„wie Melanie lernt auf sich aufzupassen“ – ein Aufklärungsbuch

Ich habe vor einigen Jahren lange nach einem Buch gesucht, dass das Thema „schütze Dich vor Fremden“ gut anspricht, aber nicht klischeebehaftet ist.  In vielen Aufklärungsbücher ist „der“ Böse leider immer ein Mann mit Bart, meist sitzt er in mindestens einer Szene in einem dunklen oder abgedunkeltem Auto. Gerne werden hier Transporter eingesetzt.  Auch wird immer direkt ein Kind entführt. Es gibt kleine Leser/Zuhörer, die dies sehr verstört, da sie sich mit genau diesem Kind identifizieren und einen absoluten Bezug zur Entführung erleben.  Sie glauben ihnen würde genau das passieren, weil sie sich in der beschriebenen Situation auch „falsch“ verhalten hätten.

Dann fand ich bei einer Präsentation von lies und spiel das Buch: „Wie Melanie lernt auf sich aufzupassen“. Und das war es. Das war das Buch, das ich der Herzenstochter kaufte und das ich mit ihr besprechen wollte.

In dem Buch „wie Melanie lernt auf sich aufzupassen“ wird kein Kind direkt entführt, so das es keine Identifizierungsperson gibt. Es gibt lediglich ein Plakat mit einer Vermisstenanzeige.  Es wird besprochen, dass es „harmlos“ sein könnte (vielleicht ist das Kind nur weggelaufen), aber auch dass manchmal Kinder entführt werden.

Im Buch werden dann unterschiedliche Szenen angesprochen. Denn es ist nicht immer nur der böse schwarze Mann, der gefährlich sein kann.

Es wird besprochen, dass Kinder am Telefon nicht sagen sollten, wenn sie alleine zu Hause sind.  Auch die Haustür sollte dann  nicht geöffnet werden. (Diese Szene fand die Herzenstochter damals etwas gruselig, da sie die Frage stellte ob sie  zu Hause denn nicht sicher sei.)

Im weiteren Verlauf wird erklärt, dass man auch nicht einfach mit Bekannten oder den Eltern von Freunden mitgehen soll ohne dass die eigenen Eltern Bescheid wissen. In einer Szene bemerkt Melanie jemand Fremden in der Schule und macht ihre Lehrerin darauf aufmerksam. Die typische Szene mit dem süßen Hund im Auto wird auch in diesem Buch aufgegriffen. Was ich hier gut finde,  es ist eine Fahrerin und kein möglicher böser Mann.

Melanie bekommt von ihrer Mutter Tipps wie sie sich in vermeintlich gefährlichen Situationen verhalten kann und erfährt am Ende auch, dass diese Tipps hilfreich sind. Im gesamten Buch gibt es nie eine wirklich ernsthafte Gefährdung.

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Uns hat dieses Buch sehr geholfen über die unterschiedlichsten Situationen zu sprechen und ich empfehle es immer wieder gerne weiter.

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3 Kommentare zu “„wie Melanie lernt auf sich aufzupassen“ – ein Aufklärungsbuch

  1. Das ist eine wirklich sehr gute Buchempfehlung. Leider werden das typische Klischee sonst viel zu oft verwendet. Danke auch @evilmichi, schau mir auch gleich Deinen Link mal an.

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