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Archive for 5. Dezember 2010

An diesen Tagen war, bis auf das Leberwurstbrot, alles anders. Gemeinsam verliessen meine Mutter, meine Geschwister und ich das Haus. Mir war nie klar wann sie Früh-, Spät- oder Normalschicht hatte, denn diese Begriffe waren mir unbekannt. Ich weiss nicht einmal ob sie mir zu dieser Zeit überhaupt je sagte welche Schicht sie gerade hatte. Manchmal versuchte meine Mutter zu gehen, bevor ich meine Jacke angezogen hatte und zum ausgehen fertig war. Jedoch setzte ich mich zum anziehen jeden morgen zum anziehen genau vor die Haustür. Aller Zuspruch und sämtliche Ermahnungen meiner Mutter brachten nix, denn dies würde das Prozedere nur verlängern,  dies war meiner Mutter klar und so liess sie mich gewähren. Nachdem wir vor der Tür waren und meine Mutter meine Hand los liess um ihr Fahrrad aus dem Schuppen zu holen, bemerkte ich, das etwas anders war als sonst. Jeder dieser Morgende war ein großes Grauen für mich. In mir tat sich ein riesiges schwarzes Loch aus und ich fühlte mich völlig hilflos, verlor jegliche Orientierung. Manchmal stand ich da und hoffte insgeheim, das sie nur irgendetwas im Schuppen nachsehen wollte, gleich wieder heraus kommen, meine Hand nehmen würde und diese Hilflosigkeit in mir würde verschwinden, doch jedes mal schob sie ihr Fahrrad heraus. Ich griff nach ihrer Hand, sie schob ihr Fahrrad mit der anderen, doch vor dem Tor liess sie mich los. Sie hatte große Mühe denn ich klammerte mich fest schrie und tobte. Wenn ich bemerkte, das ich ihre Hand nicht mehr halten konnte, griff ich an den Gepäckträger, schrie und versuchte sie zurück zu halten.

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