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Posts Tagged ‘Asperger’

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Es ist ein warmer Sommertag und ich bin wie jeden Nachmittag draussen. Heute wieder einmal an meinem Lieblingsplatz. Mit meiner Puppe im Arm sitze ich unter der Tischtennisplatte. Hier wiege ich mein Püppchen hin und her und kann alles um mich herum vergessen. Manchmal nehme ich mir Decken von oben mit, dann kann ich sie über die Platte legen und habe eine kleine Höhle. So mag ich es am liebsten. Aber heute habe ich keine Decken und so sitze ich genau in der Mitte damit ich zumindest links und rechts durch die aufrechten Steinplatten geschützt bin.

Im Sand stehen die Klettergerüste und die Kinder aus der Nachbarschaft spielen darauf. Ich habe schon oft versucht mitzuspielen, aber ich verstehe ihre Spiele nicht. Immer ist da das Gefühl, dass sie noch irgendeine Geheimsprache benutzen. Sie sagen auch ich sei komisch, dabei weiss ich nicht wie sie das meinen. Was ist komisch? Was mache ich anders als sie?

Wenn nur ein Kind da ist, dann setzt es sich auch mal mit zu mir oder wir probieren die Geräte aus, aber wenn mehrere Kinder da sind, dann ist alles so wild.  Diese vielen neuen Bewegungsabläufen kann ich nicht mehr beobachten und analysieren. Diese vielen Geräusche, alle reden durcheinander und es ist schwer irgendetwas zu filtern und zu verstehen. Wer meint wen?  Wurde ich angesprochen?  Alles ist durcheinander und strengt so sehr an. Wie ein Sturm, der alles verwirbelt.  Dann ziehe ich mich lieber wieder zurück.  Ich brauche ein Spiel das Regeln vorgibt. Ich möchte vorher wissen: was wird wann getan, wo ist die Grenze, wer ist wann mit sprechen dran.

Wie können die anderen Kinder so wild sein, so laut, so regellos, wie können sie sich verstehen?

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Autismusnews machte mich auf eine heutige Sendung aufmerksam und auch Euch möchte ich diese Information nicht vorenthalten.

Heute Abend  22.00 Uhr im WDR:
(Wiederholung am Donnerstag, 22. September 2011, 14.15 – 15.00 Uhr)

Behindert – Was darf ich werden?

Ein Jahr lang hat die story Melanie und Christopher begleitet. Melanie hat das Down Syndrom und möchte gerne in einem Kindergarten arbeiten. Zurzeit hat sie dort einen sogenannten Außenarbeitsplatz der Werkstatt. Der Kindergarten würde sie gerne übernehmen. Christopher hat Asperger, eine Form des Autismus. Sein Wunsch ist es, Archivar zu werden, und in seinem letzten Schuljahr hat er neben der Förderschule auch mehrere Praktika gemacht, eines bei der Stadt Castrop-Rauxel mit Erfolg und beispielhafter Unterstützung der zuständigen Institutionen. (Quelle: wdr.de)


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“Du hast mich schon so lange nicht mehr in den Arm genommen!” sagst du vorwurfsvoll zu mir. “Liebst du mich überhaupt noch?” Und ich kann dir keine Antwort geben, weil Liebe nicht greifbar ist. “Du bist mir sehr wichtig. Ich möchte nicht das du gehst. Ich möchte dich in meiner Gegenwart wissen. Möchte wissen wie es dir geht und was du tust. Es ist ein gutes Gefühl, wenn wir hier zusammen sind.” denke ich in mir. Der erste Satz ist eine Erkenntnis und sie stimmt. Also kann ich dem nur zustimmen. Deine Frage ist nicht beantwortbar. Was ist Liebe? Warum fragst du das? Diese Frage ist für mich so ungreifbar. Deine Worte muss ich erst fühlen können, aber ich fühle sie nicht. Sie sagen mir nichts.

Du gehst aus dem Raum und ich bleibe zurück.  Mit dir geht auch die Frage. Plötzlich ist für mich alles wieder normal und ich führe meine Tätigkeit fort, bin gedanklich und körperlich völlig bei dieser Aufgabe die ich sehe und fühle.

Die Kinder möchten raus. So war es auch geplant. Nach der Mittagspause gehen wir immer raus. Du kommst wieder zu mir in die Küche fragst mich ob ich mit komme und da ist plötzlich wieder diese unbeantwortete Frage die mit deinem Bild wieder auftaucht.  Wieder überfordert sie mich. Wenn ich dich sehe wie du da jetzt stehst, dann spüre ich das du eine Antwort benötigst  aber ich kann dir keine geben und dieses innere Gefühl ist fast unerträglich. Ich versuche mich auf die jetzige Frage zu konzentrieren. Es entstehen Bilder von draussen. Wie ist es draussen? Und ich spüre, ich kann jetzt nicht den Kindern beim laufen und toben zu sehen, ihre fröhlichen Stimmen hören, die in mein Ohr dringen. Dich sehen, wie du eine Antwort erwartest. Es wäre mir zuviel. Zuviele Reize, visuell und akustisch, denn noch immer ist diese ungreifbare Frage in meinem Kopf, weil zu ihr  kein Bild entsteht außer deines und ich weiss nicht wohin ich diese Wörter stecken soll.

Um einem Overload vorzubeugen und ich nicht ungewollt gereizt bin oder scheinbar unhöflich reagiere, verneine ich deine Frage. Du bist sauer, das erkenne ich an der Art wie du deine Sachen nimmst und dich anziehst. Ich benötige einen Moment um zu erfassen, das ihr nicht mehr in der Wohnung seid. Ihr habt die Tür hinter euch geschlossen, etwa eine Minute noch höre  ich die Stimmen der Kinder im Hausflur, sehe euch vom Fenster aus wie ihr geht.  Dann bist du fort. Die Kinder sind fort. Ich bin allein mit mir und plötzlich ist auch diese Frage fort.  Du hast sie mitgenommen. Diese Frage gehörte zu dir, zu deinem Bild und weil du nun nicht mehr sichtbar bist, ist auch diese Frage ausgelöscht.

Es ist Zeit hinaus zu gehen. Nach der Mittagspause gehen wir immer hinaus. Ich ziehe mich an, fühle meine Jacke, ihre Knöpfe, kontrolliere die elektrischen Geräte und die Sicherungen, schaue das überall das Wasser aus ist und die Fenster geschlossen sind. Alles ist in Ordnung nur ihr fehlt. Eure Stimmen, eure Bewegungen. Ich fühle Einsamkeit. Dann gehe ich hinaus, laufe einfach.  Zu meiner Bank, ans Wasser, durch den Park.

Als ich nach Hause komme bist du noch ärgerlicher und ich höre: “Du hast gesagt, du möchtest nicht raus. …. Jetzt warst du doch draussen. … Sei doch ehrlich, du wolltest nicht mit MIR raus. …. Liebst du mich überhaupt noch?”  Wieder sind da Worte die ich nicht einsortieren kann. Habe ich wirklich gesagt ich möchte nicht raus? Das habe ich doch gar nicht gesagt, oder? Was hat dies mit Liebe zu tun? Warum fragst du gleichzeitig Dinge, die so unabhängig voneinander sind.  Ich bekomme diese Fragen nicht sortiert. Wo ist der Zusammenhang. Was möchtest du wissen? Was ist Liebe? Wie soll ich diese Frage beantworten?

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Nur wenige Sätze hat sie gesprochen und ich kann ihr nicht mehr zuhören. Sie bringt meine Bilder durcheinander, weil sie die Bilder anders benennt und viel zu schnell ist. So schnell kann ich nicht verstehen,  die Bilder aufrufen und sortieren, so schnell geht das nicht.
Der Dialekt macht mir zu schaffen, bringt Unruhe, Überforderung. Es muss soviel sortiert werden innen und sie spricht dafür zu schnell. Es ist als würde ich eine Fremdsprache hören obwohl ich weiss das sie deutsch spricht. Genau das ist es was nicht zusammenpasst. Würde sie eine andere Sprache sprechen, dann wäre es für mich nicht verstehbar aber verständlicher. Doch sie spricht deutsch, “falsches deutsch” und das ist unverständlich für mich.

Das Wort passt nicht, weil ich es nicht kenne und weil das Bild so nicht entstehen kann. Es tut weh in den Ohren und ich mag nicht mehr zuhören, möchte sagen das sie aufhören soll. Es strengt mich so sehr an, Worte  hören, “übersetzen”, Bilder entstehen lassen, all das in so kurzer Zeit, weil sie so schnell spricht, ist unmöglich.

Aufhören!
Aufhören!
Ich verstehe nicht was du sagt!
Es überfordert mich!
Es wollen Bilder entstehen, weil ich etwas höre, aber es sind keine Bilder da.
Du sagst es “falsch”!
So heisst es nicht!
Überforderung!

.

***

Ich möchte anhand eines kurzen Beispiels erklären was in mir geschieht:

Ein Kind sagt: “Boll” und zeigt auf den Ball
Ich weiss was es meint und berichtige das Kind (“Ja, das ist ein Ball.”)

Hier geschehen 3 Dinge: “Boll” wird erst einmal nicht verstanden, ich muss einen Moment nachdenken doch im Kopf entsteht kein Bild ,es ist einfach unverständlich. Nun muss ich auf die Gestik des Kindes achten, einen neuen Fokus setzen. Das zeigen des Kindes lässt mich das Bild entstehen, zu dem Bild habe ich ein Wort/Satz. Also berichtige ich das Kind und nenne ihm meine Bedeutung zu dem Bild.
Hätte das Kind nur das Wort gesagt ohne den Gegenstand zu zeigen, hätte ich sämtliche Bilder im Kopf aufrufen müssen um herauszufinden, was das Kind meinen könnte. Erst muss ich innerlich eine Kategorie suchen (wir sind draussen, wir sind auf dem Spielplatz ….), dazu bereits bekannte Bilder aufrufen und reflektieren ob es passen könnte. Eventuell mit nachfragen beim Kind. Nun ist es so, das ein Kind meist wartet bis es verstanden wurde und ich auch eine Rückmeldung geben kann wie es “richtig” heisst.
Wäre es ein Kind mit Migrationshintergrund, könnte es sein das es den Gegenstand tatsächlich so benennen kann, dennoch würde ich ihm “mein Wort” mitteilen. Gehört das gesagte Wort nicht in die momentane Umgebung ist ein Verstehen nicht möglich, da ich die passende Kategorie nicht finde.

In oben genanntem Gespräch war ein zeigen der Dinge nicht möglich, somit konnten keine Bilder entstehen. Auch konnte ich nicht  in “Kategorien” einteilen. Habe ich ein Wort ansatzweise verstanden konnte ich es nicht “korrigieren” da die  Person  erstens viel zu schnell sprach und zweitens ist es für mich unmöglich eine erwachsene Person zu korrigieren (hätte ich es verstanden), da ich weiss, das diese Person  in ihrem Akzent “richtig” spricht.

Das zwischendurch mal ein Wort verstehen und dann doch wieder nicht ist einfach nur anstrengend, weil die Bilder nicht sortiert werden können. Nicht mit einander in Verbindung gebracht werden können.

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Oft taucht in mir die Frage auf, warum konnte ich die letzte Ausbildung nicht zu Ende bringen? Welche Probleme traten auf, dass mir die Schule so über den Kopf gewachsen ist bis ich am Ende ein Burn Out erlitt? Was war hier anders als bei meiner ersten Ausbildung? Natürlich war die Schule nicht der einzige Grund, warum es zu meinem Zusammenbruch kam, aber es war vermutlich ein entscheidender Faktor. Durch die Herausforderungen der Schule, hatte ich keine Kraft mehr für mein Privatleben. Damals habe ich dies nicht gesehen, ich kapselte mich wohl mehr und mehr ab und es blieb kaum noch Zeit für Partnerschaft.  Durch die ständige Reizüberflutung in der Schule brauchte ich am Nachmittag Zeit für mich, auch meine Tochter wollte ver- und umsorgt werden. Vermutlich war dies ein Grund warum die Partnerschaft damals das erste Mal zerbrach. Das Ende war für mich allerdings ein großer Schock, da ich die Signale nicht wahrnahm/ nicht wahrnehmen konnte.

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Biki antwortete mir unter dem Artikel   `fremde Welt` sehr ausführlich. Ihre Worte regten mich noch einmal zum Nachdenken an und ich möchte ihr hier gerne mein Feedback zu ihren Worten geben.

Zitat: “Ein halbwegs sensibler Mensch wird sicher auch schon ein einstudiertes Programm erkennen. Und ob wirklich alle -oft oberflächlich- Small-talkenden den Abbruch überhaupt bemerken würden?”

Deine Worte sind für mich sehr gut nachvollziehbar. Mir macht genau das Sorge, was du in diesem ersten Teil beschreibst. Ein sensibler Mensch bemerkt es vielleicht sehr schnell, auch Menschen mit denen ich des öfteren in Small-Talk Situationen komme, würden vermutlich schnell darauf aufmerksam werden. Inwieweit andere einen Abbruch bemerken kann ich nicht einschätzen, denn es gab des öfteren Situationen in denen ein Gespräch abrupt endete und wir zu zweit nur noch nebeneinander standen oder hergingen. Dies sind für mich (mittlerweile) immer sehr unangenehme Momente, da ich nicht weiss, wie mein Gegenüber das Ende des Gesprächs empfunden hat. Früher hatte ich keine Probleme damit, da ich mir keine Gedanken darüber machte. Jetzt wo vieles in der Therapie angesprochen wird, achte ich sehr auf die Situationen und bemerke die Unterschiede. Denke auch über mein Gegenüber nach, was ich früher kaum tat.

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Ein Merkmal des Autismus ist, dass Sprache wörtlich  interpretiert wird.  Autisten können nicht  “zwischen den Zeilen” lesen. Viele haben (gerade im Kindesalter) Schwierigkeiten Ironie, Floskeln, Metapher und Redewendungen zu verstehen.    Ich erinnere mich gut daran, das es in meiner Kindheit viele Aussagen gab, die ich nicht verstand.
Ein Ereignis geschah im Kindergarten, als ich etwa 5 Jahre alt war.  Ich saß wie so oft am Rande des Hofes unter einer Hecke,  plötzlich hörte ich wie ein anderes Kind rief:  “Julia hat ein Loch im Kopf.”  Ein Loch ist etwas tiefes, rundes, es wird gebohrt oder gegraben, das wusste ich, dementsprechend musste an Julias Kopf ein schwarzes Loch sein in das man hinein sehen kann. Ich vermutete es wurde gebohrt, denn ein Kopf ist sehr hart und an ihm kann nicht gegraben werden.  Also musste es ein Loch sein, wie es entsteht, wenn man mit der Bohrmaschine  in die Wand bohrt, solche Löcher hatte ich schon oft gesehen.  Ich ging zu der Bank auf der die Erzieherin mit Julia saß, was ich dann sah enttäuschte mich. Julia hatte kein  rundes, schwarzes Loch im Kopf.  Was ich sah, war ein roter, etwa 3cm langer Strich am Hinterkopf ziemlich verdeckt mit Haaren. Es war eine Wunde, vielleicht eine tiefe Wunde, aber  kein Loch.

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Heute um 11 Uhr hatte ich wieder eine Therapiestunde bei meiner Therapeutin.  Auf dem Weg dorthin, war ich noch ziemlich nervös,  da ein vorheriger Termin mich aus dem Gleichgewicht brachte.  Dort sollte ich um 9.15 Uhr zum Blut abnehmen erscheinen und anschließend hätte ein kurzes Arztgespräch gefolgt.  Ich war Punkt 9.05 Uhr in der Praxis, die Arzthelferin nahm mir auch pünktlich Blut ab und dann wartete ich.  Mein Blick  ging von dem Wandbild zur Uhr und zurück, immer wieder.  Die Zeit lief und kein Arzt war in Sicht.  Das es dort manchmal etwas länger dauert weiss ich und habe es vorher auch eingerechnet.  Meistens muss ich aber nicht länger als 20 Minuten warten, da natürlich auch der Arzt davon Kenntnis hat, das mich die Warterei ziemlich nervös macht und ich damit nicht richtig umgehen kann. In meinem Zeitplan war fest verankert, dass ich spätestens um 10.10 Uhr aus der Praxis muss um pünktlich um 10.25 Uhr die Bahn zur Therapeutin nehmen zu können. Ich bemerkte, dass ich mein “Sicherheitsknebel”  in der rechten Hand immer stärker knetete,  meine linke Hand lag über meiner rechten Hand und rieb immer stärker an den Gelenken.  Mein “Sicherheitsknebel”  löste sich mehr und mehr auf,  mein Fuss schwang auf und ab.  Anzeichen dafür, das ich immer nervöser wurde und mein “Tick”  sich immer weiter ausprägte.  Ich mag es nicht, wenn ich in der Öffentlichkeit in diese Muster verfalle, diese Nervosität oder Unruhe  immer erkenntlicher wird. (mehr…)

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