Schwester schneiden lassen
in den Zirkus gegangen
in der Ostsee gewesen

24. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
vorläufiger (?) Abschied von Assistenz
endgültiger Abschied von Assistenz²
Ende der Möglichkeit Therapiestunden in Anspruch zu nehmen
Overloads und Shutdown „in der Öffentlichkeit“
ein Rettungswagen, der für mich gerufen wurde

25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Mir fallen Dinge ein, die ich gerne geschenkt habe. Dinge, die mir viel bedeuten, weil sie persönlich sind. Mit vielen Gedanken an die zu beschenkende Person. Aber ob es gut war das sollten die Beschenkten selbst beantworten.

27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
ehrliche und wertvolle Worte,
mich eingeladen in den Schwarzwald,
eine selbstgestaltete Kiste mit vielen persönlichen Karten für das ganze Jahr, geschrieben und gestaltet von lieben Menschen aus der Twitter-Blogger-Welt (=meine Geburtstagselfenkartenbox),
eine Stiftebox mit ganz persönlicher Bedeutung,
eine für mich wertvolle Abschiedskarte,
ein teurer Wunsch der erfüllt wurde, den ich aber nicht annehmen konnte. (Entschuldige!)

28. Der schönste Satz, den jemand mir gesagt/geschrieben hat?
Da gab es einige. Vor allem in Karten, Briefen, auf kleinen Zetteln, Mails und auch persönlich. Sie alle sind abgespeichert, teils in meiner Wohlfühlbox und vor allem im Herzen.

29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

30. Dein Wort des Jahres?
Schwarzwald

31. Dein Unwort des Jahres?
Abschied

32. Dein Lieblingsblog des Jahres?

33. 2014 war mit einem Wort:
veränderungsbelastet

#BloKoDe – Blogger Kommentiertag Deutschland

blo

zum 2. Bloggerkommentiertag am heutigen 02.01.2014 eine Zufallsauswahl meiner Posts:

Wahrnehmung einer Autistin :mitten auf der Autobahn
Erlebnisse: eine ungewöhnliche Begegnung
aus dem Alltag: die Bank unter der Trauerweide
Autismus in der Partnerschaft: Liebst du mich noch?
Leben mit Depression: ein Tag mit der schwarzen Lady
das Herzenskind hat Geburtstag: nie wieder einstellig
kreativ mit Knirps: Sand zum selbermachen

Ihr dürft natürlich auch gerne in den Kategorien stöbern, euch durchklicken oder wieder abschalten ;-). In jedem Fall:  Danke, dass ihr da gewesen seid.

herzlichst grüßt
Herzchaosmama

Ich muss funktionieren, war mein Ziel.

„Frau (Herzchaosmama) hat  die letzten Monate viel besser weggesteckt als ich dachte“ ,  über diese Worte denke ich nach.   Denke nach und frage mich was hat diese Person sich denn vorgestellt?  Es ist ein Satz der etwas aussagt und doch Unwissenheit hinterlässt. Unwissenheit darüber ob es wirklich besser war oder ob irgendetwas einfach nicht wahrgenommen wurde (was ich ganz ohne Wertung meine).

Ich selbst fand die Umstellungen der letzten Monate sehr belastend, war oft am Limit, kämpfte mit Abstürzen, vielen Overloads, Meltdowns und ja manches mal auch mit dem Gedanken das alles doch einfach nur ein Ende haben soll.
Ich kämpfte mich durch. Wortlos, immer schwächer werdend  und doch weiter gehend.

Ich nahm Termine wahr um mich an irgendetwas festhalten zu können.  Termine, die lange schon im Wochenplan integriert sind. Termine die – wegen der gegebenen Struktur – Erleichterung und – wegen der enormen Konzentration und Kraft, die sie brauchten – Belastung bedeuteten.   Ein Zwiespalt der dazu beitrug funktionieren zu müssen und ebenso auch funktionieren zu wollen.  Es mussten ja auch wieder „Gerüste“ aufgebaut und Vertrauen geschaffen werden.

Das Gefühl dabei war oft am Limit der eigenen Kraft zu sein. Pausen die zwischen den Terminen stattfanden wurden gebraucht um den „Reserveakku“ wieder aufzuladen. Nie reichte es um richtig Kraft zu tanken.  Um wieder mit Freude und Vertrauen in mich eine Sache anzugehen. Was früher Freizeit oder Auszeit bedeutete wurde nun zur Pflicht. Ich muss funktionieren, war mein Ziel.

ich möchte wieder schreiben

Eigentlich möchte ich wieder schreiben. Möchte wieder bloggen. Es fehlt nur das Vertrauen. Das Vertrauen in mich. Und damit die Worte. Worte die sich schreiben lassen, die mich mitteilen,  mich teilhaben lassen. Teilhaben lassen am Leben da draußen.
Es ist viel verloren gegangen in den letzten Monaten. Und mit jedem Stück Verlust machte es mich schwächer. Zog es mich mehr in mich zurück. Ich verlernte wieder, was jahrelange Therapie erst möglich machte – Vertrauen schenken, mich mitteilen können.

Zu viele Stützpfeiler brachen weg. Stützpfeiler die mir halfen mein Inneres nach Außen zu tragen. Die versuchten mich so anzunehmen wie ich bin. Die nicht die Defizite bemängelten oder mich skeptisch beäugten um sich dann wieder abzuwenden, weil ich „merkwürdig“ bin. Menschen, die mich kennen lernen wollten. Sich die Zeit nahmen. Viel Zeit. Die Rückschläge und Fehltritte meinerseits nicht persönlich nahmen und trotz dieser einen weiteren Schritt auf mich zugingen statt die Flucht anzutreten oder die Annäherung aufzugeben.

All dies gab mir die Möglichkeit Vertrauen zu schenken. Das spüren, dass sie sich nicht entfernen, wenn ich unangenehm werde. Das sie da sind zu jeder Zeit. Das Wissen, selbst wenn ich mich einmal nicht mitteilen kann sind sie da. Immer wieder. Und sie lernten mich kennen.  Mich als Mensch hinter dem Außenbild.

Und nun ist in den vergangenen Monaten so vieles passiert, dass ich mich zurückziehen musste. In mich. Weil es zu sehr schmerzte, dass diese Personen, denen ich mich endlich mitteilen konnte aus meinem Leben verschwanden. Erst war es die Therapie die zu Ende ging, dann waren es beide Assistentinnen von denen ich mich verabschieden musste. Mit  jedem wegbrechen eines Stützpfeilers ist auch etwas in mir zerbrochen. Die Fähigkeit nach außen zu treten. Die Tür hat sich verschlossen. Eine Tür die viel Zeit benötigte um sich zu öffnen.  Ich wurde stiller. Es fühlte sich an als wäre da niemand mehr der mich kennt. Niemand mehr der mich sah als den Menschen, der ich bin.

Dabei habe ich so lange dafür gekämpft.

Es begann von neuem mich erklären zu müssen. Zudem in neuer Umgebung. Nichts war mehr vertraut und auch ich vertraute nicht mehr. Vor allem mir nicht mehr. Worten nicht mehr. Es gab keine Worte mehr für mich. Leere füllte meinen Körper. Und das machte es mir schwer. Es war ein Rückschlag ins alte Leben. Ins Leben als jeder nur die Außenfassade kannte. Es brachte mich zurück ins funktionieren müssen. Ins funktionieren ohne mich selbst wahrzunehmen, ohne mich selbst mitteilen zu können.
Ich wurde weniger. Stück für Stück.

Vier !

Vor genau vier Jahren fand man hier den ersten Beitrag.
Nun hat dieses Blog schon 869 Artikel in 49 Kategorien mit insgesamt 183.000 Aufrufen.
Eine Mischung aus Fließtexten, Wortgewittern und Bildern.
(Vermutlich) Unmöglich alles nachzulesen.
Die am häufigsten besuchten Kategorien sind
Chaotisches,
Depressionen,
Gedankenschnipsel,
Herzchaostochter
Nachdenkliches
Schule
sowas wie Gedichte
 Stimmungsprotokoll
Therapie
Trauer
Typisch Aspie!?
Ängste

Wer einfach mal stöbern möchte klickt hier und bekommt einen Zufallsartikel.

Ich danke allen Interessierten dieses Blogs, den 828 Email-Abonnenten, 625 Twitterfollowern, 114 Facebookfans und vielen „stillen“ Lesern für ihr kommen und wahrnehmen. Für so manchen lieben Kommentar und die Anteilnahme an Leid und Freud.

Happy Birthday Blog

von Gummibären und vom anders sein dürfen

Vor einigen Jahren machte ich mit dem Herzkind, damals etwa 4 Jahre jung, einen Ausflug mit der Bahn. Im Gepäck hatten wir neben gesundem Proviant auch etwas Süßes. Dieses Mal waren es Gummibären und Schokolinsen.
Wie es sich zum richtigen Gummibärenessen gehört, wurden die kleinen Bärchen erst einmal  nach Farbe sortiert. Schön in Reih und Gl.ied gelegt, die Köpfe nach oben und die Füße nach unten. Eines aber lag falsch herum. „Mama, das bist du“, sagte das Herzkind. „Ein bisschen anders als die anderen. “
Es kam ein Gespräch auf, ob es denn schlimm sei. “ Nein, dass ist es nicht. Du gehörst ja tropzdem dazu. Und ein bisschen anders sein ist nicht schlimm.“
Als wir später dann die Schokolinsen ebenfalls nach Farben sortierten. Legte ich eine grüne Linse zu den gelben. „Das bin dann wieder ich“ erklärte ich.
„Nein Mama da erkennt man zu schnell, dass sie anders ist. Das ist bei dir nicht so. …  Du darfst sie aber tropzdem liegen lassen. Es gibt ja auch Menschen, da sieht man gleich das sie anders sind. Das ist ja auch nicht schlimm.“

Seitdem darf ein Gummibärchen  beim sortieren immer Kopf stehen und eine Schokolinse sich zu einer anderen Farbe gesellen. Dieses kleine Zeichen symbolisiert uns stets die Andersartig- und dennoch Dazugehörigkeit in der Gesellschaft.

vom anders sein in der Gesellschaft

Sommerreize

Vor kurzem sagte ich: „Ich mag den Sommer nicht.“ Diese Aussage ist jedoch viel zu ungenau. Differenzierter müsste es heissen: „Ich mag die Sommerreize nicht.“ Noch detailierter wäre es,  die einzelnen Unannehmlichkeiten zu benennen, was ich mit diesem Post versuchen möchte.

Zum ersten ist da die Sonne mit ihrer Helligkeit. Das Licht allein ist schon greller als in anderen Jahreszeiten. Dann wird es von vielen Gegenständen reflektiert, beispielsweise von weissen Wänden, spiegelnden Fenstern, Plakatscheiben, Scherben und Kronkorken auf dem Weg  oder auch von weißem Geschirr, wenn man an einem Café vorbei geht. Es gibt Tage, da hilft nicht einmal die Sonnenbrille, selbst hinter ihr werden meine Augen geblendet und fangen an zu schmerzen.

Im Sommer gibt es draussen auch mehr und lautere Geräusche. Zum einem sind da die vielen elektrischen Geräte wie Rasenmäher, Heckenscheren, Sägen und Musikanlagen. Zum anderen wird nicht mehr nur in den Häusern gebaut, gespielt, gelacht und gelebt sondern viele Aktivitäten werden nach draußen in Gärten und Hinterhöfe verlegt. Gemeinsames Beisammensein, feiern und sich unterhalten. Die Umgebungsgeräusche nehmen damit in den Sommermonaten zu.

Im Sommer sind (gefühlt) mehr Menschen unterwegs. Sie sind nicht darauf bedacht schnell in warme Gebäude zu kommen und halten sich somit öfter und länger draussen auf.  Sie unterhalten sich, telefonieren, lachen und rufen Bekannte die sie draußen erkennen.  Autofahrer sind gereizt von der Wärme (?) und hupen öfter, wollen schneller zu Hause, im Park oder im Schwimmbad sein (?). Motorräder werden aus den Garagen geholt und einige Fahrer/innen möchten, an Ampeln oder in freier Fahrt,  zeigen welch hohen Sound ihr Fahrzeug erreichen kann.

Und weil so viel mehr Menschen draussen sind ist der Geräuschpegel höher, weil jeder die anderen Geräusche übertönen möchte um gehört oder einfach nur verstanden zu werden. Die Menschen sitzen nicht mehr in den Cafès, sondern draußen. Sie strömen in die Städte und Parks. Sie nehmen auch der Natur ihre Stille indem sie Musik mitbringen, sich in Gruppen versammeln – mit vielen Unterhaltungen und gemeinsamen Essen.

Und da bin ich beim dritten Faktor – Gerüche. Es gibt angenehme und unangenehme, wobei angenehme in ihrer Vielzahl auch wieder unangenehm werden können – was gerade im Sommer überhand nimmt. Beispielsweise wenn „an jeder Ecke“ gegrillt wird und damit die unterschiedlichsten Duftstoffe freigesetzt werden. Es riecht nach Fleisch, nach Kohle, nach Gemüse, verkohlt oder verbrannt. Es gibt gerade am Wochenende kaum Möglichkeiten einen Spaziergang zu unternehmen ohne mit diesen Gerüchen konfrontiert zu werden.
Und dann sind da die Gerüche, die vom Menschen ausgehen. Von verschwitzten aber auch von gepflegten Menschen. Denn auch Deo und Parfüm mit ihren vielen unterschiedlichen Dufteigenschaften werden gehäuft eingesetzt und „vernebeln“ die Umgebung.  Diese künstlichen Duftstoffe nehmen mit der Anzahl der Personen und mit steigenden Temperaturen massiv zu.

Visuell, auditiv und olfaktorisch fühle ich mich mit oben genanntem,  im Sommer mehr Reizen ausgesetzt als beispielsweise im Winter, wenn die Menschen sich in warmen Gebäuden aufhalten und die Sonne einige Stunden weniger und „sanfter“ strahlt.  Der Sommer ist für mich heller, lauter und stickiger als andere Jahreszeiten und aus dieser Wahrnehmung entspringt die Eingangsaussage: „Ich mag den Sommer nicht“.

 

Klinikmarathon und verbale Missverständnisse

Das Herzkind hatte in den letzten Tagen einen – dann aber doch zwei Termine – in der Kinderklinik. Ich war hinterher (und fast vorher schon) so fertig wie nach einem Marathon. Aber von vorne.

Nach einigem Mailkontakt mit ansäßigen Ärzten und zwei Kinderkliniken ob eine Untersuchung nötig ist war klar das dem so sei. Für eine Klinik waren wir bei der falschen Krankenkasse versichert und sie verwies auf ambulante Spezialisten. Davon ergoogelte ich nur wenige in näherer Umgebung  und diese Ärzte konnten Termine teils erst in einigem Monaten oder wegen technischen Schwierigkeiten gar nicht vergeben. Die zweite Kinderklinik verwies anfangs ebenfalls auf ambulante Praxen, schrieb dann aber später erneut eine Mail, dass eine Untersuchung dort doch möglich sei. Die Assistenz vereinbarte anschließend telefonisch einen Termin. Es wurde direkt darauf hingewiesen, dass wir zwei Überweisungen vom Kinderarzt benötigen.

Einige Tage vor dem Termin wollten wir die Überweisungen beim Kinderarzt abholen. Dieser stellte jedoch nur eine aus und meinte wohl das dies so schon richtig sei.

(Über)Pünktlich erschienen wir dann zum Termin in der Klinik. Hier wurde direkt gefragt ob wir nur eine Überweisung hätten was ich nur bejahen konnte. „Haben sie keine zweite?“ „Nein.“ (Warum eigentlich diese zweite Frage, wenn diese mit der ersten schon beantwortet ist?)

Nach zwei Unterschriften meinerseits und der Datenaufnahme vom Herzkind sollten wir im Wartebereich Platz nehmen. Dieser war zu meinem Glück leer – nur das rauschen einer Lüftungsanlage oder ähnlichem war sehr störend sodass ich fast zu meinen Ohropax griff. Das Herzkind unterbrach immer mal wieder mein taktiles und verbales Stimming (weil es ihr peinlich ist).

Einige Minuten später kam die Schwester von der Anmeldung zu uns und fragte ob es mir denn möglich sei eine zweite Überweisung zu besorgen. Ich bejahte abermals. Sie ging wieder.

Weitere Minuten später wollte sie gerade an uns vorbeilaufen, sah uns an und fragte warum wir denn noch dort sitzen würden. Das Herzkind sprach: „Wir wurden noch nicht aufgerufen.“ woraufhin wir zur Antwort bekamen: „Sie wollten doch eine zweite Überweisung holen?“  Wollten wir das? Nein wollten wir nicht. Sie fragte vorher ob ich sie besorgen könnte. Dies hätte ich am nächsten Tag getan und nachgereicht. Ich war verwirrt.

Nach kurzer Schweigezeit meinte sie dann ,stimmt das sei ja jetzt gar nicht möglich da die Kinderarztpraxis an diesem Nachmittag geschlossen ist. Sie müsse uns nun einen zweiten Termin geben. Ich fragte mich innerlich ob dies nun heisst dass wir endgültig gehen sollen, es war mir jedoch nicht möglich dies zu verbalisieren. Zum Glück erklärte sie aber kurz darauf „Heute machen wir dann nur die Untersuchungen die mit dieser Überweisung möglich sind, der Rest wird dann beim nächsten Mal gemacht.“ Meine Nachmittagsplanung war damit glücklicherweise nicht ganz gestrichen worden und ich konnte mich am Tagesplan weiter „festhalten“, trotz nun leicht verstärkterer innerer Unruhe und stärkerer Belastung durch das Geräusch der Lüftung (?) und dem Neonlicht.

Die Wartezeit bis die Ärztin uns abholte war anschließend nur noch gering. Es wurden im Untersuchungszimmer weitere Daten aufgenommen. Einige Fragen konnte ich nicht beantworten, anderen Antworten musste das Herzkind übernehmen. Sie wurde untersucht und es wurde (wie angekündigt) Blut abgenommen. Die Ärztin war sehr freundlich und erklärte dem Herzkind vorher auch genau was alles gemacht wird und ob sie damit einverstanden sei.
Im Anschluss bekamen wir erste Prognosen, die aber natürlich noch keinen genauen Befund ergeben. Der zweite Termin wurde für den nächsten Tag ausgemacht. Ich war mittlerweile nicht mehr richtig aufnahmefähig und bereits im Tunnelblick, fixierte nur noch Fixpunkte im Raum und mein Kopf war mit den bereits ausgesprochenen Worten und Handlungen im Arztzimmer voll. Ob der Termin für mich passte konnte ich daher nicht mehr wirklich einschätzen und „benickte“ es um den Termin zu Ende zu bekommen.

Nach einer kurzen Pausenzeit meinerseits ausserhalb der Klinik, die das Herzkind damit verbrachte sich in der Cafeteria zu stärken, realisierte ich langsam was der Termin am nächsten Tag für mich bedeutet. Planänderung, einen anderen Termin absagen und vor allem ein vorheriger Gang zum Kinderarzt um den Überweisungsschein zu holen.

Am Abend plante ich dann den neuen nächsten Tag mit dem Gang zum Kinderarzt am Vormittag und dem Termin in der Klinik in zwei unterschiedliche Abteilungen am Nachmittag.

Das Chaos brach am nächsten Tag trotzdem aus. Innerlich so stark, dass ich drauf und dran war alles abzusagen. Warum? Das folgt im nächsten Beitrag.

 

 

 

Januar-Rückblick

Die ersten zwei Wochen waren noch geprägt vom anstrengenden Dezember. Mein Kraftbalken lief stets auf Reserve.  Raus gehen war (und ist noch) ein großes Problem. Einfach, weil ich versuch(t)e die Aussenreize so minimiert wie möglich zu halten. Es gab Tage, da konnte ich nicht einmal mehr in den Keller gehen um die Waschmaschine anzustellen. Mir hätten Nachbarn begegnen können und das wäre mir einfach schon zuviel gewesen.

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Ein Termin beim Hausarzt stand seit langem mal wieder an. Die Schilddrüsenmedikamente müssen wieder angepasst werden. Ich mag die Termine beim Hausarzt nicht und bin sehr froh, dass ich da nicht so häufig hin muss.  Wäre ich oft krank würde ich wohl den Arzt wechseln. Das Blutabnehmen übernehmen die Schwestern dort im Labor, das ist noch gut erträglich, aber ins ziemlich chaotische Arztzimmer zum Arzt den ich absolut nicht einschätzen kann, der merkwürdige Fragen stellt und manchmal für mich unverständliche Aussagen macht gehe ich ungern.

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Im Mai würde meine EU-Rente auslaufen, daher schickte mir die RV, schon im Dezember, einen Verlängerungsantrag. Diesen konnte ich erst im Januar ausfüllen, da es doch auch erschöpfte. Sich so genau mit sich selbst beschäftigen, wirklich nachspüren wie es tatsächlich ist fordert ziemlich Kraft.
Nur 11 Tage nach absenden des Verlängerungsantrags bekam ich die Weiterbewilligung bis Mai 2016. Von der Schnelligkeit der Bearbeitung war ich doch ziemlich überrumpelt. „Schwarz auf weiss“zu sehen wie beeinträchtigt ich bin und das arbeiten nicht möglich ist, ist kein schönes Gefühl. Auch wenn ich weiss, dass es richtig ist so. Ich bin nicht stolz darauf auf den Staat angewiesen zu sein.

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Durch einige Zufälle fielen Anfang der vierten Januarwoche mehrere Termine aus. Weil ich bemerkte dass ich wirklich am Ende mit meiner Kraft war und auch die Option in die Klinik zu müssen um den Balken wieder aufzufüllen „im Raum stand“ machte ich einen cut. Entweder Klinik oder diese Tage ohne Termin nutzen und mir quasi einen Klinikalltag zu Hause erschaffen. Ich entschied mich für letzteres.

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Gefühlsmäßig würde ich sagen taten die Auszeittage gut. So gut, dass ich nun sagen kann ich habe Kraft mich auf ein „Abenteuer“ einzulassen. Ich habe gestern tatsächlich eine Fahrt über ein komplettes Wochenende gebucht und werde zu einer lieben Leserin fahren. Ganz bewusst ohne das Herzkind. Es wird ein Wochenende für mich werden. Für uns. Zum noch besseren kennenlernen, zum persönlich danken können und zum „ich sein“- weil sie es mir ermöglicht! Ich könnte dafür jetzt schon Danke sagen. 🙂

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Das Herzkind hat den Vorlesewettbewerb der Schule gewonnen und wird Ende Februar im Kreis- und Stadtentscheid gegen die Gewinner anderer Schulen antreten. Über ein paar gedrückte Daumen würde sie sich freuen.
(Sollte sie den Stadtentscheid gewinnen würde es im März/April zum Bezirksentscheid gehen, anschließen „kämpfen“ die besten Vorleser/innen jedes Bundeslandes von Ende April bis Mitte Mai um den Landessieg. Die 16 Landessieger werden zum großen Finale am 2. Juli nach Berlin eingeladen. [Und nach Berlin wollten wir gerne mal.] )

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Es gibt noch drei Mails die ich beantworten muss/möchte. Es tut mir leid, dass ich da nicht immer sofort antworten kann. Kommunikation ist auch schriftlich manchmal nicht so einfach.
Ich habe mich im Januar um ein anderes Herz“projekt“ kümmern wollen/ gekümmert, bei dem ich einige Mails schreiben musste und meist war anschließend meine Konzentration aufs schreiben und verfassen von Wörtern/Sätzen ausgeschöpft.

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Ich vermisse die Natur. Aber wie oben schon beschrieben ist rausgehen gerade schwierig. Um in die Natur zu kommen müsste ich einige Hindernisse überwinden. Ich müsste es schaffen vor die Tür zu gehen, ich müsste durch den Strassenverkehr und mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Ich muss mich auf neues einlassen. Die „Angst“ vor dieser Reizüberflutung lässt mich meist schon im Flur wieder einen Rückzieher machen. In der ehemaligen Wohnung brauchte ich nur hinters Haus zu gehen. Dort gab es eine Allee, ganz ohne Autos und Lärm. Manchmal tat es gut diese auf und ab zu gehen und ein wenig draussen zu sein.
Meine Assistenz hat mir nun vorgeschlagen einen unserer nächsten Termine zu nutzen um mit dem Auto hinaus in den Wald zu fahren. Ich bin sehr dankbar über diesen Vorschlag, habe ich doch gerade auch in den Momenten wo ich spürte meine Kraftreserven gehen zu neige, darüber nachgedacht mich jedoch nicht getraut zu fragen. In der Natur kann ich ein wenig Kraft schöpfen. Schon als Kind bin ich immer in den Wald gegangen, weg von der Zivilisation, dem Stress den andere Menschen aussenden und verursachen, den Bedrängungen und nicht flüchten können wenn es mir zuviel wird.

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Ich würde gerne mehr bloggen, aber mir fehlen oft die Themen und Worte. Vermutlich liegt das auch an meinem Gedanken, es sollte dann immer ein guter Text sein und nicht nur ein paar dahin geschriebene Worte – ohne Erklärung und schwierig zu erfassen, weil der Bezug fehlt.