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Mit ‘Asperger’ getaggte Artikel

Nur wenige Sätze hat sie gesprochen und ich kann ihr nicht mehr zuhören. Sie bringt meine Bilder durcheinander, weil sie die Bilder anders benennt und viel zu schnell ist. So schnell kann ich nicht verstehen,  die Bilder aufrufen und sortieren, so schnell geht das nicht.
Der Dialekt macht mir zu schaffen, bringt Unruhe, Überforderung. Es muss soviel sortiert werden innen und sie spricht dafür zu schnell. Es ist als würde ich eine Fremdsprache hören obwohl ich weiss das sie deutsch spricht. Genau das ist es was nicht zusammenpasst. Würde sie eine andere Sprache sprechen, dann wäre es für mich nicht verstehbar aber verständlicher. Doch sie spricht deutsch, “falsches deutsch” und das ist unverständlich für mich.

Das Wort passt nicht, weil ich es nicht kenne und weil das Bild so nicht entstehen kann. Es tut weh in den Ohren und ich mag nicht mehr zuhören, möchte sagen das sie aufhören soll. Es strengt mich so sehr an, Worte  hören, “übersetzen”, Bilder entstehen lassen, all das in so kurzer Zeit, weil sie so schnell spricht, ist unmöglich.

Aufhören!
Aufhören!
Ich verstehe nicht was du sagt!
Es überfordert mich!
Es wollen Bilder entstehen, weil ich etwas höre, aber es sind keine Bilder da.
Du sagst es “falsch”!
So heisst es nicht!
Überforderung!

.

***

Ich möchte anhand eines kurzen Beispiels erklären was in mir geschieht:

Ein Kind sagt: “Boll” und zeigt auf den Ball
Ich weiss was es meint und berichtige das Kind (“Ja, das ist ein Ball.”)

Hier geschehen 3 Dinge: “Boll” wird erst einmal nicht verstanden, ich muss einen Moment nachdenken doch im Kopf entsteht kein Bild ,es ist einfach unverständlich. Nun muss ich auf die Gestik des Kindes achten, einen neuen Fokus setzen. Das zeigen des Kindes lässt mich das Bild entstehen, zu dem Bild habe ich ein Wort/Satz. Also berichtige ich das Kind und nenne ihm meine Bedeutung zu dem Bild.
Hätte das Kind nur das Wort gesagt ohne den Gegenstand zu zeigen, hätte ich sämtliche Bilder im Kopf aufrufen müssen um herauszufinden, was das Kind meinen könnte. Erst muss ich innerlich eine Kategorie suchen (wir sind draussen, wir sind auf dem Spielplatz ….), dazu bereits bekannte Bilder aufrufen und reflektieren ob es passen könnte. Eventuell mit nachfragen beim Kind. Nun ist es so, das ein Kind meist wartet bis es verstanden wurde und ich auch eine Rückmeldung geben kann wie es “richtig” heisst.
Wäre es ein Kind mit Migrationshintergrund, könnte es sein das es den Gegenstand tatsächlich so benennen kann, dennoch würde ich ihm “mein Wort” mitteilen. Gehört das gesagte Wort nicht in die momentane Umgebung ist ein Verstehen nicht möglich, da ich die passende Kategorie nicht finde.

In oben genanntem Gespräch war ein zeigen der Dinge nicht möglich, somit konnten keine Bilder entstehen. Auch konnte ich nicht  in “Kategorien” einteilen. Habe ich ein Wort ansatzweise verstanden konnte ich es nicht “korrigieren” da die  Person  erstens viel zu schnell sprach und zweitens ist es für mich unmöglich eine erwachsene Person zu korrigieren (hätte ich es verstanden), da ich weiss, das diese Person  in ihrem Akzent “richtig” spricht.

Das zwischendurch mal ein Wort verstehen und dann doch wieder nicht ist einfach nur anstrengend, weil die Bilder nicht sortiert werden können. Nicht mit einander in Verbindung gebracht werden können.

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Oft taucht in mir die Frage auf, warum konnte ich die letzte Ausbildung nicht zu Ende bringen? Welche Probleme traten auf, dass mir die Schule so über den Kopf gewachsen ist bis ich am Ende ein Burn Out erlitt? Was war hier anders als bei meiner ersten Ausbildung? Natürlich war die Schule nicht der einzige Grund, warum es zu meinem Zusammenbruch kam, aber es war vermutlich ein entscheidender Faktor. Durch die Herausforderungen der Schule, hatte ich keine Kraft mehr für mein Privatleben. Damals habe ich dies nicht gesehen, ich kapselte mich wohl mehr und mehr ab und es blieb kaum noch Zeit für Partnerschaft.  Durch die ständige Reizüberflutung in der Schule brauchte ich am Nachmittag Zeit für mich, auch meine Tochter wollte ver- und umsorgt werden. Vermutlich war dies ein Grund warum die Partnerschaft damals das erste Mal zerbrach. Das Ende war für mich allerdings ein großer Schock, da ich die Signale nicht wahrnahm/ nicht wahrnehmen konnte.

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Biki antwortete mir unter dem Artikel   `fremde Welt` sehr ausführlich. Ihre Worte regten mich noch einmal zum Nachdenken an und ich möchte ihr hier gerne mein Feedback zu ihren Worten geben.

Zitat: “Ein halbwegs sensibler Mensch wird sicher auch schon ein einstudiertes Programm erkennen. Und ob wirklich alle -oft oberflächlich- Small-talkenden den Abbruch überhaupt bemerken würden?”

Deine Worte sind für mich sehr gut nachvollziehbar. Mir macht genau das Sorge, was du in diesem ersten Teil beschreibst. Ein sensibler Mensch bemerkt es vielleicht sehr schnell, auch Menschen mit denen ich des öfteren in Small-Talk Situationen komme, würden vermutlich schnell darauf aufmerksam werden. Inwieweit andere einen Abbruch bemerken kann ich nicht einschätzen, denn es gab des öfteren Situationen in denen ein Gespräch abrupt endete und wir zu zweit nur noch nebeneinander standen oder hergingen. Dies sind für mich (mittlerweile) immer sehr unangenehme Momente, da ich nicht weiss, wie mein Gegenüber das Ende des Gesprächs empfunden hat. Früher hatte ich keine Probleme damit, da ich mir keine Gedanken darüber machte. Jetzt wo vieles in der Therapie angesprochen wird, achte ich sehr auf die Situationen und bemerke die Unterschiede. Denke auch über mein Gegenüber nach, was ich früher kaum tat.

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Ein Merkmal des Autismus ist, dass Sprache wörtlich  interpretiert wird.  Autisten können nicht  “zwischen den Zeilen” lesen. Viele haben (gerade im Kindesalter) Schwierigkeiten Ironie, Floskeln, Metapher und Redewendungen zu verstehen.    Ich erinnere mich gut daran, das es in meiner Kindheit viele Aussagen gab, die ich nicht verstand.
Ein Ereignis geschah im Kindergarten, als ich etwa 5 Jahre alt war.  Ich saß wie so oft am Rande des Hofes unter einer Hecke,  plötzlich hörte ich wie ein anderes Kind rief:  ”Julia hat ein Loch im Kopf.”  Ein Loch ist etwas tiefes, rundes, es wird gebohrt oder gegraben, das wusste ich, dementsprechend musste an Julias Kopf ein schwarzes Loch sein in das man hinein sehen kann. Ich vermutete es wurde gebohrt, denn ein Kopf ist sehr hart und an ihm kann nicht gegraben werden.  Also musste es ein Loch sein, wie es entsteht, wenn man mit der Bohrmaschine  in die Wand bohrt, solche Löcher hatte ich schon oft gesehen.  Ich ging zu der Bank auf der die Erzieherin mit Julia saß, was ich dann sah enttäuschte mich. Julia hatte kein  rundes, schwarzes Loch im Kopf.  Was ich sah, war ein roter, etwa 3cm langer Strich am Hinterkopf ziemlich verdeckt mit Haaren. Es war eine Wunde, vielleicht eine tiefe Wunde, aber  kein Loch.

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Heute um 11 Uhr hatte ich wieder eine Therapiestunde bei meiner Therapeutin.  Auf dem Weg dorthin, war ich noch ziemlich nervös,  da ein vorheriger Termin mich aus dem Gleichgewicht brachte.  Dort sollte ich um 9.15 Uhr zum Blut abnehmen erscheinen und anschließend hätte ein kurzes Arztgespräch gefolgt.  Ich war Punkt 9.05 Uhr in der Praxis, die Arzthelferin nahm mir auch pünktlich Blut ab und dann wartete ich.  Mein Blick  ging von dem Wandbild zur Uhr und zurück, immer wieder.  Die Zeit lief und kein Arzt war in Sicht.  Das es dort manchmal etwas länger dauert weiss ich und habe es vorher auch eingerechnet.  Meistens muss ich aber nicht länger als 20 Minuten warten, da natürlich auch der Arzt davon Kenntnis hat, das mich die Warterei ziemlich nervös macht und ich damit nicht richtig umgehen kann. In meinem Zeitplan war fest verankert, dass ich spätestens um 10.10 Uhr aus der Praxis muss um pünktlich um 10.25 Uhr die Bahn zur Therapeutin nehmen zu können. Ich bemerkte, dass ich mein “Sicherheitsknebel”  in der rechten Hand immer stärker knetete,  meine linke Hand lag über meiner rechten Hand und rieb immer stärker an den Gelenken.  Mein “Sicherheitsknebel”  löste sich mehr und mehr auf,  mein Fuss schwang auf und ab.  Anzeichen dafür, das ich immer nervöser wurde und mein “Tick”  sich immer weiter ausprägte.  Ich mag es nicht, wenn ich in der Öffentlichkeit in diese Muster verfalle, diese Nervosität oder Unruhe  immer erkenntlicher wird. (mehr…)

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Fragt man mich was das schlimmste an meiner Schulzeit war, so antworte ich immer mit: ”die Pausen”.  Sicher, auch andere Dinge wie mündliche Mitarbeit und soziale Kontakte waren mit Schwierigkeiten besetzt,  aber das Schlimmste war eindeutig die Pause.
Schon kurz vor Ende einer jeden Stunde bekam ich große Angst vor diesen 10 – 25 Minuten, denn in der Pause gibt es keine Routine.  Alles ist durcheinander,  immer anders,  nicht vorhersehbar – ein einziges Chaos für mich.  Ich legte mir irgendwann eigene Strategien zurecht, wie ich mit dieser Pausenzeit umgehen konnte.  Gab es in den kleinen Pausen Raumwechsel, so ging ich den längsten Weg durch das Schulgebäude. Durch dieses Vorgehen gelang es mir den größtmöglichen  Teil der 10 Minuten bereits verstreichen zu lassen.  Sobald ich im Raum ankam ging ich zu meinem Platz, legte alle Utensilien die ich für diese Unterrichtsstunde benötigte geordnet an die rechte obere Ecke meines Tisches, nahm meine Getränkeflasche und trank schlückchenweise genau so lange bis die Schulglocke den Beginn der Unterrichtsstunde ankündigte.

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In der letzten Therapiestunde ging es unter anderem darum meine eigenen Stärken zu erkennen. Damit hatte ich eigentlich schon immer Probleme. Ich weiss durchaus was gut läuft, genauso weiss ich aber auch was schlecht läuft und oftmals habe ich das Gefühl das es nicht ausgeglichen ist.
Meine Therapeutin nannte mir Dinge die ihr positiv an mir auffallen. Ich konnte es nachvollziehen und stimmte ihr auch in einigem zu, dennoch gibt es bei mir  immer wieder ein - Aber!  Warum ist das eigentlich so? Warum baue ich nicht auf die positiven Ressourcen und versuche die Defizite damit auszugleichen?  Ganz einfach, weil genau die Defizite mir immer wieder Steine in den Weg legen, weil ich durch die Defizite nicht so in der Welt agieren kann, wie es erwartet wird. Was bringt es mir, das ich immer pünktlich, zuverlässig, ehrlich und “intelligent” bin, wenn ich keine menschliche Beziehung aufbauen kann, soziale Kontakte mir dermaßen Schwierigkeiten bereiten und ich es nicht einmal schaffe Small-Talk zu führen, während eine andere Mutter mit mir am Schultor steht, wenn andere mich für merkwürdig halten und ich Personen im Gespräch nicht direkt anschauen kann.  Und dann frage ich mich, wohin geht mein Weg ? Werde ich wieder arbeiten können? Gibt es überhaupt eine Möglichkeit zu arbeiten, wenn man soziale Kontakte kaum erträgt, wenn sie einen überfordern?
Ja, ich bin pünktlich, zuverlässig, ehrlich und angemessen “intelligent”, ich habe meiner Tochter alle Möglichkeiten gegeben sich zu entwickeln, habe ihr viele Anreize gegeben ihr eigenes Potential zu entdecken, ihr aber auch angemessen Grenzen gesetzt, so dass sie sich zu einer guten Schülerin entwickelt hat und es auch zu Hause meist friedlich abläuft.  Nur was bringt mir mein geregeltes, meist harmonisches Leben hier zu Hause, wenn ich in “der Welt da draussen” keinen Platz finde?  Was bringen mir diese Stärken (?)  für die “Aussenwelt”? Stop – Warum steht jetzt hinter Stärken ein Fragezeichen? Ganz einfach, weil ich Dinge wie Pünktlichkeit, Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit für Eigenschaften halte, die jeder Mensch erfüllen sollte.  So erziehe ich auch meine Tochter.

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Heute Nacht hatte ich mal wieder einen Traum, der sich mit einem meiner Probleme beschäftigte. In diesem Traum ging es darum Emotionen zu haben, sie aber nicht zeigen zu können bzw. sie werden von anderen nicht verstanden. Ich werde nicht ernst genommen.

Im Alltag ist es so, dass oft große Schwierigkeiten auftreten, wenn es darum geht Emotionen zu zeigen. Manchmal möchte ich es auch gar nicht, weil ich diesbezüglich in dem Moment kein Mitteilungsbedürfnis verspüre. Ich habe Emotionen, nur reicht es mir völlig, diese zu empfinden, wozu sollte ich sie ausdrücken?

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Jeder kennt etwas das er absolut abstoßend findet. Für mich sind das unter anderem folgende Dinge:

Chlorgeruch …schon oft musste ich Geschäfte, Wohnungen oder Hausflure sofort nach Eintritt wieder verlassen weil mit Chlor geputzt wurde

Kratzende Pullover … unmöglich tragbar

nasse Jeans… aus der Waschmaschine nehmen und aufhängen

Unebenheiten auf der Haut.. ich kratze alles auf, was natürlich Abheilung verhindert und erst recht Narben entstehen lässt

Schubladen und Schranktüren die offen stehen oder nicht ganz geschlossen sind .. selbst in anderen Wohnungen schließe ich sie sofort

Töne und Worte die sich ständig wiederholen … bspw. meine Tochter singt eine Liedzeile immer und immer wieder

Unpünktlichkeit … selbst 2 Minuten Verspätung lassen mich völlig aus der  Bahn bringen

unangemeldete Besuche … führen meist sofort zum Overload

Körperkontakt der nicht von mir ausgeht …. ausgestreckt Hände die einen begrüßen wollen, Schulterklopfen etc … Gesicht und Füsse dürfen generell nicht berührt werden

ständige Gespräche/Geräusche in der Umgebung

Zopfhalter, Haarspangen etc. in meinen Haaren

fremde Gerüche die ich nicht zuordnen kann und somit  alles falsch wirken lassen … bspw.  meine Mutter benutzt ein anderes Parfum, meine Freundin hat ein neues Waschmittel,   meine Tochter hat einen anderen Geruch - wenn sie bei Freunden geschlafen hat und ein anderes Duschgel nutzte oder sie hat lange mit ihrem Papa gekuschelt und seinen Duft (Deo, Aftershave etc.)  angenommen,  im Hausflur wurde  mit einem Mittel gereinigt das ich noch nicht kenne – ich glaube dann ich bin im falschen Haus

Dinge die in einem Raum sind in den sie nicht gehören … oft Spielzeug das in Bad – Küche  – Wohnzimmer liegt, aber auch Dekoration die von einem Raum in den anderen geschafft wurde, Kleidung im Wohnzimmer etc.

wenn jemand in meiner Wohung etwas verändert … es reicht der verschobene Blumentopf, weil jemand besser aus dem Fenster schauen wollte, der mich aus der Fassung  bringt

der Tisch wird anders eingedeckt … bspw. ohne Platzsets, falsche Tassen etc.

im Kühlschrank ist Unordnung  … alles hat seinen genauen Platz

Änderungen im Tagesablauf die ich nicht geplant habe … bspw. das Frühstück in der Woche dauert länger als bis 7.15 Uhr, wir schaffen es nicht um 7.40 Uhr loszugehen, meine Tochter kommt nicht um 17.45 Uhr um das Abendessen vorzubereiten etc.

eine gerade Anzahl brennender  Kerzen

Small – Talk

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Ich denke es gibt noch einiges mehr, aber für heute sollte es reichen.

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Ich sitze da und die Menschen um mich herum unterhalten sich. Ein interessantes Gespräch folgt. Ich bin da und höre es. Es ist ein Thema, mit dem ich mich sehr oft beschäftige, ein Thema aus meinem Interessengebiet.
Nun stellt sich mir die Frage, wie gehe ich damit um. Da ich zu dieser Gruppe gehöre, weiss ich, dass es wünschenswert ist, wenn ich meine Erfahrung und mein Wissen einbringe.  Jedoch kann ich mein Wissen oft nur monologartig vortragen.  Aus meiner Erfahrung weiss ich, das es Schwierigkeiten geben wird. Ich bin schnell irritiert, wenn es zu Zwischengesprächen kommt, wenn sich mehr wie zwei Personen unterhalten ist es nur noch ein Stimmengewirr und schon die kleinste Ablenkung kann mich völlig stumm werden lassen.
In der Schule war es immer hilfreich, wenn im Anschluss jeder noch einmal schriftlich dieses Thema bearbeiten musste. Nicht selten erlangte ich hierbei die Note “sehr gut” und wurde gefragt warum ich mich mündlich nicht einbrachte.
Ich kann  Wissen weitergeben oder schweigen.  Mir liegt mehr das Schweigen. Im Gespräch gibt es so viele Dinge die ich nicht nachvollziehen kann. Worte werden anders  interpretiert als sie gesagt werden. Blicke, Gesten, Mimiken sind Überträger des Gesagten.  Die  Gesprächspartner  akzeptieren  nicht das Wort als Wort, sondern all das was um dieses Wort herum passiert sagt aus, was es bedeutet. Dies ist etwas was mich eingeschüchtert hat.  Da ich es nicht verstehe, weiss ich nicht welche Antwort mein Gegenüber erwartet. Ich sage prinzipiell die Wahrheit und habe dann manchmal das Gefühl, das war falsch oder wurde falsch interpretiert. Nicht selten endet ein Small-Talk-Gespräch nach drei wenigen Sätzen.

In einem Forum lese ich oft die “Small-Talk-Threads” und finde es  durchaus interessant. Es ist bemerkenswert wie so ein Gespräch ablaufen kann. In schriftlicher Form gibt es nicht die Ablenkungen wie Mimik, Gestik etc. dennoch kann ich  mich nicht einbringen. Small-Talk-Themen sind für mich große Fragezeichen. Etwas, das ich wohl nie erlernen werde.

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