die Geschichte eines Fotos (2/3)

Der Tag war von mir gut durchgeplant, denn auch Tagesfahrten brauchen eine gute Planung um in ungewohnter Umgebung nicht den Halt zu verlieren.

Pünktlich 20 Minuten vor Abfahrt  trafen wir am Sammelplatz ein, ich erklärte der Chaostochter wo im Bus ich gerne sitzen möchte, da nicht jeder Platz für mich angenehm ist. Sie steigt immer als erstes ein, da ich im Blick haben möchte das sie im Bus ist. Sie aus den Augen zu verlieren bedeutet für mich Stress, selbst wenn sie nur wenige Meter hinter mir wäre. Da wir sehr früh am Parkplatz eintrafen konnten wir auch als eine der ersten einsteigen, somit war der gewünschte Platz gesichert. Die Fahrt dauerte eine Stunde und Ziel war ein Wasserwerk das wir uns anschauten.

Nach der 2 stündigen Besichtigung fuhr der Bus  zwei Haltestellen an und wir konnten selbst entscheiden wo wir aussteigen. Der erste Halt war an einem Schiffsanlegeplatz  und der zweite  an eine Mündung des Sees an der man baden könnte. Die Haltestellen lagen etwa 40 Minuten Fußweg voneinander entfernt. 4 Stunden Aufenthalt waren angedacht. Da das Wetter nicht badetauglich war plante ich schon zu Hause den ersten Halt zum aussteigen zu nutzen, eine Schiffstour zu machen und anschließend den Wanderweg zu nutzen und 40 Minuten zum zweiten Bushalt zu laufen.

Bei der Besichtigung des Wasserwerks wurden wir in kleinere Gruppen eingeteilt, dies war sehr angenehm. Es gab mehrere Stationen so das es immer wieder Möglichkeiten gab einen Moment in Stille zu verweilen und einfach nur zu schauen. Auch der weitere Tagesverlauf lief wie geplant. Einzig die Abfahrtszeit wurde auf Grund des Wetter um eine Stunde vorverlegt.

Die Schiffsfahrt konnten wir nutzen um ein wenig zu entspannen und die anschließende Wanderung durch den Wald war einfach nur begleitet von einem tollen Gefühl Natur zu genießen. Die vereinzelten Regentropfen die vom Himmel fielen nahmen wir sehr intensiv wahr. Wir beobachteten wie sie auf ein Blatt aufschlugen und langsam wieder herunterrollten. Wir beobachteten Ameisen und kleine Käfer die unter Sträuchern und Blättern Schutz vor der Nässe suchten. Fast alle Menschen die uns begegneten schimpften über das Wetter, wir genossen es.

Nach gut 70 Minuten kamen wir an der Flussmündung an. Hier gab es eine große Strandbar in der die meisten der „Mitreisenden“ verweilten. Wir gingen hinunter zum aufgeschütteten „Strand“. Wir hatten den gesamten Abschnitt für uns, zogen unsere Hosenbeine nach oben und wateten durch das Wasser. Es war herrlich erfrischend. Minutenlang ging ich auf und ab, während Chaostochter anfing eine Sandmulde zu bauen. Einige Meter entfernt erblickte ich den Stuhl. Er stand allein unter einem Baum und ich fühlte mich ihm gleich sehr nah. Ich weiss nicht was dieses Gefühl auslöste, ich spürte einfach etwas verbindet uns.

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