Tränen in der Weihnachtszeit

Und plötzlich flossen die Tränen!
Es gab keinen Ärger, Chaostochter freute sich über ihre Geschenke, wenn es auch nicht die von ihr gewünschten waren, waren es welche die ihr sehr gefielen. Die Familie saß mal wieder beisammen und es hat mich nicht sonderlich gestresst, die Festtage waren eigentlich sehr entspannend, doch dann ganz plötzlich am Vormittag des  2. Weihnachtsfeiertages flossen die Tränen. Ich spülte gerade das Geschirr und es überkam mich eine tiefe Traurigkeit. Dann war da wieder der Gedanke an „dich“, der Gedanke daran, dass dieses Jahr Weihnachten ganz anders war als Mitte des Jahres geplant. Irgendwie war es doch eine innere Überforderung, weil mein Alltag eben nicht nach der üblichen Struktur ablief. Alles war anders! Es war nicht einmal so, wie die Feiertage in den vergangenen Jahren. Es fehlte Struktur, es fehlte Halt!
Die Traurigkeit nahm mich den gesamten Tag über ein, immer wieder schnürte sich meine Brust zu, immer wieder schossen mir Tränen in die Augen, immer wieder dachte ich dabei an „deine“ haltende Hand. Hätte gerne jemanden bei mir gehabt, der dies mit mir aushält, der mich endlich einmal von diesen versteckten Gefühlen befreit. Der mich weinen lässt und einfach nur da ist. Der es schafft, dass ich nicht wieder davon laufe vor diesen Gefühlen. Der mir hilft all das, was da in mir brodelt heraus zu lassen. Doch dann müsste ich den Schmerz zulassen, müsste jemandem meine Tränen zeigen, müsste mir selbst eingestehen, dass ich doch mit all dem noch kämpfe. Also lieber verdrängen, die Tränen schnell wegwischen, versuchen mich abzulenken, bis es sich zum Abend zuspitzt und ich Angst vor meinen eigenen Plänen habe, weil alles so hoffnungslos erscheint, weil die Überforderung mit allem sofort dieses tiefe Loch aufreisst. Und so war es irgendwie doch ein Weihnachtsfeiertag wie ich ihn auch im letzten Jahr erlebt habe, voller Trauer, Sehnsucht, dem Gefühl der Einsamkeit und den Gedanken aufzuhören.  Aufhören zu kämpfen, aufhören zu fühlen, aufhören zu leben. Überfordert mit mir und der Welt!

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3 Kommentare zu “Tränen in der Weihnachtszeit

  1. Ich denke, auch diese „Einkehr“ gehört zu Weihnachten, zum Jahreswechsel dazu.
    Ich schicke Dir mal die Sonne vorbei, wenigstens in Gedanken. 🙂 Damit Du neue Kraft tanken kannst. 🙂

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