Therapiehausaufgabe

Meine Hausaufgabe ist es jeden Tag mindestens 3 positive Dinge aufzuschreiben. Dinge, die mir gut tun. Nur wie kann ich das differenzieren? Es gibt sicher viele positive Dinge, doch ich fühle dabei nichts. Nichts tragendes. Vielleicht für diesen einen Moment. Dieser Augenblick ist irgendwann vorbei und Vergangenheit.  Es hält mich nicht.

Welche Dinge waren es heute?

Ein wundervoller Sonnenaufgang, der mich wieder zur Kamera greifen ließ. Der mich völlig in seinen Bann zog.

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Eine Pflanze die wieder anfängt zu blühen.

Kaffee trinken mit der Sis.

Dabei schäkern mit dem Schulterschmuseknirps.

Von seinem lachen immer wieder verzaubert sein.

Meine Nase in seinen Nacken legen und Babyduft einatmen.

„Verflixxt“ spielen mit der Herzchaostochter.

Anschließend mit ihr quirkeln.

Mit der Herzchaostochter Fenster putzen und die Bilder von Ilana ans Fenster anbringen.

Tulpen von der Sis geschenkt bekommen damit der Frühling einzieht.

„Marie anderswie“ weiterlesen und soviel wiedererkennen.

Dabei auch immer wieder an die Blogleserin denken, die meinen Wunschzettel entdeckte und mir dieses Buch zukommen ließ.

Einige Pflanzen umtopfen und damit Farbe in die Wohnung bringen.

Mein Eulenbild wieder aufhängen.

***

Soviel ist heute geschehen. Dennoch kann ich nicht sagen, dass es mir Kraft gibt. Das ich mich gut fühle. Ich funktioniere. Diese positiven Dinge, die heute im Laufe des Tages geschehen sind waren da. Weitere Punkte in meinem Lebenslauf. Mehr nicht.

Und dann müssten hier noch einige Worte hin, die diesen Beitrag wieder zu sehr ins negative stellen. Belassen wir es dabei.

Habt ihr heute positives erlebt? Wie fühlt es sich an? Was macht es mit euch?

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10 Kommentare zu “Therapiehausaufgabe

  1. Hi, lese heute zum 1. Mal auf deinem Blog, weiß nichts über dich, aber ich bewunderte deine Morgenhimmelbilder und erinnerte mich, dass auch hier der Himmel verzaubert war. Ich lächelte bei der Vorstellung, wie du mit dem Schulterschmuseknirps schmust – die vielen kleinen Dinge, die du beschreibst, die dich berührten, kurz, sanft und doch auch in Erinnerung blieben und nachwirken, denn du hast sie aufgeschrieben. Sie waren da, die kleinen positiven Dinge, du hast sie bemerkt.

    Vielleicht bist du damit reicher, als du glaubst.

  2. Die Tatsache, dass du diese schönen Dinge gesehen hast und für einen kurzen Moment geniessen konntest, ist ein erster und wichtiger Schritt aus dem Grau.
    Gehe ich von mir aus (ich weiß ja nicht, wie andere Menschen empfinden), wäre es ein Zeichen dafür, dass es mir (etwas) besser geht. Denn in einer kritischen Situation würde ich diese Dinge erst gar nicht wahrnehmen können.

    Die Sonnenaufgangsbilder sind wunderschön.

    Sabine

  3. Hallo liebe Herzchaosmama,

    es geht mir in den letzten Wochen sehr ähnlich, mit deinem eintrag hast du mir so sehr aus der Seele geschrieben. Gab es heute positives bei mir? Wahrscheinlich schon. Es gab Dinge, die mir früher freude machten und mir gut taten und Dinge, bei denen ich rückblickend wahrscheinlich sagen werde: das tat mir gut. Heute, vor allem jetzt und in den Momenten des Tages kann ich es dir nicht sagen.

    Ich wünsch dir soviel Farbe, soviel Licht und Kraft. Nicht in der Wohnung, sondern in dir, deinem Herzen, in deiner Seele.

    Ich denk ganz oft an dich.

  4. Pingback: Dreimal täglich positiv « Stahldame

  5. Pingback: Funktioniert | A Planet on Earth

  6. Mir bringt es auch selten in dem Moment etwas, wenn ich es aufschreibe. Aber wenn ich sage „Immer ist alles doof.“, dann kann ich mir damit beweisen dass es nicht so ist.

    Und ich will auch quirkeln <.<

  7. Hmm – aber du hast es wahrgenommen, es hat dichangesprochen, auch wenn du es nicht gefühlt hast – war die Aufmerksamkeit in dem Moment da.

    Und das ist glaub ich der Sinn dahinter – dass in dem grau und dunkel, diese Lichtblicke nicht verlorengehen, dass man bewusst nochmal überlegt – was war gut – auch wenn man es nicht so gefühlt hat, weil das immer noch gedämpft.

    Sich bewusst zu machen, dass es auch gutes gab, wenn auch noch mit dem bitteren Beigeschmack, es nicht fühlen zu können – trotzdem zu sehen – es gab solche Momente, von denen man weiß, die waren gut und die gibt es selbst in den dunklen Zeiten.

    Wie die Sterne – du siehst sie nachts nicht, aber weißt sie sind da – und irgendwann – kommt wieder eine traumhafte klare Nacht und du kannst sie wieder sehen – und spüren.

    Ich denke an dich 🙂

  8. Ich finde, funktionieren ist völlig okay und auch ein Grund zur Freude.

    Meine gestrigen Highlights:
    – endlich mal ohne Mühe eine Stunde früher im Büro sein als sonst
    – das Gefühl, in der zusätzlichen Stunde richtig produktiv gewesen zu sein
    – ein weiteres Lob für die am Montag mitgebrachten Ingwerplätzchen
    – der Film „Ziemlich beste Freunde“

    Blumen hab ich übrigens leider keine in der Wohnung bzw. nur auf Stoff. 😉

  9. So viele schöne Moment, die Du da hattest. Lies sie, wenn Du Dich schlecht fühlst.Mir hilft das dann immer zu sehen, dass die Welt doch nicht so grau ist, wie ich grad glaube

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