und alles war und ist anders

Ja, ich kann sagen bis auf den 2. Weihnachtsfeiertag – der emotional sehr anstrengend war –  hatten wir schöne und ruhige Feiertage. Dennoch war es anders, nicht schlecht, aber anders! Gefreut hat es mich, Weihnachten im Schnee zu verbringen, die Winter-Wunder-Landschaft anzusehen, durch den tiefen Schnee zu stampfen und  es geniessen zu können. Einige Stunden gemeinsam mit der Familie verbringen – wenn auch überlagert von einem traurigen Ereignis – ,  leuchtende Kinderaugen, eine ausgeglichene Chaostochter und viele Momente an denen wir uns nah sein konnten machten die Tage zu etwas besonderem. Wir haben genossen, gespielt, gelesen und gelacht. Nur die unruhigen Nächte, die Gedanken an vergangene Weihnachten, die fehlenden Gefühle für Weihnachten (selbst der Gottesdienst hat mich in diesem Jahr nicht so sehr berührt) , das ständige Erwachen aufgrund von Erinnerungen und die aufkommenden Tränen machten mir deutlich, dass es noch immer weh tut. Ja, vielleicht liegt es genau daran, dass mir die Stimmung fehlte, dass die Adventszeit nicht das war, was sie sonst war, dass die Feiertage so plötzlich kamen und so schnell vorbei waren.  Aber es war gut und stressfrei, trotz eineinhalb Stunden Bahnfahrt anstatt der geplanten 43 Minuten, trotz vollem Haus bei meiner Schwester, trotz  fehlendem Weihnachtsessen, trotz vieler fehlender Rituale. Ja, im letzten Jahr war Weihnachten noch anstrengender -emotional gesehen- und vielleicht wollte ich die Gefühle von damals innerlich einfach nicht noch einmal aufkeimen lassen, also lieber gleich unbewusst die Tage ausblenden.

Kraft gab mir in diesem Jahr auch, dass wir anderen Menschen eine Freude machen konnten, sei es beim Postkartenwichteln, beim Buchwichteln, beim Wichteln für die Kinder oder weil wir einige liebe Blogger sehr ins Herz geschlossen haben.

Auch das Gefühl, dass es Menschen gibt die an uns denken und uns so viel Gutes getan haben, sei es mit Kommentaren, E-Mails, kleinen Botschaften und auch liebevollen Präsenten gab mir Halt und Zuversicht, das Gefühl nicht allein zu sein. 

Nun ist Weihnachten vorüber und es folgt ein weiterer emotionaler Tag – Silvester. Aber es berührt mich nicht –  noch nicht! Es soll ein Tag sein wie jeder andere auch – zumindest auf der Gefühlsebene.  Ich blende womöglich aus um mich selbst zu schützen. Einfach den Alltag bewältigen, mich erfreuen an der Anwesenheit von Chaostochter und alles andere einfach verdrängen. Einen Tag wie jeden anderen leben und überstehen!

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