Positives

… würde ich gerne heute veröffentlichen, denn in mir nagt das Gefühl in letzter Zeit habe ich hier oft negative Emotionen niedergeschrieben. Doch es ist so, das mich momentan vieles beschäftigt und ich nicht weiss ob ich das positive wirklich wahrnehme. Da ist zur Zeit die Sorge um die Chaostochter wegen ihrer starken Schlafstörungen und dem Bauchweh das immer mal wieder auftritt. Da ist die eigene Körperempfindung die mir momentan manches mal Angst macht (denn plötzlich verkrampfen sich die Hände und Arme, vor allem wenn ich draussen unterwegs bin). Da ist die Erinnerung die immer wieder auftaucht und im Herzen schmerzt, obwohl das nicht mehr sein sollte.

An Ilana und Caia denke ich sehr viel, habe mir Videos angeschaut und frage mich wie Ilana das schaffen kann, mir würde es das Herz zerreissen. Ich weiss aber auch wie schnell so ein Tier einem ans Herz wachsen kann, gerade weil Caia so bezaubernd ist. Ihre Fell-Zeichnung und ihre Augen können einen schon auf den Bildern so gefangen nehmen, das dies für vieles Entschädigen kann.  (So  wie auch eine Mutter jeden Schmerz vergisst sobald sie ihrem Baby in die Augen sieht. ) Dann lese ich Erfahrungsberichte, dass es mit Medikamenten unter Kontrolle gehalten werden könnte. Ob das bei Caia gelingt hängt ja  zum einen von den weiteren Ergebnissen der Blutuntersuchung ab, als auch von den Kosten für die Medikamente und ob sie überhaupt eine gute Wirkung erzielen würden. Was nicht immer der Fall ist!

Ich weiss da draussen in der Welt geschieht aktuell  auch viel, aber dafür fehlen mir die Worte und ich kann das zur Zeit auch gar nicht aufnehmen. Es ist im Moment unerreichbar für mich, weil es nicht mehr passt, weil dafür keine Kapazität mehr in meinem Kopf ist. Ich muss erst mein nahes Umfeld wieder unter Kontrolle bekommen, dann kann ich  vielleicht über die Grenzen schauen.

Wenn ich unterwegs bin (aber auch zu Hause),  singe ich im Moment wieder viel. Leise vor mich hin oder auch laut. Denn nur so ist es ertragbar, all das was rundherum passiert. Ich singe Wörter die es nicht gibt, weil sie genauso irreal sind wie alles andere  unbegreifliche. Weil diese Worte all dem Unbegreifbaren Namen geben über die ich dann lachen kann. Dann wird es erträglich, das Leben.  Zum Glück macht die Chaostochter diesen Quatsch mit und denkt sich nicht was für eine „merkwürdige“ Mama, die sich hier wie ein Kleinkind benimmt. Sie findet es meistens witzig. Nur draussen  ermahnt sie mich manchmal nicht zu singen, das ist ok. Aber leider habe ich das selten unter Kontrolle, dann sage ich ok und  singe  plötzlich doch  weiter leise vor mich hin.

Advertisements

2 Kommentare zu “Positives

  1. möchte dir einfach einen lieben Gruß da lassen 🙂

    Und was Caia angeht – ja die Anfälle sehen schlimm aus, hören sich schlimm an (was mir mehr zu schaffen mach), aber:
    ich kenne Epilepsie, hatte früher selber Anfälle und ich weiß, dass Caia da nicht leidet – es ist eine Minute, vielleicht mal 2 – aber solange es nichts ansteckendes ist, ist es etwas mit dem sie gut leben kann. Die Anfälle selbst – kriegt Caia nicht mit.

    Die Medikamente selbst sind dann nicht so teuer – aber halt die Untersuchungen jetzt – aber auch das kriegen wir hin :).

    Ich denke an dich und auch an Chaostochter und schließe euch in die Gebete mit ein 🙂

hinterlasse deine Meinung

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s