geblockt

Geblockt sind die Tränen, die Gefühle. Auf die Frage ob es mir besser geht habe ich keine Antwort. Sachlich kann ich Situationen schildern, aber ob die Gefühle dazu auch aussen ankommen weiss ich nicht.  Tränen spüre ich innen, aber in der Situation nicht mehr so nah  wie noch vor der Klinik. Irgendwie verschlossener. Es ist schwer erklärbar, aber mir gefällt das nicht.  Es ist ein Schritt zurück. Ein „Gefühle nicht mehr zulassen“.

Ich glaube vor der Klinik war ich den Gefühlen näher, im (schriftlichen) Gespräch, konnten auch mal 2-3 Tränen laufen lassen.  Im persönlichen Gespräch eher nicht, aber da ging auch sachlich nichts mehr. Da war nur noch ein stumm sein da. Ein fühlen. Jetzt merke ich erst hinterher, „hey eigentlich hättest du weinen können“ und „es tut ziemlich weh innen“ und dann reagiert der Körper mit Kopfweh, Übelkeit und Magendrücken.

Schwierig.

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4 Kommentare zu “geblockt

  1. Mhm. Man sagt ja fast ständig, dass Gefühle zulassen wichtig ist. Dass man es muss. Will. Sollte. Aber manchmal, da geht es halt nicht anders. Der Körper verdrängt ja nicht umsonst. Und ich glaube, dass du das Gefühle wieder spüren sollen nicht aus den Augen lassen solltest, es jetzt gerade aber im Hintergrund stehen kann.

    • Das schwierige ist ja, dass sie nicht weg sind. Nur eben NACH der Situation kommen. Wenn es sackt. Dann geh ich bspw. aus der Therapie und könnte weinen. . Und das funktioniert nicht mehr. Ich meine es war ja vorher schon schwer, da gingen auch nur ein paar Tränchen, wenn auch selten (und nur wenn ich allein war).
      Oder ich steige in den Zug und spüre innerliches zittern. Ich merke also das die Traurigkeit da ist, komme aber irgendwie nicht mehr heran.

      Schwer zu erklären.

  2. ich versteh dich so gut.
    mein Thera schrieb mir gestern: es braucht Zeit und Behutsamkeit
    Und irgendwie hat er recht – diese Abwehrmechanismen haben ihren Sinn, die wir vielleicht nicht immer verstehen, die es aber grundsätzlich „gut mit uns meinen“.

    Du kämpfst dich Tag für Tag durch dein Leben – und diese Ungewissheit mit der Rhea – die ja sowas wie der Lichtblick ist, das Ziel auf das ihr hinsteuert – die („letzte“) Hoffnung – zermürbt. Nur dass das aktuell eh schon alles zu viel und mehr mürbe als ganz ist.

    Der Damm hält – und vielelicht hält er dich noch aufrecht – überträgt ein bisschen der Stärker die er gegen die Tränen verwendet – auf dich, um einen weiteren Tag durchhalten zu können – wer weiß das schon?

    Trotzdem – ist es schwer – und das fließen lassen, würde das „innen drin überlaufen“ verhindern oder zumindest sehr viel leichter machen.

    ich denk an dich!

  3. Zur Zeit mache ich ganz ähnliches durch (PTBS) und fühl mich dir näher als je zuvor.
    Herzlieb grüßt dich
    tüftelchen

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