zwischen zwei Stühlen – zwischen Innen und Aussen

Das Gefühl in mir sagt  mir diese Worte. Diese Worte, die in der Überschrift stehen. Denn momentan klappt es aussen etwas besser – Haushalt, Alltag etc.  Aber wenn ich mich selbst an schaue, mein Ich, dann sehe ich etwas anderes. Die Selbstverletzungen  auch durch Stereotypen, sich selbst spüren, durch den Versuch das Innen zu beruhigen sind wieder stark. Sichtbar. Selbst im Gesicht. Niemand weiss wie diese Verletzungen entstehen, es könnten Unfälle sein, niemand weiss das ich mir diese selbst herbeigefügt habe, weil niemand sieht,  wie es innen aussieht. Meine Therapeutin würde es sehen, zumindest an den Händen, an den Fingern. Doch draussen sieht es niemand, denn die Hände sind verkrampft, die Finger versteckt in der Faust und Stulpen darüber.

Momentan schaffe ich es häufig nur mich  in Stichpunkten zu äußern, Worte finden fällt schwer. Stichpunkte, die dann in den Entwürfen gespeichert werden, weil sie unschlüssig sind. Unschlüssig für die Welt da draussen. Weil ich ja funktionieren muss. Funkionieren will! Dann ist es doch egal, das es  zu diesen Verletzungen kommt, dann ist es doch egal, das es innen nicht stimmig ist. Das Gefühle durch die Aufgaben im Alltag verdrängt werden. Aussen funktioniert. Immer mehr, immer besser. Die Aufgaben im Haushalt funktionieren besser, es wird wieder ordentlicher – aussen. Das Innen bleibt im Hintergrund, ich sehe nur meine Verletzungen und spüre nichts. Oder zuviel, weil es Trauer ist, Sehnsucht, Angst, das Gefühl aussen allein zu sein.

Ein Zwiespalt. Ein Sein zwischen dem und dem. Zwischen „Normal“ sein – für die Welt funktionieren und Autist sein – in meiner Welt. Ein Schicksal das wohl gerade Menschen mit Asperger kennen, weil sie für alle erstmal normal wirken, nicht autistisch, weil sie sich äußern können und funktionieren können wenn sie Muster erkannt haben und auch erlernten diese umzusetzen um sich anzupassen an diese Welt.
Das sie überfordert sind, zuviel wahrnehmen und innen viel mehr verarbeiten müssen sieht niemand, weil Menschen mit Asperger es auch verbergen können für einen Moment. Für den Moment in dem sie mit Mitmenschen zusammen sind. Was danach geschieht, wenn sie wieder allein sind, weil sie geflüchtet sind aus der Situation oder gehen konnten, das sieht niemand.

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7 Kommentare zu “zwischen zwei Stühlen – zwischen Innen und Aussen

  1. Also, wenn ich mich richtig auf das konzentrieren würde, was das Außen von mir fordert (Bewerbungen, Fortbildung, Hausarbeit), dann bliebe auch keine Zeit zum Bloggen, Bloglesen und intensiven Nachdenken.
    Ich finde das aber nicht grundsätzlich schlimm.

    Selbstverletzen solltest Du Dich natürlich nach Möglichkeit trotzdem nicht … vielleicht solltest Du stricken lernen? Damit die Hände was zu tun haben beim Nachdenken?

  2. Deinen ersten Abschnitt verstehe ich nicht ganz im Bezug zum Artikel. Entschuldige!

    Diese Selbstverletzungen entstehen leider durch Stereotypen und durch das sich selbst fühlen müssen völlig unbewusst. Sie können nicht unterdrückt werden, da sie vermutlich aus innerer Überforderung und Anspannung entstehen. Meistens bekomme ich es erst am nächsten Morgen mit, weil ich mich damit soweit beruhige, das ich irgendwann in den Schlaf falle.

    Selbstverletzungen wo ein direkter Trigger oder Drang da ist, habe ich momentan mit Skills ganz gut unter Kontrolle. Stricken würde in den Momenten gar nicht gehen.

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