Rehachaos – und es nimmt kein Ende

Nachdem meine Assistentin  mit dem Oberarzt, der einige Tage später erst erreichbar war,  telefonierte, ihm die Situation und gewisse Bedingungen erklärte, war auch dieser der Meinung, dass das Therapiekonzept der Klinik nicht das richtige für mich sei. Er wollte dem Rentenversicherungsträger die Unterlagen zurück senden und eine Begründung schreiben, warum er die Aufnahme ablehnt.  Etwa 1-2 Wochen später (genau weiss ich es nicht mehr) rief meine Assistentin erneut bei der RV an um sich zu erkundigen, ob dies geschehen ist. Sie bekam die Aussage das nun eine neue Klinik gesucht wird.

In den Ferien machte ich mir nicht viele Gedanken um die Reha. Ich war froh, dass ich diese Zeit planen konnte und sie damit strukturiert war ohne den ständigen Gedanken es könnte umgeändert werden. Nach den Ferien jedoch kamen die Fragen erneut in mir hoch. Wann muss ich fahren? Wohin muss ich fahren? Fahre ich alleine oder mit dem Kind? Es begann wieder der tägliche Gang zum Briefkasten mit der “Hoffnung” endlich etwas zu “hören”.

In der letzten Woche rief meine Vertretungsassistentin  erneut bei der Rentenversicherung an. Dieses Mal bekam sie die Auskunft, dass der Arzt zwar alle Unterlagen zurück schickte, aber wohl keine Begründung dabei lag. Die Verwaltung müsste sich nun nochmal mit dem Arzt in Verbindung setzen. Im übrigen bekam meine VA auch zu hören  “Oh, das liegt aber schon eine Weile hier, da sollte wohl mal was passieren.”

Warten wir es ab. Es bleibt spannend.

3 thoughts on “Rehachaos – und es nimmt kein Ende

  1. Oh, da hat auch Sie die Bürokratenkrake wieder fest im Griff? Leider ist dieses Tier sehr, sehr langsam, was eigentlich immer zu Lasten der Menschen geht, die sie umfängt. Wir können hier auch gerade wieder ein Lied davon singen. Ich drücke Ihnen jedenfalls ganz sehr die Pfötchen, das sich dieses Kapitel endlich zufriedenstellend klärt. ♥lichst Ihr Thor Löwenherz

  2. Ich bin wieder hier!
    Ich hab bei Dir so viel nachgelesen, vieles macht mich traurig. Und doch bin ich froh, dass Du es niederschreibst. Es ist noch immer so, dass ich durch Deine offenen Worte den Zusammenhang finde wenn Robert mal wieder so anders, so undurchsichtig ist. Deine Post erklären mir so oft das Denken von meinem Sohn.
    Ich denk, dass Deine Tochter sehr reif ist und selbst wenn sie hier liest ganz gut damit umgehen und fertigwerden kann. Man unterschätzt seine Kinder oft. Sie ist Deine Vertraute, sie kennt Dich durch und durch. Sie ist aber auch Dein Kind, und soll Kind sein dürfen. Ich wundere mich oft über meine Susanne, wie klar sie es versteht was Autismus ist und wie das Leben mit dem anderen Fühlen und Denken sein muss. Und dann kommen da wieder Tage an denen sie nichts verstehen und nichts mitkriegen will von Robert und seinen Tun und Reden.
    WEisst Du, ich denke schon, dass wir beide tolle Töchter haben, die einfach unsere Mädchen sind, die zu uns gehören.
    Es tut mir leid, dass Deine Reha so eine lange Geschichte wird. Die Reha für Robert war ganz und gar nichts … es war einfach nur erschreckend schlimm was wir dort erlebt haben. Momentan glaub ich nicht mehr dran, dass es für ihn das Richtige gibt! Er kommt mir hier bei uns am beschützten und am glücklichsten und ruhigsten vor. Mir graut vor dem Schulbeginn am Donnerstag!
    So viel…. ich hoffe Du kannst mich verstehen
    liebe Grüsse
    Elisabeth

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