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Posts Tagged ‘Termine’

Es stand mal wieder der Kopfarzttermin an. Vier Monate ist es her, seit ich das letzte Mal dort war, die ganze Situation war somit  für mich wieder völlig fremd. Ich bat aus diesem Grund die Assistenz mich zu begleiten, was sie gerne tat und was sich als gut herausstellte.

Schon das Wartezimmer ist für mich ein sehr reizüberflutender Raum. Der Boden, der sonst oftmals sichere Strukturen bietet, ist dort für mich völlig chaotisch. Es wurde dunkles Laminat verlegt auf dem die Maserungen sehr deutlich erkennbar sind. Die Platten wurden nicht nach Struktur verlegt und so gibt es ständig Einbrüche in den Wegen der Maserung, sprich ca alle 130 cm in der Länge und alle 20cm in der Breite. Ein sehr verwirrendes Bild.  Zudem glänzt der Boden stark, was für Sauberkeit spricht, aber eben auch sehr die Augen irritiert.

Die Tür zum Warteraum schließt sich recht langsam, fällt dann aber mit einem lauten Knall ins Schloss. Die Kraft der Tür nimmt die Wand auf und gibt sie an die Stuhlreihe wieder ab, was bedeutet dass die Stühle sehr unangenehm wackeln. Ich hatte das Gefühl den Weg der Kraft in diesen Millisekunden stehts mitzuspüren, was einerseits den Schreck ersparte andererseits aber viel Aufmerksamkeit kostete. Die Augen beobachten die Tür wie sie langsam ins Schloss fällt, es folgt der Knall, dann die Aufnahme der Kraft durch die Wand und anschließend das wackeln der Stühle. Visuell, auditiv und taktil eine enorme Reizung.

Die Deckenplatten sind ebenso nicht einheitlich angebracht und es ist anstrengend den Kopf länger nach oben zu halten, da seitliche visuelle Reize weniger ausgeblendet werden können. Die einzige ruhige strukturierte Ansicht gab ein Gebäude gegenüber. Vier quadratische Fenster, ohne Gardinen in jeweils gleichem Abstand.   Ich versuchte meinen Blick auf diese Strukturierung zu lenken.

Jeder “Zwischenfall”, wie ein hereinkommender oder herausgehender Patient unterbrach jedoch meinen Versuch mich auf “Ordnung” zu konzentrieren. Zu Zwischenfällen gehören auch Gespräche unter Patienten und läutende Telefone, sowie laute Schuhe auf dem Gang.

Im Warteraum gibt es zudem  eine tickende Uhr (auditiver Reiz), deren Zeiger  stetig weiter voran schreiten und mir zeigen, dass mein Termin nicht wie vereinbart eingehalten werden kann (visueller Reiz). Ich war heute kurz vorm verlassen des Warteraumes, als ich endlich ins Arztzimmer gehen konnte, wo das fehlen von Strukturierungen jedoch weiter ging.

Mein Versuch mich auf 3 gleiche Magnete  direkt vor mir zu konzentrieren half mir mich nicht zu verlieren. Der Tunnelblick setze bereits ein. Nur noch diese Magnete, die sich zu Segelbooten verwandelten, sich richtig in eine Reihe reihten (denn ein Magnet hing leider etwas schief) und sich sanft auf Wellen hin und herwiegten. Diese Szene in meinem Kopf wurde immer mal wieder unterbrochen von Worten der Ärztin und immer wieder musste ich die Seegelboote neu vor meinem Auge sortieren.  Seegelboote die Halt gaben in dieser unstrukturierten Umgebung.
Es war ein sehr anstrengender Termin, der Dank der Assistenz jedoch gut zu Ende gebracht werden konnte.

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vorhersehbar

… war der jetzige Overload

Herzenstochter zur Schule bringen, direkt zum Knirps, dort bleiben bis zur Therapie, dort 30 Minute ich sein (mit allem Schmerz),  anschließend die Herzenstochter abholen, schnell nach Hause Zähne putzen, mit ihr und der Betreuung zum KFO, noch kleine Besorgungen in 2 Geschäften machen, nach Hause, Abendessen…. Kopfweh, Übelkeit, svv, überreizt

Ja. Selbst schuld.

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