der Weihnachtsbaum

Constanze fragt in ihrem Blog TriTraTrüffel : „[…] Wie handhabt ihr das mit dem Baum? Wann wird er aufgestellt und geschmückt?  Gibts auch einen, wenn ihr nicht daheim seid an den Weihnachtstagen? […]“ Eigentlich wollte ich direkt unter dem Artikel  antworten, bemerkte aber beim Schreiben das meine Antwort ziemlich lang wurde. Darum antworte ich jetzt einfach hier und noch etwas ausführlicher. 😉

Bei uns wurde der Baum früher am 24. im Laufe des Vormittags geschmückt. Irgendwann verschob sich das auf den 23. vermutlich aus Zeitgründen.
Seit ich zu Hause ausgezogen bin, haben sich für mich neue Rituale entwickelt.  Weihnachten ist für mich eine Zeit der Sinne, es wird gerochen, gesehen, gefühlt und vor allem Beisammen gesessen.  Dekoriert wurde immer ab dem ersten Tag nach Totensonntag.  In den ersten Jahren gab es nur einen kleinen künstlichen Baum, ich lebte in einer 2er WG.  Aufgestellt wurde er gemeinsam mit der Dekoration im Laufe des Dezember`s.  Als ich dann meine eigene Wohnung bezog, war Chaostochter an Weihnachten gerade einige Tage alt. Da als Entbindungstermin der 23.  ausgezählt wurde, rechnete ich damit Heilig Abend nicht zu Hause zu sein, somit gab es auch in dem Jahr nur den kleinen  künstlichen Baum. Die Weihnachtstage verbrachte ich tagsüber bei meiner Mum. Ein Jahr später (Chaostochter `s  2. Weihnachtsfest) kaufte ich dann unseren ersten eigenen großen(!) echten Baum.  Aufgestellt wurde er am Abend des 23.  Der Zeitpunkt zum aufstellen  des Baumes änderte sich  im Laufe der Zeit.  An Chaostochter`s  3. und 4. Weihnachtsfest verbrachten wir die Tage nicht daheim sondern bei einer Freundin,  500km entfernt. Somit hatten wir keinen eigenen Baum. Dort wurde der Baum am 4. Advent aufgebaut gemeinsam mit Chaostochter. Die Jahre darauf hielt ich dies auch bei uns  zu Hause so. Es gibt nichts schöneres als schon vor Heilig Abend unter dem Baum zu sitzen, warme Getränke zu sich zu nehmen und gemeinsam Geschichten zu lesen, dazu Kerzenschein und Tannenduft.
Im letzten Jahr haben wir das Aufstellen des Baumes dann wiederum anders gehandhabt und wir haben uns vorgenommen, es auch weiterhin so zu gestalten wie im letzten Jahr. Der Baum wurde bereits am 3. Advent aufgestellt, wir hatten bis dahin schon ein Wichtelpäckchen erhalten, das unter dem Baum seinen Platz fand. Im Laufe der Zeit kam ein weiteres Wichtelpäckchen hinzu und auch Chaostochter bastelte viele kleine Geschenke für mich, ihren Papa  und Oma .  Es war wunderschön zu sehen, wie es langsam voller wurde unter dem Baum und die Spannung von Chaostochter zu erleben. Mein Geschenk an sie stellte ich (auf ihren Wunsch hin)  etwa am 20. unter den Baum, ohne das sie es bemerkte.  Nachdem Chaostochter es feststellte knobelte sie was  drin sein könnte, schaute sich die Größe und Form an.  Wir beide fanden diese Spannung zu erleben sehr schön. Während wir dann am Heilig Abend in der Kirche saßen, legte das Christkind für jeden ein weiteres Geschenk und die süßen Teller unter den Baum.  😉
Die gesamte Bescherung lief auch viel ruhiger für uns beide ab, Chaostochter wurde nicht direkt von einer Geschenkeflut überrollt, sondern hatte bereits vorher die meisten Geschenke unter dem Baum gesehen und konnte sich nun ruhig aufs auspacken der Geschenke und der Spannung ob sie richtig geknobelt hatte konzentrieren.
Eigentlich entwickelte sich das Ganze aus zwei Ideen heraus, zum ersten fand ich es schade soviel Geld für den Baum auszugeben und ihn schon nach wenigen Tagen wieder zu entsorgen (am Vormittag des 31.) und zum anderen wusste Chaostochter das sie auch Geschenke von mir bekommt,  da ich beispielsweise auch beim erstellen ihres Wunschzettels erklärt habe, das einige Dinge sehr teuer sind und manches auch sein Geld nicht wert ist.
Ebenso finde ich es auch für sie und auch  mich  schöner, wenn sie weiss dieses sehnlichst gewünschte Geschenk kommt von Mama.

Nun das waren meine ersten Gedanken zum Thema Baum aufstellen. Im Dezember berichte ich sicher noch mehr über unsere Rituale.

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3 Kommentare zu “der Weihnachtsbaum

  1. schöner Text. Wir stellen unseren Baum am 24. auf und er bleibt stehen, bis die Nadeln anfangen runterzufallen (meist bis in den Februar). Geschmückt wird er von allen die wollen, selbst die Katze hilft mit 😉

  2. Hallo Chaosmama,

    vielen Dank für deinen Kommentar und deinen ausführlichen Bericht hier. Ich finde es eben auch sehr schade, wenn der Baum nur so kurz steht. Der 3. Advent hört sich toll an, finde ich. Dann kommt bestimmt auch früher Weihnachtsstimmung auf. Ich glaube, den werde ich mir auch rauspicken. Sonst hätten wir alle 2 Jahre gar keinen Baum, weil wir da bei meinen Eltern Weihnachten verbringen. Gar kein Baum ist auch doof. Die Tradition mit den einzelnen Kugeln finde ich auch sehr schön. Mal gucken, was ich da so finde.

    Liebe Grüße von Trueffel

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