Dokumentation einer Entwicklung

Ab und an erweitern wir das Portfolio von Chaostochter mit Hilfe eines „Interviews“. Es ist faszinierend, wie sich ihre Ansichten im Laufe der Zeit entwickeln.  Schön ist es auch zu sehen, wie sehr sie  selbst schon reflektiert, wenn sie sich ihr Portfolio ansieht. Das Portfolio hält viele Entwicklungsschritte fest und ist sehr hilfreich beim Aufbau des Selbstbewusstseins. Vielleicht werde ich  hier im Blog einige Auszüge aus ihrer Entwicklung aufschreiben, bzw. Teile ihres Portfolios präsentieren, ich bin mir noch nicht ganz sicher. Eines jedoch werde ich heute veröffentlichen,  einen Ausschnitt unseres letzten „Interviews“ vom 28.10.2010.

Warum tue ich das? – aus gegebenen Anlass (Punkt 2) 😉

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Chaostochter beendet Satzanfänge !

Mein Berufswunsch ist ….
„… Tierärztin, Reiterin, Tierpflegerin im Zoo,  Paläontologin,  Tierheimbesitzerin … wer weiss?  Auf jeden Fall möchte ich mit Tieren arbeiten.“

Ganz besonders gut kann ich…
„…klettern, lesen, malen, rechnen, Geschichten schreiben.“

Ich stelle mir vor, wenn ich gross bin  …
„…sehe ich aus wie Mama.“

Am liebsten bin ich…
„…  glücklich.“

Manchmal finde ich es traurig, dass
„… ich manchmal Streit habe.“

Ich freue mich, wenn…
„… meine Mama mir einen Kuss gibt und mich ganz doll umarmt.“

Wenn ich zaubern könnte, gäbe es…
„… einen tausend Meter breiten und langen Garten und einen riesen Swimmingpool mit meinem Delfin Flipper.“

Ich finde gut, dass…
„… ich so eine super super super nette Mama habe.“

Mich ärgert es, wenn…
„… meine Freundin L. eifersüchtig ist.“

Mein Lieblingsspielzeug ist …
„… mein Meerjungfrau-Schloss von My-little-Pony,  das ich mir selbst von meinem Taschengeld gekauft habe.“

Ganz besonders mag ich…

  • „… mit Mama zusammen sein,
  • die Natur erleben,
  • klettern,
  • Donald-Duck Taschenbücher,
  • basteln,
  • malen,
  •  schreiben,
  • Tiere vor allem Delfine,
  •  Hunde und Pferde,
  • Fillys,
  • my little Pony Meerjungfrauen,
  • W.I.T.C.H.-Comics lesen,
  • das Mama mir die Zeitschriften Wendy und Winx abonniert hat,
  • Jelly-Beans und Nougat – hmmm lecker.“

Ich mag keine ….

  • „…. Puppen,
  • Barbies,
  • Prinzessinnen,
  • Streitereien.“

Ich wünsche mir…

  • „…das wir immer glücklich sind,
  • die Taschenbücher Nr. 407 , 408 und die dann noch kommen von Donald Duck damit meine Sammlung voll ist,
  • das wir immer gesund sind,
  • Nougatpralinen,
  • einen Hund
  • und das ich wenn ich groß bin ein liebes Kind habe und einen tollen Beruf.“

Ich habe in meinem Zimmer…

  • „… sehr viele Kuscheltiere (sie braucht auch keine mehr) ,  
  • sehr viele Bücher,
  • meinen Schreibtisch,
  • mein Hochbett,
  • das alte Sofa,
  • Schränke
  •  und alles was ich  wertvoll finde.“

Meine Lieblingssachen sind ….
„… der schwarz-weisse Stretchpullover und Longshirts, enge Jeans, Stiefel  und mein kuscheliger Bademantel.“ (momentane Größe 140/146)

Über mich möchte ich noch sagen…
„… ich bin ein intelligentes, schlaues Mädchen aber manchmal auch etwas zickig und wild.
Weil ich mit 5-Jahren eingeschult wurde, bin ich zwar die jüngste in der Klasse, aber auch eine der Besten. In der zweiten Klasse habe ich den Lesewettbewerb der Schule gewonnen und ich helfe den anderen auch oft in Deutsch, Mathe und Englisch. „

 

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6 Kommentare zu “Dokumentation einer Entwicklung

  1. Ich muß jetzt doch mal blöd fragen, nachdem ich es mir eine Weile verkniffen habe: was hat es mit diesem Portfolio auf sich?

    Ich finde, Deine Tochter wirkt in ihren Antworten sehr reif.

  2. Es gibt keine blöden Fragen! Ausserdem hast du recht, wer keine pädagogische Ausbildung oder sonstiges hat, wird nicht wissen was Portfolios sind.

    Ich versuche mich kurz zu fassen, denn normalerweise würde ich jetzt wieder einen ziemlich langen Vortrag halten.
    (Hab mich grad schon dabei erwischt und schnell gelöscht.)
    Sollte es nun zu kurz sein, also weitere Fragen auftreten, darf man gerne gezielter nachfragen. 😉

    Ein Portfolio ist ein Ordner in dem Entwicklungsschritte des Kindes festgehalten werden. Man könnte auch Entwicklungstagebuch sagen. Wichtig ist hierbei, das es um die positive Entwicklung geht, die Fähigkeiten sollen wahrgenommen werden um Stärken besser fördern zu können. Es geht darum zu zeigen „Was kann ich schon!“ und nicht „Was kann ich noch nicht.“
    Das Portfolio wird ständig erweitert, auch durch das Kind selbst und somit sollten schriftliche Eintragungen in einer für Kinder verständlichen Sprache geschrieben sein. Bei den Eintragungen wird das Kind direkt angesprochen. Aussagen des Kindes immer in Ich-Form, eigene Aussagen in Du-Form. (Bsp: nicht „Max kann … . sondern „Du kannst …“ ) Mit Bildern und Fotos ist die Entwicklung auch für das Kind offenschtlicher und somit dürfen sie nie fehlen.
    Ausserdem sagen Bilder oftmals mehr als tausend Worte!
    Wichtige Seiten sind immer: Steckbriefe (das bin ich) aus verschiedenen Alterstufen, gemalte Selbstporträts verschiedener Alterstufen, was mir wichtig ist, Interviews, Geschichten über mich, was ich erlebt habe, das kann ich gut, das möchte ich noch lernen, Fotogeschichten, eigene Kunstwerke, etc. ach es gibt soviel. Eigentlich alles was der Alltag hergibt.

  3. Wow, das ist ja eine schöne Idee! In welchem Alter hast du denn damit angefangen? Meine Tochter ist erst 6 Monate alt, und bisher notiere ich alles noch im Handy, weil ich noch keine richtige Form weiß, wie ich das anfangen kann. Und es wird immer mehr und ich befürchte schon, dass ich das nicht schaffe… Meine Mutter hat auch mal angefangen, mir ein Fotoalbum mit Fotos von der Geburt bis zum 18. Lebensjahr zu machen, leider aber nie fertig gestellt. Deshalb ist es mir sehr wichtig, so etwas für meine Tochter zu machen. Aber wie ich all die Entwicklungsschritte, Fotos, kleine Geschichten, Lieblingsstücke etc. unter einen Hut bringen soll, ist mir nach wie vor schleierhaf…

    • Hallo Stephanie

      Die Entwicklung habe ich von Anfang an festgehalten. Am Anfang natürlich nur aus meiner Sicht. Als die Kleine anfing zu erzählen wurden auch Wortschöpfungen festgehalten (die sie sich jetzt wahnsinnig gerne durchliest) . Dann kamen selbstgemalte Bilder der Herzchaostocher hinzu und mit 3 Jahren das erste „Interview“.
      Es gibt schöne Bücher mi Vorlagen. Sie sind überwiegend für Kindergärten geschrieben, aber man kann sich privat ja auch etwas herausnehmen. Kopievorlagen bietet beispielsweise dieses Buch das auch ich unter anderem habe.

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