Wie geht es mir?

Es steckt etwas im Hinterstübchen. Irgendetwas brodelt im Unterbewusstsein. Ich selbst habe es gar nicht so genau wahrgenommen. Nicht wahrnehmen wollen?!  Meine Therapeutin sprach mich darauf an. Fragte immer wieder ob es etwas gäbe, was mich gerade sehr beschäftigt, wie es mit dem Kontakt zu einer bestimmten Person aussieht. Sie wirkte skeptisch während ich ihr versicherte, dass alles in Ordnung sei. Einzig meine gefühlte Antriebslosigkeit macht mir zu schaffen und meine momentane Tagesstruktur. Das Gefühl nicht voran zu kommen, mich nicht aufraffen zu können, mit der Welt ausserhalb meiner Wohnung nicht selbstständig in Kontakt zu treten.  Die letzte Zeile in meinem Stimmungsprotokoll hat tageweise keine Einträge mehr. Gab es wirklich nichts positives an dem Tag? Brodelt es im Hinterstübchen so sehr, dass positive Augenblicke nicht mehr ankommen?
Mir geht es doch aber nicht schlecht momentan, oder?  Die Traurigkeit in mir bleibt verborgen, mein Stimmungsprotokoll hat nur wenige Ausbrüche ins negative.   Warum hat meine Therapeutin meine Aussage mit Skepsis betrachtet? Sie sah meine Finger und sprach dies auch an. Ja, sie sehen im Moment wieder sehr leidig aus. Gut das sie meine Füße nicht sehen kann. Ich weiss es ja selber und sehe es, ertappe mich immer wieder dabei. Vielleicht ist es wieder das alte Problem: Gefühle nicht wahrnehmen! Eigene Gefühle nicht erkennen und einsortieren können. Beruhigung finden ohne zu wissen was mich beunruhigt.

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5 Kommentare zu “Wie geht es mir?

    • Den Tagesablauf haben wir oft besprochen und theoretisch sind meine Rückzugspausen genau das richtige. Mich ärgert es jedoch, dass ich mir diese Pausen nehme und dadurch weniger zustande bringe als früher. Ich habe das Gefühl ich flüchte zu oft vor der realen Welt.

  1. Die Frage danach, wie es mir geht, kann ich auch nur schwer beantworten. Für mich ist es schon schwer zu entscheiden, ob derjenige, der mir diese Frage stellt, eine ehrliche Antwort bekommen möchte oder ob es sich nur um eine Floskel handelt, um ein Gespräch zu beginnen.

    Bei meiner Therapeutin weiß ich, dass sie ehrlich wissen möchte, wie es mir geht. Sie fragt mich dann, was in der letzten Woche passiert ist, um so an die Informationen zu kommen, die für sie wichtig sind.

    • Das Problem ist, dass ich selbst momentan nicht einsortieren kann wie es mir geht. Mein Gefühl sagt mir es ist alles in Ordnung (vielleicht weil es etwas verdrängen möchte?), mein Körper jedoch spricht eine andere Sprache. Darauf wies sie mich hin. Sie fragt auch nicht mehr direkt sondern schon recht gezielt (Was war in der letzten Woche? Wie sind sie mit der Situation umgegangen? Belastet sie dies?, Wie geht es ihnen in der Position?….) , so wie ich es auch hier beschrieb.

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