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Archive for 7. Dezember 2011

Nun steht er bald an der Schulwechsel. Die Wahl auf welche Schule die Herzenstochter geht war schnell klar, eigentlich ist sie schon seit Jahren klar (auch wenn ich zwischendurch zweifelte/ innere Ängste hatte). Natürlich hätte ich sehr gerne etwas ganz anderes für sie nämlich eine “freie Schule”. Es gibt eine in unserer Nähe aber ich kann sie nicht bezahlen. So wird es also das Gymnasium.

Wir haben uns zwei angesehen und doch blieb es bei der schon vor langer Zeit beschlossenen Entscheidung. Und auch wenn die Anmeldungen erst im Februar stattfinden, bin ich mir ganz sicher, dass die Herzenstochter einen Platz bekommt. (Hoffentlich nicht zu sicher.)

Nun stehen wir jedoch vor der Wahl der Klasse. Es gibt die “normale”, die bilinguale , die Bläser- (Instrumente) und die MINT- Klasse. Ich war der Meinung MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) wäre genau das richtige für die Herzenstochter. Experimente, praktisches Lernen, Biologie all das unterstützt ihre Interessen. Da sie später mit Tieren arbeiten möchte vermute ich ist dies eine gute Grundlage.  Auch sie teilt diese Einschätzung  und am Tag der offenen Tür fühlte sie sich in diesen Bereichen am wohlsten. Die Schülerin die uns fast 3 Stunden durch die Schule führte, war  zufällig ebenfalls eine MINT-Schülerin, die anschließend Medizin studieren möchte.

Die “normale” Klasse war eigentlich von vorne herein ausgeschlossen. Ich denke die Herzenstochter braucht mehr Anreize und Material, das ihrem Interessengebiet entspricht. Beim Elterngespräch mit der Klassenlehrerin erfuhr ich, das auch sie dies nicht empfehlen würde, da in diese Klasse oft Kinder gehen, die es “gerade so” auf dieses Gymnasium geschafft haben.

Die Bläserklasse finde ich zwar sehr toll, doch es besteht die Möglichkeit auch ein Instrument zu erlernen, wenn man die bilinguale oder MINT Klasse wählt. Eine Nichtanmeldung würde diesen praktischen Bereich dementsprechend nicht ausschließen. Natürlich würde das etwa 2 Mehrstunden bedeuten, doch ich denke wenn die Herzenstochter Interesse hat, nimmt sie diese 2 Mehrstunden an.

Beim Elterngespräch mit Herzenstochters jetziger Klassenlehrerin bekamen wir die Empfehlung die bilinguale Klasse zu wählen. Die Sprachbegabung von ihr ist dafür einfach ideal. Auch die jetzige Englischlehrerin befürworte dies und beim “Hochbegabtentest” im Alter von 3 Jahren war dies schon der Bereich, der zusammen mit dem Logikbereich am auffälligsten war (im positiven Sinne). In die bilinguale Klasse gehen laut Aussage der Lehrerin auch die sehr guten Schüler und sie zählt die Herzenstochter einfach dazu.

Ich bin wirklich hin- und hergerissen. Natürlich möchte ich das Beste für die Herzenstochter, aber was ist das Beste?  Sie selbst möchte in die MINT-Klasse, auch weil ihr das experimentieren, mikroskopieren und entdecken am Tag der offenen Tür so sehr zusagte und vielleicht auch, weil ich diese Klasse von Anfang an favorisierte. Wir haben uns am Tag der offenen Tür nicht viel über die bilinguale Klasse informiert, sondern blieben wirklich im Themenbereich MINT.

Vielleicht habe ich die bilinguale Klasse von Anfang an ausgeschlossen, weil ich einfach kaum Englisch kann. Weil auch die Fächer Politik, Geschichte und Geografie in Englisch unterrichtet werden und ich Angst habe ihr da später einfach nicht helfen zu können.
Weil ich meine Interesse mehr bedacht habe?

Ich weiss es einfach nicht. Was ist richtig?

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