mitten auf der Autobahn

Stelle Dir vor, du stehst in der Mitte einer stark befahrenen, dreispurigen Autobahn. Große, kleine, gelbe, rote, blaue, grüne Fahrzeuge mit Licht, ohne Licht, mit neonfarbener Werbung, diversen Aufschriften – einfach die gesamte Farbpalette an Kraftfahrzeugen rauscht in sekundenschnelle an Dir vorbei.

Hinzu kommen die diversen Fahrgeräusche von vorne, hinten, links und rechts. Mitunter ein ärgerliches, ohrenbetäubendes hupen, weil Du ja mitten im Weg stehst.  Nicht zu vergessen die zwischendurch schrillen Sirenen der Einsatzfahrzeuge.

Stelle Dir nun vor dies müsstest Du täglich bis zu dreimal erleben. Wie lange hältst Du es aus?  Schaffst Du es dreimal täglich für jeweils 15 Minuten? Schaffst Du es länger? Wie viel Pausenzeit würdest Du zwischendurch benötigen bevor Du Dich wieder dem Stress aussetzt? Wie viele Tage hintereinander schaffst Du diese Prozedur? Eine Woche, ein Monat, ein Jahr?

Du denkst niemand würde sich diesem Stress aussetzen? Da irrst Du Dich. Ich erlebe ihn fast täglich. Beim Besuch im Supermarkt,  beim Gang durch die Stadt, in Geschäften, bei der Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln, kurz gesagt bei jeder Form von Menschenansammlungen. Das oben beschriebene ist meine Wahrnehmung in diesen Situationen. Ungefiltert stürzt alles auf mich ein.  Vorbeigehende Menschen sind die „Fahrzeuge“. Ihre Unterhaltungen der „Verkehrslärm“, ihre Kleidung und die Farben der Umgebung die bunte Farbpalette. Es strengt an. Wahnsinnig an.
Und darum gibt es Tage da ist ein Gang nach draußen einfach nicht möglich.  Da ist schon das zappelnde Kind neben mir eine Herausforderung, die Stimmen aus dem Fernseher keine Minute ertragbar und der Tag nur aushaltbar mit Ohropax, Sonnenbrille und Rückzug unter die Decke.

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4 Kommentare zu “mitten auf der Autobahn

  1. Pingback: Januar-Rückblick | das Leben einer etwas anderen Kleinfamilie

  2. Ich glaube nicht, dass ich mir wirklich vorstellen kann wie das ist. Ich versuche mich hineinzufühlen…puh. Das muss der absolute wahnsinn sein und ich finde es beeindruckend, dass du dennoch rausgehst und mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährst.

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