aus der Kategorie „Fragen an mich“

Per Mail oder Kontaktformular bekomme ich manchmal Fragen gestellt. Da einige sich wiederholen denke ich wäre es gut diese Fragen auch hier zu beantworten.

Heute also die Frage(n): „Was passiert eigentlich beim Overload? Wie merkst du das?“

Bemerken tue ich es oft daran, das Reize intensiver werden. Geräusche werden wesentlich lauter wahrgenommen, visuelles tut in den Augen weh. Jede Bewegung die ich visuell wahrnehme ist eindringlicher. Ich muss den Blick abwenden zu Ruhepolen oder im Notfall die Augen schließen.  Meine Ohren schütze ich mit Ohropax oder einfach mit zuhalten der Ohren. Ich fange leicht an zu schaukeln oder ohne Ziel umherzugehen. Sprechen ist nicht mehr möglich oder es kommt zum stammeln bzw. zu Wortfindungsstörungen. Für andere scheine ich innerlich zu verschwinden.

Wenn ich aus der Situation nicht herauskomme, Hinweise eines aufkommenden Overloads nicht wahrnehme oder ignoriere um im Geschehen zu bleiben (weil es vielleicht sein muss) endet es in Kopfweh und Übelkeit. Alles wird zuviel. Aussengeräusche wie tickende Uhren werden abgestellt, ich brauche meine Decke, muss die Augen schließen und mich zusammenkauern/einrollen. Werde ich daran gehindert muss ich laut werden, schimpfen, mich selbst spüren (selbstverletzendes Verhalten) , weglaufen.

Ein Overload ist für mich ein zuviel an Reizen.

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Ein Kommentar zu “aus der Kategorie „Fragen an mich“

  1. Ich lese mich hier gerade durch ihren sehr netten und interessanten Blog und muss sagen, ich kenne solche Overload-Situationen auch. Ich bin kein Aspie, aber ich denke mal, da sind die Grenzen eh fließend. Sicher habe ich diese Overloads nicht so schnell / oft wie Sie, aber ich kann es durchaus nachfühlen. Sie kommen bei mir auch nicht nur, wenn zuviele Außenreize auf mich einströmen, sondern auch, wenn ich selber in einen zu starken Flow gerate, wenn mich eine Tätigkeit so mitreißt, dass ich selber immer tiefer drin versinke, schneller damit werde und nicht mehr damit aufhören kann.
    Danke für diese vielen interessanten Einblicke in ein anders getaktetes Leben. Es ist als Aspie sicher nicht leicht, in unserer Gesellschaft zu leben und trotzdem man selbst zu bleiben. Das fällt mir auch nicht leicht, auch wenn ich mich leichter anpassen kann – ob das aber so wünschenswert ist, sei dahingestellt…

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