irgendetwas ist anders

…. als in den Jahren zuvor. Die Weihnachtsstimmung lässt auf sich warten,  Geburtstage rücken immer näher und ich bin noch völlig unorganisiert. Normalerweise habe ich zu dieser Zeit alle Geschenke beisammen, ein Plan ist gestellt und ich kann mich voll und ganz auf die Gemütlichkeit im Advent konzentrieren. Dieses Jahr fehlt mir aber irgendwie ein Stück Zeit. Ich weiss nicht wo sie geblieben ist, ich weiss nicht warum ich das Empfinden  habe alles geht mir zu schnell. Es fehlt das Gefühl. Ganz plötzlich war der erste Advent da, aber noch keine Idee für ein Adventsgesteck.
Wie in jedem Jahr begannen wir am Samstag vor dem 1. Advent mit dem dekorieren der Wohnung, ich habe gehofft dadurch kommt etwas Weihnachtsstimmung in mir auf. Zeit für Besinnlichkeit, aber es tat sich nichts. Das schmücken fiel mir schwer, der Tannenduft berührte mich nicht. Wir haben auch nicht viel geschmückt, zwei Kisten mit Weihnachtsdekoration stehen noch immer im Schlafzimmer.   Das Adventsgesteck für das Wohnzimmer sowie ein kleines Gesteck für den Küchentisch wurden recht schnell und einfach zusammengesetzt.  Chaostochter baute die Krippe auf und übernahm die Gestaltung der Fensterbank im Wohnzimmer. Während der Zeit schaute ich die Kisten durch, nahm etwas in die Hand um es in eine weitere Kiste zu sortieren. Mir fehlte der Blick für einen Platz, war hilflos und überfordert.
Dann kam der erste Advent. Gefrühstückt wurde gemeinsam in meinem Bett. Traditionell erstellten wir an diesem Tag die ersten Plätzchen. Im Hintergrund lief Weihnachtsmusik und ich fand das gemeinsame backen sehr schön, ruhig und harmonisch. Dennoch kein Weihnachtsgefühl, einfach nur gemeinsames backen bei schöner Musik. Anschließend bereitete ich das Mittagessen zu und Chaostochter bastelte eine Weihnachtskarte für ihr Wichtelkind. Nach dem Essen, kam für mich dann der Rückschlag. Ich nahm auf dem Sofa Platz und hätte einfach nur weinen können. Mir fehlt die Erklärung warum dies so war, ich war einfach völlig erschlagen, traurig und erschöpft. Da das Gefühl jedoch nicht ausbrechen wollte, bekam ich Kopfweh. 16 Uhr war es Zeit für unser Adventsgedeck.  Bei warmer Milch, einem heissen Kaffee, selbstgemachten Plätzchen und der ersten brennenden Kerze öffneten wir das erste Päckchen unseres Kalenders. (Dort war nämlich auch ein Päckchen für den 1.Advent dabei. 🙂 ) Chaostochter las die Zeilen laut vor und genoss das Beisammensein. Anschließend gingen wir wie jedes Jahr, eine Stunde nach draussen um zu schauen welche Fenster bereits beleuchtet waren und wie sie geschmückt sind. Der Abend verlief dann routinemäßig. Dennoch ist mir immer noch nicht nach Weihnachten zumute. Liegt es daran, dass wieder mal ein Plan umgeworfen wurde? Liegt es daran, dass noch immer nicht feststeht ob ich den Heilig-Abend so gestalten kann wie ich es gewohnt bin? Liegt es an meiner momentanen Grundstimmung, an der Sorge um die Zukunft? Ich weiss es nicht, aber ich hoffe für Chaostochter wird es trotz allem eine schöne Zeit!

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2 Kommentare zu “irgendetwas ist anders

  1. Der Advent dient doch auch dazu sich auf die Weihnachtszeit einzustellen. Das muss nicht am 1. Advent schon sein :).

    Manchmal ist das hier schon so, dieses Jahr ist es für mich auch noch nicht richtig „Advent“ – hab noch nicht mal geschmückt.

    Genießt die gemeinsame Zeit – egal ob sie „adventlich“ ist oder nicht – sie ist schön 🙂

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